Rezensionen

Lara Adrian „Geschöpf der Finsternis“

41E5q0pl++L._SL500_AA240_OT: Midnight Awakening

Reihe: Midnight Breed

Band: 3

Verlag: Lyx (April 2008)

Seiten: 416

ISBN: 3802581326

Preis:9,95 €

Inhalt

Mit einem Dolch in der Hand durchstreift Elise Chase die Straßen von Boston, um Rache an den Vampiren zu nehmen. Ihre übersinnlichen Kräfte helfen ihr, die Beute aufspüren, doch diese Gabe ist nicht ungefährlich. Als Lehrmeister hat sie sich ausgerechnet Tegan ausgesucht, den tödlichsten aller Vampirkrieger.

Meinung

Die verwitwete Elise hat ihren sicheren Dunklen Hafen verlassen, um den Tod ihres Sohnes Camden zu rächen, der durch die Vampirdroge Crimson zu einem Rogue wurde und als solcher umgebracht wurde. Mit Hilfe ihrer Gabe, die Gedanken ihres Umfelds zu lesen, sucht die tagsüber Lakaien der Vampire auf, um sie zu töten. Durch Zufall wird sie von dem Vampirkrieger Tegan aus einer brenzligen Situation gerettet, der sich ab diesem Zeitpunkt Sorgen um die wagemutige Stammesgefährtin macht. Durch eine List gelangen sie an ein Paket, das an den Vampirboss Marek gerichtet war, und finden darin ein uraltes Tagebuch, das die beiden in die Dunklen Häfen von Berlin führt.

Zu anfangs scheint „Geschöpf der Finsternis“ eine Abwechslung zu bieten zu den ersten beiden Romanen der Reihe, denn die Protagonistin Elise ist sich bewusst, dass sie eine Stammesgefährtin ist und nimmt ihr Leben selbst in die Hand, indem sie aus den Dunklen Häfen verschwindet, um den Tod ihres Sohnes Camden zu rächen. Doch letztendlich ist Elise wieder eine Frau in Not, die von einem Vampirkrieger gerettet wird und sich dessen körperlicher Anziehung nicht erwehren kann. Denn Elise kann mit ihrer Gabe, Gedanken zu hören, nicht umgehen und leidet unter schweren Migräneanfällen, die nach und nach ihren Körper zerstören und sie bittet Tegan – dessen Gabe, Gefühle anderer Menschen fühlen zu können, ihrer sehr ähnlich ist – um Hilfe, die er ihr lange Zeit aber verwehrt, weil er nicht damit klar kommt, dass sie Lakaien tötet.

Tegan selbst ist so auswechselbar wie seine Vorgänger: Er ist wieder ein starker einzelgängerischer Berg Muskeln, der alles will, nur keine Stammesgefährtin. Und als er dann doch eine bekommt – den Elise überredet ihn zu einer „unverbindlichen“ Blutverbindung, von der dem Leser gleich klar ist, dass sie nicht unverbindlich bleibt – beschwert er sich anfangs nur über die missliche Situation.

Auch hat der dritte Band die selben Mängel im Plot wie die vorherigen. Über ein Dreiviertel des Buches tröpfelt der Plot vor sich hin und scheint auf kein bestimmtes Ergebnis hinzuarbeiten, bis in einem Kapitel der Bösewicht einen Monolog mit sich selbst führt und die ganze Problematik um das Tagebuch von vorne bis hinten erklärt, damit der Leser endlich erfährt, wieso Elise und Tegan überhaupt nach Berlin fahren mussten. Und auch als dieses Problem geklärt ist, werden nur drei Kapitel darauf verwendet, in Aktion zu treten, die letztendlich auch noch völlig umsonst ist, was im letzten Kapitel von Vampirkriegerboss Lucan aber nur am Rande erwähnt wird. Die Geschichte um Tegan und Elise ist völlig vorhersehbar, weil sie exakt so abläuft, wie die der Paarungen der Vorgänger: Der Vampir hat aus diversen Gründen keine Lust auf eine Gefährtin, trinkt dann aber aus weiteren ominösen Gründen doch ihr Blut, beide lieben sich, aber bekommen es nicht auf die Reihe, zuzugeben, dass sie Sympathien füreinander empfinden, haben aber trotzdem Sex miteinander. Irgendwann wird der Vampir dann sentimental beim Anblick seiner glücklichen Mitvampire und findet doch zu seiner Geliebten, die ihm gegen Ende des Buches dann das Leben rettet, woraufhin sie sich tausendfach die Liebe schwören.

Fazit

„Geschöpf der Finsternis“ von Lara Adrian folgt seinen Vorgängern. Mit unglaublicher Kontiuität folgt die Autorin ihrem Konzept. Die Frau in Not und der männliche Vampir finden sich, kommen lange nicht zusammen, bis die Frau dem Vampir ihrer Wahl das Leben rettet. Der Plot scheint sich im Kreis zu drehen, bis ich einer der Protagonisten mit sich selbst unterhält und dadurch erklärt, worum es überhaupt im Buch geht. Wirkliche Handlungsstränge sind beschränkt auf insgesamt sechs Kapitel und laufen letztendlich völlig ins Leere.

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4 Kommentare zu „Lara Adrian „Geschöpf der Finsternis“

  1. @zimtsterni Ja, eines noch *g*
    @natira Nicht Challenge, Gott sei Dank, da hätte ich die nächsten Bücher noch dazukaufen müssen ^^ Aber das sind Rezensionsexemplare, hab alle 4 Teile zusammen bekommen und jetzt muss arbeite ich sie nach und nach ab. Hab aber nur noch eines ^^

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