Rezensionen

Kai Meyer „Arkadien erwacht“

41TlQmbO0EL._SL500_AA240_Reihe: Arkadien

Band: 1

Verlag: Carlsen (November 2009)

Seiten: 416

ISBN: 3551582017

Preis: 19,90 €

Inhalt

Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa, als wäre sie in einen alten Film geraten – der Chauffeur, der ihre zufällige Reisebekanntschaft Alessandro am Flughafen erwartet; der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante; und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in Alessandro ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist …

Meinung

Kai Meyer ist ein sehr bekannter deutscher Autor und „Arkadien erwacht“ ist nicht das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe. Von seinen Ideen war ich schon immer begeistert, von seinen Umsetzungen manchmal leider weniger. Doch an „Arkadien erwacht“ gibt es nichts zu mäkeln.

Bis zu einem gewissen Grad stimmt der Vergleich mit Romeo und Julia wohl schon. Sowohl Alessandro als auch Rosa wurden  in einflussreiche Familien geboren. Nur, dass diese Familien zur sizilianischen Mafia gehören.  Während Rosa von ihrer Mutter aus der Mafiafamilie herausgehalten wurde, solange es ging, wächst Alessandro schon in diesem Knäuel aus Verbrechen, Lügen und Misstrauen auf und steht kurz davor, der neue Capo der Carnevares zu werden.  Doch als Rosa von ihrer Tante nach Sizilien geholt wird, gerät auch sie zwischen die Fronten, indem sie sich heimlich mit Alessandro trifft.

Doch die Freitodtragik und unüberlegte Liasson zwischen Romeo und Julia sucht man in Alessandros und Rosas Beziehung vergeblich. Rosa traut niemandem richtig, weder ihrer Familie noch Alessandro noch sich selbst. Und Alessandro selbst hat mehr im Kopf als nur Rosa.  Aber gerade das macht die beiden so sympathisch.

Womit man mich ja immer ködern kann, sind Gestaltwandler. So geschehen auch hier. Denn Alessandro und Rosa sind nicht nur Teil der sizilianischen Mafia, sondern auch der arkadischen Dynastien: Die Familie Carnevare verwandelt sich in Raubkatzen,  die Alcantaras in Schlangen. Doch während Alessandro schon mit seinen Verwandlungen kämpfen muss, die durch starke Emotionen ausgelöst werden und ihn in einen Panther verwandeln, schafft Rosa es nicht, vollständig zur Schlange zu werden.

„Arkadien erwacht“ ist ein wunderbares Buch und ein schöner Auftakt für eine Serie. Der Leser kann sich mit den Protagonisten freuen, mit ihnen leiden, mit ihnen Angst haben und angespannt sein oder ihre glücklichen Momente miterleben.

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4 Kommentare zu „Kai Meyer „Arkadien erwacht“

  1. Ich schreib dir mal einfach hier zurück:

    Im Moment benutz ich noch den von Indola ausm Frisörfachhandel. Der ist ohne Silikone! Werde aber wohl bald mal den neuen von Syoss ausporbieren, weil der günstiger ist und zudem auch ohne Silis ist :)

    1. Ganz ehrlich? Da hat er doch recht. Ich schreibe keine Rezensionen bei Amazon, weil es da zugeht wie auf dem Schlachtfeld. Jeder Depp kann da seine Meinung abgeben, da wird sich in Bewertungen beschwert, dass der Buchumschlag kaputt war. Fans lauern darauf, schlechte Kriiker _persönlich_ anzugehen und umgekehrt gerne auch. Eine Hörbuchrezension gehört auch nicht zu den Buchrezensionen.
      Was ihre Bewertungen angeht, ist Amazon schludrig, wenn nicht sogar absolut uninteressiert. Sonst wäre es nicht möglich, sich regelmäßig so zu verhalten, wie man es sich im wirklichen Leben nicht trauen würde, außer man ist der sozial inkompetenteste Mensch der Welt, und das auf Kosten des Autors UND der anderen Rezensenten. Ich habe zumindest keine Lust, nur weil ich ein Buch nicht mochte, mich als Idiot oder schlimeres hinstellen zu lassen, was tatsächlich passiert. Bestes Beispiel: Sebastian Fitzek „Der Augensammler“.
      Was Kai Meyer schreibt, ist keine Kritik an seinen Lesern, sondern Kritik an Amazons Vorgehensweise und „Rezensenten“, die die Plattform nur dazu nutzen, ihre miese Alltagslaune abzuladen.

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