Ferdinand von Schirach „Verbrechen“

41j54ces-HL._SL500_AA240_ Verlag: Piper (19. August 2009)

Seiten: 205

ISBN: 3492053629

Preis: 16,95 €

Inhalt

Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er …Ein angesehener, freundlicher Herr, Doktor der Medizin, erschlägt nach vierzig Ehejahren seine Frau mit einer Axt. Er zerlegt sie förmlich, bevor er schließlich die Polizei informiert. Sein Geständnis ist ebenso außergewöhnlich wie seine Strafe. Ein Mann raubt eine Bank aus, und so unglaublich das klingt: er hat seine Gründe. Gegen jede Wahrscheinlichkeit wird er von der deutschen Justiz an Leib und Seele gerettet. Eine junge Frau tötet ihren Bruder. Aus Liebe. Lauter unglaubliche Geschichten, doch sie sind wahr.

Meinung

Ferdinand von Schirach – von Beruf Verteidiger – gräbt für sein Buch „Verbrechen“ seine interessantesten Fälle aus. Man trifft auf traurige Schicksale, auf verquere Geschichten und hin und wieder auf Verbrecher, denen man selbst den Freispruch wünscht. Schirach selbst ist immer der gleichen Meinung: Sein Mandant sollte freigesprochen werden – oder zumindest so kurze Strafen bekommen wie möglich. Schließlich ist das sein Job. Wie die Realität vor Gericht aussieht, streut Schirach ganz nebenbei ein. Trotzdem lernt ein Laie zumindest ein wenig darüber, wie die Mühlen arbeiten.

So trocken und neutral wie angekündigt fand aber zumindest ich das Buch gar nicht. Die meisten Berichte klangen wie spannende Zusammenfassungen von Krimis, nur, dass es sich hier um wahre Vorfälle handelt und so manche Fehler, die in Krimis gemacht werden, auch mal hart kritisiert werden.

Obwohl das „Verbrechen“ in verschiedene voneinander unabhängige Kapitel eingeteilt ist, lässt es sich flüssig lesen und man möchte es nicht aus der Hand legen, bevor man nicht alle Fälle durch hat.

Besonders schön fand ich auch das Cover ohne großen Schnickschnack, wie auch die Geschichten im Buch ohne großartigen Schnickschnack auskommen und trotzdem fesseln.

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2 Gedanken zu “Ferdinand von Schirach „Verbrechen“

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