Christoph Marzi „Heaven“

Verlag: Arena (August 2009)

Seiten: 358

ISBN: 3401063820

Preis: 14,95 €

Inhalt

Feenblut fließt in den Adern von Heaven. Aber bisher weiß das Mädchen noch nichts von ihrer besonderen Abstammung. Als die Jagd auf sie beginnt, ist Heaven ist ganz auf sich gestellt. David dagegen findet sein Leben ziemlich normal. Gut, seine Ex hat ihn gerade verlassen, aber kein Grund für ein Hollywood-Drama. Doch dann trifft er hoch auf den Dächern Londons Heaven. Und Davids Leben ändert sich für immer. (Amazon.de)

Meinung

Heavens erstes Problem in meinen Augen: Es wurde ganz schrecklich arg hochgejubelt. Da die ersten drei Bände der Uralten Metropole immernoch zu meinen Lieblingsbüchern zählen, habe ich mir ähnliche Qualität erwartet, vor allem bei London als Schauplatz. Womit wir schon zu Problem 2 kommen: An genau diese Bücher scheint der Auor nicht mehr heranzureichen.

Nicht, dass Heaven nicht ein schönes Buch wäre, leicht zu lesen, mit einer guten Idee dahinter. Es gelingt dem Buch nur nicht, mich zu fesseln, der Hintergrund wirkt schwammig und nicht so liebevoll ausgearbeitet wie in Lycidas und Co. So wird aus einer wunderschönen Hintergrundgeschichte ein Märchen, das in der Realität aber fade wirkt. Die Dialoge sind größtenteils sinnentleert, die Protagonisten grinsen und „hm“en ein bisschen zuviel. Es werden viele Andeutungen gemacht, die nicht aufgeklärt werden, und am Ende habe ich mich dabei ertappt, wie ich mir dachte: Achso, jaja, ich hab keine Ahnung, um was es jetzt wirklich ging. Die Protagonisten sind alle so oberflächlich, dass es schwer fällt, sich mit ihnen zu freuen oder Angst um sie zu haben.

Wie gesagt, Heaven ist ein nettes Buch und wird auch vielen gefallen, vor allem, wenn sie die Uralte Metropole nicht kennen. Doch der Hype, an den das Buch dann nicht heranreichte, hat mir die Lektüre ein wenig verleidet.

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3 Gedanken zu “Christoph Marzi „Heaven“

  1. Trauerweide schreibt:

    Hmmm… immer diese Sache mit den „Hypes“. Ich finde, dass hat sich zu einem echten Problem entwickelt. Gerade, wenn man zu denen gehört, die etwas vor einem Hype gut gefunden haben. So war es bei mir mit der „Bis(s)“-Reihe, die ich gelesen haben, weil ich sie klasse fand und nicht, weil ich von dem Hype wusste. Nun ist es aber so, dass sobald man liest „Ich liebe die Twilight-Saga *~*“ alle denken, man sei auf einen „oberflächlichen“ Hype hereingefallen und geht nur da mit, denn so ist man „in“.
    Schlussendlich muss ich aber schreiben: Es wird immer Hypes geben und ich werde wahrscheinlich auch bei vielen unterlegen sein und es auch sehen/lesen/tragen.

    (Kurze Anmerkung xD“)

    Hinterlasse ganz liebe Grüße!
    ~Trauerweide

    P.S.: Bis ich das erste Buch für die Challenge gelesen haben kann es leider noch etwas dauern x.x Aber ich werde es, trotz Zeitdruck (gehöre zu den Schnecken der Lesern), schaffen ^___~

  2. Lilly schreibt:

    Ich kann mich Dir anschließen. Ich hab mir das Buch auch geholt, weil überall so positiv darüber geredet worden ist (und weil das Cover sooo schön ist) … aber der Inhalt plätscherte nur so vor sich hin und hat mich in seiner Banalität fast schon gelangweilt.

    Wenn man einer Geschichte keine Tiefe geben kann, sollte man sich auch keine tiefen Themen raussuchen – von wegen Drogen, gestohlene Herzen und arme einsame Mädchen. *Kopf schüttelt*

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