Rezensionen

Isabel Abedi „Unter der Geisterbahn“

51MiFMNXOmL._SL500_AA240_Verlag: Loewe (Juni 2009)

Seiten: 350

ISBN: 3785567669

Preis: 7,95 €

Inhalt

Als ob es nicht genug wäre, dass Lorenzo sich vor der Fahrt in der Geisterbahn fürchtet, er muss auch noch ausgerechnet mit der Angeberin Dina in einem Wagen sitzen. Doch dann kommt alles noch viel schlimmer: In der Geisterbahn taucht plötzlich ein echter Geist auf – und mit ihm ein Furcht erregender Teufel, der, mit Schwamm und Eimer bewaffnet, Gegenstände und Menschen blitzschnell verschwinden lässt: eben ein echter Putzteufel. Der Geist rettet Lorenzo und Dina vor dem Teufel, und sie finden sich in Gravalon wieder, einer Welt unter der Geisterbahn. Von hier kam auch der Teufel, einer von vielen, die die Hexe Orkula ausgesandt hat und nun wegen einer seltsamen Krankheit nicht wieder zurückrufen kann. In Windeseile verbreitet sich das Heer von Teufeln und löscht alles aus, was ihm in den Weg kommt. Lorenzo und Dina sind die Einzigen, die Orkula von ihrer Krankheit heilen und die Teufel stoppen können. Zusammen mit dem Feuergeist Antonella und dem Vampir Rasputin machen sich die Kinder auf den Weg zu Orkulas Schloss – und damit zum unglaublichsten und gefährlichsten Abenteuer ihres Lebens …

Meinung

Lorenzo ist einer dieser typischen Kinderbuchhelden. Sein Vater hat seine Familie verlassen und sich seitdem nicht wieder gemeldet, er ist lang und schlaksig und auch nicht unbedingt der beliebteste in seiner Klasse. Der Schulausflug, den er mit seiner Klasse in den Fantasiapark unternimmt, ist für ihn ein absolutes Highlight, denn ansonsten darf er nicht viel unternehmen, weil seine überbesorgte Mutter Angst um ihn hat. Nur um nicht als Feigling dazustehen steigt er in Wagon Nummer 13 der Geisterbahn und das ausgerechnet noch mit der großmäuligen Dina, die ihn so gar nicht ausstehen kann. Doch in der Geisterbahn geschieht komisches: Erst sehen sie einen echten Geist und dann springt ihnen ein Teufel mit Eimerchen und Lappen entgegen und wischt einfach den Geisterbahnmitarbeiter weg, der sie eigentlich erschrecken wollte. Bevor Dina und Lorenzo richtig kucken können, hat Antonella – das Feuerelementarmädchen – sie gepackt und mit nach Gravalon geschleppt, um sie vor dem Putzteufel zu retten. Und in Gravalon angekommen, bringt Dina sie gleich wieder in Schwierigkeiten, weil sie großspurig wie sie ist den ganzen Bewohner der Unterwelt erklärt, dass die Lösung für ihr Problem mit den Putzteufeln richtig einfach ist – und schon sind die beiden Menschenkinder, Antonella und ihr Vampirfreund Rasputin und der kleine Flaschengeist Achmed auf einer Mission, Gravalon zu retten.

Parallel dazu versucht ihre Lehrerin Kate Anders, die beiden Kinder zu finden. Sie selbst hat vor einigen Jahren ihr Gedächtnis verloren und weiß eigentlich gar nicht, wer sie ist. Es gab auch nie jemanden, der nach ihr gesucht hat. Umso mehr möchte sie jetzt nach ihren verschollenen Schülern suchen.

Mit Gravalon hat Frau Abedi eine detailliert durchdachte und liebevoll beschriebene Unterwelt erschaffen. In ihr leben all die Gruselgestalten, die man kennt: Vampire, Werwölfe, jede Art von Elementargeist und auch Wesen, von denen man vielleicht noch nie gehört hat. Gravalon wurde regiert von zwei Hexen, die aufgrund Männerproblemen im Zwist miteinander lebten. Orkula hatte deswegen die Putzteufel erschaffen, damit sie das Schloss ihrer Schwester wegwischen. Doch als das erledigt war, konnte die Hexe den Zauber nicht mehr rückgängig machen, weil sie schweren Schluckauf bekam und die Formel nicht aussprechen konnte. Ihre einzige Angst sind Menschenmädchen – basierend auf dem Märchen Hänsel und Gretel, das ihr als Kind einen Heidenschrecken eingejagt hat – und Dina kommt auf die Idee, die Hexe zu erschrecken. Außer den Hexen gibt es noch Long Don Peng, ein riesiges Cowboyskelett, das das Gesetz in Gravalon vertritt.

Auch Antonellas Familie ist sehr liebevoll beschrieben. Momsy Aqua ist ein Wasserelementar und läuft bei Aufregung aus, Die Stimme wird nur einmal im Monat sichtbar und kann sonst nur gehört werden. Da sich einmal im Monat sehen nicht reicht, um Kinder zu bekommen, haben die beiden Kinder adoptiert. Antonellas Eltern fielen Exorzisten zum Opfer, während Flaschengeist Achmed samt Flasche auf dem Müll gefunden wurde. Auch verwandelt sich ihr Schloss je nach Tageszeit, zum Beispiel die nächtliche Werwolfstatue, die tagsüber ein normaler Mensch wird.

Jede Figur, die sich zu Wort meldet, ist einzigartig und liebenswert, jeder Ort in Gravalon gut durchdacht und bis ins Detail originell. In „Unter der Geisterbahn“ steckt viel Fantasie, die auch Leser begeistert, die schon über dem Alter der Zielgruppe liegen. Vor allem die Idee, den Ausspruch „Putzteufel“ so wörtlich zu nehmen, ist schon ein Garant für ein lustiges Buch.

Fazit

Mit „Unter der Geisterbahn“ hat Isabel Abedi es geschafft, ein wundervolles Kinderbuch nicht nur für Kinder zu schreiben. Die durchweg liebenswerten Hauptcharaktere und die detailliert und fantasievoll beschriebene Unterwelt verleihen der bunten und spannenden Geschichte etwas besonderes. In der Mischung zwischen Grusel-, Abenteuer- und Liebesgeschichte findet jeder Leser etwas, das ihn für das Buch begeistern kann.

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3 Kommentare zu „Isabel Abedi „Unter der Geisterbahn“

  1. hallo erst mal
    ich wollte mal sagen das ich gerade das buch lese ,und wir müssen in der schule eine Buchvorstellung machen und da nehme ich das buch ^^ ich bin noch auf seite 155 und es ist noch viel arbei aber es lohnt sich bestimmt ( hoffentlich ) und jap ich finde das buch bis jedst sehr gut und spannend und man ist immer sehr neugirig wie es weiter geht LG : Alina

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