Rezensionen

Rachel Caine „Glass Houses“

41YN9SRNYHL._SL500_AA240_Reihe: The Morganville Vampires

Band: 1

Verlag: Signet (Oktober 2006)

Seiten: 256

ISBN: 0451219945

Preis: 4,81 €

Inhalt

Claire ist 16 und ist so intelligent, dass sie vorzeitig die Uni besuchen darf. Dabei gibt es aber zwei Probleme: Erstens landet sie in Morganville, Texas anstatt an einer Eliteuniversität, weil ihre Eltern sie nicht so weit von zuhause weglassen wollen. Zweitens mag keiner im Mädchenwohnheim jugendliche Überflieger. So gerät sie mit Monica und ihren Komplizinnen zusammen und nachdem sie von ihnen verprügelt und die Treppe hinunter gestoßen wurde, weiß Claire: Sie muss hier weg. Sie zieht in das Glass House, in dem noch Eve – ein Gothic aus dem Bilderbuch –, Shane und Michael leben. Von ihnen erfährt sie auch, was es mit Morganville auf sich hat: Hier haben Vampire das Sagen und entweder, man steht unter ihrem Schutz oder man hat ein riesiges Problem. Und das hat Claire, denn die Vampire sind schon auf der Suche nach ihr.

Meinung

Eigentlich fand ich den englischen Klappentext gar nicht so anziehend. Denn irgendwie klang es so, als wäre Claire total auf sich selbst gestellt und ihre Mitbewohner interessenlos. Dass ich das Buch dann doch gekauft habe, liegt wohl an Karis Überzeugungskraft. Tatsächlich ist „Glass Houses“ ein tolles Buch.

Zum einen sind da die Charaktere. Claire ist mir zwar ein bisschen zu jammerig, da sie die Hälfte der Zeit weint – aus Angst, aus Trotz oder aus sonst welchen Gründen. Aber immerhin ist sie auch erst 16, auf sich allein gestellt und mehr als eine Person trachtet nach ihrem Leben. Und Eve wirkt ein bisschen wie der Quotengothic, ist aber an sich ein sehr liebenswerter Charakter. Shane bleibt im ersten Band erstmal der gutaussehende Herzensbrecher, wobei das Ende eine sehr interessante Hintergrundgeschichte verspricht. Am liebsten aber mochte ich Michael, den man nie tagsüber, sondern nur nachts zu sehen bekommt. Doch wer vermutet, dass Michael ein Vampir ist, der liegt falsch. Insgesamt stellen sich manche Menschen als Vampire und manche Vampire als sehr menschlich heraus.

Der Leser ist anfangs fast genauso ahnungslos wie Claire, außer, dass er schon weiß, dass in Morganville die Vampire an der Macht sind. Ansonsten entdeckt er mit Claire immer mehr die Hintergründe und Verstrickungen und entdeckt Geheimnisse, die lieber unentdeckt geblieben wären. Dass „Glass Houses“ so undurchschaubar ist, macht es zu einem sehr spannenden Buch. Auch eine Abwechslung ist die Tatsache, dass die Vampire hier wieder die Bösen sind.

Ein Manko ist, dass ich mich manchmal fragen musste: Wieso handelt diese oder jene Person jetzt so? ( Außer dem offensichtlichen Grund, dass der Plot vorwärts schreiten muss. ) Vor allem Claire besteht immer seltsam stur auf ihre Uni-Besuche, obwohl sie weiß, dass an der Uni ihr Leben in Gefahr ist. Das wird ihr auch jedes mal wieder aufs neue bewiesen, was sie nicht daran hindert, ihr geliebten Vorlesungen zu besuchen.

„Glass Houses“ endet mit einem der grausamsten Cliffhanger, den ich seit langem hatte, was ich persönlich ja gar nicht mag. Vor allem, da das Ende so eine spannend Fortsetzung verspricht.

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