L. J. Smith „The Vampire Diaries 1“

Reihe: The Vampire Diaries

Band: 1

Verlag: Harper Teen (Juni 2007)

Seiten: 512

ISBN: 006114097X

Preis: 6,75 €

Inhalt

Als mit Schulanfang der gutaussehende Stefan Salvatore an Elenas Schule kommt, weiß die Königin der Schule nur eines: Den und keinen anderen will sie haben. Blöd nur, dass Stefan anfangs gar kein Interesse an ihr zu haben scheint. Elena tut alles, um ihren Angebeteten zu bekommen. Doch erst, als sie fast vergewaltigt wird und Stefan sie rettet, zeigt er wirklich, dass auch er Interesse an Elena hat. Doch Elena sieht aus wie seine alte Liebe Katherine. Und seit Stefan in Elenas Stadt lebt, werden plötzlich Leute angegriffen und fast blutleer aufgefunden.

Meinung

„The Vampire Diaries“ ist spätestens seit der gleichnamigen Fernsehserie bekannt, die im Frühjahr 2010 auf Pro 7 anlaufen wird, in den USA aber schon ihre erste Staffel hinter sich gebracht hat. Doch geschrieben wurde die Reihe schon in den 1990ern von L. J. Smith.

Die Kritik, dass Twilight und The Vampire Diaries starke Parallelen aufweist, ist wohl nicht ganz unbegründet. An mehreren Stellen fühlte ich mich – auf den ersten Blick! – stark an Edward und Bellas Geschicht erinnert. Doch auf den zweiten Blick hat The Vampire Diaries seinen ganz eigenen Charme, der über unvermeidliche Probleme hinausgeht, die ein Vampir und ein menschliches Mädchen eben haben, wenn sie sich aufeinander einlassen wollen.

Dabei ist Elena anfangs ein sehr nervtötender Charakter ( und wohl nicht grundlos nicht so in die Serie übernommen worden ). Zwar steckt hinter dem Mädchen eine sehr tragische Geschichte, denn ihre Eltern sind gestorben und sie lebt mit ihrer kleinen Schwester bei ihrer Tante. Doch anfangs ist sie für den Leser dann doch nur eines: Eine verwöhnte Göre, die nur allzugut weiß, dass sie gut aussieht und beliebt in der Schule ist und deswegen der Meinung ist, alle Menschen, bis auf ihre zwei besten Freundinnen, herumschubsen zu können, wie es ihr gerade passt. Als Stefan Salvatore, der gutaussehende Italiener, an ihre Schule wechselt, interessiert sie nur, wieso er sie keines Blickes würdigt und wie sie diese Situation zu ihren Gunsten ändern kann. Dafür lässt sie dann auch ihren Freund Matt fallen, benutzt ihn aber nur zu gern dazu, Infos über Stefan herauszubekommen. Mehr als einmal bekommt sie die Meinung gesagt und merkt wohl erst in diesen Momenten, was für ein grauenvoller Mensch sie zu sein scheint. Ihr Verhalten ändert sich im Laufe der Zeit drastisch, was der Geschichte aber nur zuträglich ist.

Stefan ist der typische Vampir: Umwerfend schön, blass und schweigsam. Elena will er eigentlich nur deswegen nicht, weil sie aussieht wie seine geliebte Katharine, die ihn und seinen Bruder Damon zu Vampiren gemacht hat. Außerdem traut er sich nicht in ihre Nähe, da er das Gefühl hat, nicht Herr seiner Sinne zu sein. Mehr als einmal überkommt ihn das Gefühl, jemanden beißen zu müssen und er kommt erst dann wieder zu Besinnung, wenn der Schaden oft schon passiert ist. Dabei ernährt sich Stefan normal nur von Tieren.

Sein Bruder damon hingegen hat gar keine Probleme damit, Menschenblut zu trinken, ist dementsprechend stärker und eine viel größere Bedrohung für Elena. Vor allem, weil zum einen ihre Ähnlichkeit zu der Frau so groß ist, um die er und sein Bruder sich schon einmal gestritten haben, zum anderen, weil sie ihn irgendwie fasziniert.

Die Geschichte schafft es, den Leser zu fesseln. Sie ist schnell und leicht zu lesen und ist gerade so durchschaubar, wie es noch gut für die Handlung ist. Die Bände einzeln sind dabei so aufgebaut, dass sie nahtlos ineinander übergehen, was bedeutet, dass dem Leser unnötige Wiederholungen erspart bleiben.

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18 Gedanken zu “L. J. Smith „The Vampire Diaries 1“

  1. Kari schreibt:

    Aaaah du hast es schon gelesen! Wir wollten doch eine Leserunde machen oder nicht?? tztz so geht das aber nicht! *schimpf* Na wenigstens ist es gut, dann kann ich mich ja auf was freuen, werde es wohl erst im neuen Jahr lesen können (ich glaub ich werde eh ab Mitte Januar nur noch lesen und bis mind. Mitte März damit nicht mehr aufhören ^^)

  2. booksloverin schreibt:

    Das Buch interessiert mich auch schon seit längerer Zeit (:
    Ich kenne bis jetzt nur die Serie – und die ist schon wirklich groooße Klasse.
    Aber ich weiß nicht genau ob ich sie auf englisch oder deutsch lesen soll, weil die englischen Bücher wirklich um einiges billiger sind. Ich meine, zwei Bände für schlappe Sieben Euro? Das ist ja nichts!

    • ea schreibt:

      auf weltbild gibt es die deutschen bücher alle vier bände zusammen für 14.93 € versandkosten frei zu bestellen.. hab sie mir auch schon bestellt und freu mich schon riesig auf`s lesen. liebe grüße

  3. Holly schreibt:

    Naja, mich braucht man sowas eh nie fragen, ich sag immer Englisch. Ich hab mal ne Leseprobe zur Übersetzung gelesen… grausig. L. J. Smith schreibt leicht verständliche YA… ich würds auf jeden Fall auf englisch probieren.
    Ich würde aber nicht erwarten, dass die Serie 1 zu 1 übernommen wurde, ehrlich gesagt wurde – soweit ich die Serie bis jetzt gesehen habe – sehr viel verändert. Allein Elena ist ein völlig anderer Charakter…

  4. Kari schreibt:

    Also langsam hakts doch echt bei den Verlagen oder? Ich mein, es ist ja schön und gut, wenn bei einer Verfilmung Teile des Buches verändert werden, Charaktere weggelassen und Handlungen anderen Figuren zugeschrieben werden. Das ist einfach ein anderes Medium.
    Aber durch eine Übersetzung Charaktere verfälschen oder gar die Geschichte umschreiben DAS geht ja wohl mal überhaupt nicht!

    @ Holly: Guut, die Ausrede ist erlaubt, will ja nicht Schuld sein, wenn du die Challenge nicht beenden kannst ^^

  5. Maren schreibt:

    Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Geschmäcker sein können. Habe die Bücher ja auch dieses Jahr gelesen und konnte ehrlich gesagt nichts mit ihnen anfangen. Sowohl die Geschichte als auch die Charaktere waren mir viel zu platt und oberflächlich. Besonders die Protagonistin war unsympathisch und arrogant bis zum geht nicht mehr. Schade eigentlich, denn die Idee wie die Brüder verwandelt wurden, die Feindseligkeit zwischen ihnen etc. war ja gar nicht mal schlecht. Würde auch allen, die vor haben die Bücher noch zu lesen, dringend raten zum englischen Original zu greifen. Es scheint mir nämlich ziemlich unmöglich zu sein, sprachlich noch hölzerner als die deutsche Übersetzung zu sein. Bin auf jeden Fall sehr auf den Serienstart im Januar gespannt, denn mit den richtigen Drehbuchschreibern und Schauspielern kann man sicher eine Menge aus der Buchvorlage herausholen. Ähnlich wie bei True Blood, der Verfilmung der Sookie Stackhouse Reihe, die mir persönlich viel besser als die Buchvorlage gefällt. Chapeau an die Macher und Darsteller der Serie!

  6. Isabelle schreibt:

    Da hat sich Stephenie Meyer ja reichlich an J.L. Smith bedient. Eine Schande das etwas derat geklautes wie Twilight so einen Hype ausgelöst hat. Für mich hat sich der ganze Biss Quatsch sowas von erledigt. Alles nur geklaut.

    Vampire Diaries ist um LÄNGEN besser!!!!

  7. Lila schreibt:

    Isabelle:
    Stephenie Meyer hats nicht von J.L. Smith geklaut!
    Die Story ist ganz anders und die Charaktere.
    Wenn man die beiden vergleichen würde kämen da nur ein paar Gemeinsamkeiten auf aber sonst nichts!!!!

  8. Sabine schreibt:

    Lila da muss ich dir recht geben. Isabelle scheint nicht lesen zu können. Hätte sie es richtig gelesen, wüsste sie das es nur wenig Gemeinsamkeiten gibt. Schon die Geschichte is ja komplett anders als bei Twilight. Stephenie Meyer hat gar nichts geklaut! Ich bin ja von beiden Bücherreihen total begeistert. Eine bessere als die andere. Aja und die arme Maren hat wohl keine Fantasie…
    Denn wenn ich ein Buch kaufe, es aufschlage und die ersten paar Seiten lese, hab ich sofort Bilder vor mir bzw hab ich das Gefühl das ich in dem Buch bin und alles beobachte :-)
    Einfach wunderbar so eine blühende Fantasie ;-)

    • umblaettern schreibt:

      Jeder sieht Bücher eben anders, ich fänds ja wirklich nett, wenn meine Leser hier nicht als fantasielos und leseunfähig hingestellt werden. So abwegig ist das mit den Parallelen nicht, die gibt es nämlich definitiv, nur vielleicht nicht in dem Ausmaß, in dem es gerne dargestellt wird. Genauso wie Maren recht damit hat, dass die deutsche Übersetzung so mies und hölzern ist, dass es einem Schauer über den Rücken jagt. Das hat mit Fantasie wohl rein gar nichts zu tun, sondern mit miesen lieblosen Übersetzungen.

  9. Acey-W. schreibt:

    Ich habe in den 90ern von J.L Smith die vier Romane’Tagebuch eines Vampirs‘ noch als Denise Mystery- Romane gelesen! Also Twilight hat sicher Parallen zu den Romanen von Smith, das macht aber nichts, da jede Autorin ihr ‚Eigenes‘ hineinfließen lässt. Meine Meinung ist, dass Twilight sehr gut für die ‚jüngeren‘ Jugendlichen geschrieben ist, also eher sanfter im Vergleich zu Vampire Diaries, dass wirklich etwas düsterer, eindringlicher von der Handlung her ist. Mir gefällt beides, wobei ich persönlich mit Vampire Diaries meine Lieblingsvampirgeschichte gefunden habe. Jede Autorin holt sich von irgendwo her Inspirationen. Wichtig ist, dass man einer Geschichte ‚Persönlichkeit‘ verleiht. Das ist Beiden hervorragend gelungen!

    • umblaettern schreibt:

      Ich denke ja, die Parallelen basieren einfach auch darauf, dass so manches halt unvermeidlich ist, wie die Anziehung des Blutes etc. Ich finde ja, was Frau Smith und Vampire angeht, die Night World Reihe noch einen Tick besser, obwohl ja von meinen Lieblingscharakteren her Damon bei mir ganz weit oben steht. (: Im Vergleich zu ihren anderen Reihen sieht man eben doch, dass sie sich in ihrem Schreibstil später noch gesteigert hat und im direkten Vergleich zur The Return-Reihe, die ja die selben Charaktere besitzt, wird das auch deutlich, vor allem bei Shadow Souls.

  10. Lucy schreibt:

    Ich hab mir gerade The Vampire Diaries das erste Buch gekauft und hab mich voll auf die Liebesgeschichte zwischen der selbstlosen Elena und den zwei Salvatore Brüdern gefreut. Aber Elena ist im Buch anscheinend total zickig.

    • umblaettern schreibt:

      Immer nur kurzzeitig und nie so richtig, jedenfalls nicht so weit wie ich gelesen habe. Ich hab ja dann aufgehört, als die Ghostwriterin übernommen hat. Da die aber die Serie übergeben bekommen hat, weil L. J. Smith wollte, dass Damon und Elena zusammenkommen und der Verlag die Idee nicht gut fand, schätze ich mal nicht…

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