Rezensionen

Jana Frey „Das eiskalte Paradies“

Verlag: Loewe (7. Januar 2010)

Seiten: 189

ISBN: 3785569203

Preis: 5,95 €

Inhalt

Hannah ist 15 und Zeugin Jehovas. Was ihr früher ein Gefühl von Geborgenheit gegeben hat, wird jetzt zunehmend zum Problem. Hannah will ausbrechen, normal sein wie andere auch, die Ketten ihrer Religionsgemeinschaft sprengen. Doch auf einmal muss Hannah feststellen, dass ihre bisher so behütete Welt von nahezu unüberwindbaren Mauern umgeben ist …

Meinung

Als Hannahs Mutter bei einem Unfall stirbt, bricht die Welt von ihr und ihrem Vater zusammen. Hannah ist noch extrem jung, findet aber in ihrem geschockten und depressiven Vater keinen Trost. Doch plötzlich geht es ihrem Vater wieder besser und das liegt an Roswitha. Sie kümmert sich rührend um Hannah und ersetzt ihr die Mutter. Dass Roswitha eine Zeugin Jehovas ist, stört das Mädchen nicht. Sie lernt, auf Weihnachten und ihren Geburtstag zu verzichten und das behütete Leben im Kreis der Zeugen zu genießen. Sie hat alles, was sie sich wünschen kann: Eine große Familie, ein geordnetes Leben und die Gewissheit, von Jehova auserwählt und geliebt zu werden. Doch je älter Hannah wird, desto mehr fällt ihr auf, wie anders sie ist. Ihre Mitschüler meiden sie aufgrund ihrer seltsamen Kleidung und weil Hannah an keinen Schulaktivitäten teilnehmen darf. Und je mehr Hannah in die Pubertät kommt, desto mehr fällt ihr auf, dass sie so sein möchte wie alle anderen und dass ihre Ersatzmutter Roswitha nicht die liebende Mutter ist, die sie sein sollte. Hannah beginnt zu rebellieren – doch es ist nicht so einfach, sich von ihrer Gemeinschaft abzuwenden.

Jana Frey beginnt ihr Buch über ein Mädchen bei den Zeugen Jehovas damit, dass sie davon erzähl, wie sie sich mit Hannah trifft, damit diese ihr ihre Geschichte erzählen kann. Trotzdem wird nicht ganz klar, ob es Hannah wirklich gibt oder ob Frau Frey ihre Geschichte nur noch etwas glaubhafter machen möchte. Dass die Geschichte aber auf jeden Fall authentisch ist, bestätigt am Ende des Buches eine Sektenexpertin, also kann der Leser sicher sein, dass ihm nicht nur erfundene Horrorgeschichten über die Zeugen Jehovas erzählt werden.

Dass Hannah anfangs von den Zeugen fasziniert ist, ist für den Leser verständlich. Sie hat ihre Mutter verloren und fühlt sich einsam, da ihr Vater so mit sich selbst beschäftigt ist, dass er es nicht schafft, sich um die Sorgen und Ängste seines Kindes zu kümmern. Diese Einsamkeit wird aufgefangen von Roswitha, die sich um Hannah kümmert, deren Eltern, die sich anders als ihre anderen Großeltern liebevoll um sie sorgen und die große Gemeinschaft der Zeugen, die ihr versichern, dass sie etwas besonderes und von Gott geliebt ist. Später wachsen in dem Leser Zweifel, ob Hannahs Vater nicht gezielt von Roswitha ausgesucht wurde, um ihn in die Sekte zu locken. Denn Roswitha zwingt Hannah einmal, sie zu einer jungen Frau zu begleiten, deren Kind soeben gestorben ist, wo Roswitha die Frau belügt und sie in ihren Gottesdienst lockt. Das ist auch der erste Moment, in dem Hannah merkt, dass es die Zeugen mit ihren eigenen Regeln nicht so genau nehmen, denn eigentlich dürften sie nicht lügen.

Auch Hannahs Rebellion ist nachvollziehbar. Als sie in die Pubertät kommt, steht sie mit ihren Problemen völlig allein da. Die Geborgenheit der Gemeinschaft wird für sie zu einem Gefängnis. Als sie ihre Periode bekommt, erklärt ihr niemand, was mit ihr los ist. Sie wird nur mit einer Infobroschüre abgespeist. Für ihre körperlichen Veränderungen wird sie getadelt und als ihre Mitschüler sie vor den Augen ihrer Großmutter auslachen, wird Hannah dafür gescholten anstatt getröstet. Vor der gesamten Gemeinde wird ihr für einen Teenager typisches Verhalten beim Gottesdienst zum Thema gemacht und als all das in den Augen ihrer Familie nicht mehr hilft, wird Hannah eingesperrt und geschlagen, um ihren Willen zu brechen.

„Das eiskalte Paradies“ bringt dem Leser die Welt der Zeugen Jehovas näher und fordert ihn zum einen zur Vorsicht, zum anderen aber auch zum Verständnis auf. Denn gerade die einzigen beiden Menschen, die Hannah nicht auslachen, sondern sich um sie als Person bemühen, sind die Personen, die ihr helfen, auszubrechen und ihr Leben so zu führen, wie sie es sich wünscht.

Fazit

In „Das eiskalte Paradies“ von Jana Frey trifft der Leser auf ein junges Mädchen, das im Zwiespalt zwischen ihrer Religion und ihren persönlichen Wünschen steht. Man bekommt – unterstützt von einem Artikel einer Sektenexpertin – einen Eindruck von den Abläufen bei den Zeugen Jehovas. Hannah ist ein sympathischer Charakter, mit dem man mitleiden kann und hofft, dass sie ihren Weg aus der Sekte und in ein glückliches, selbstbestimmtes Leben findet. Ob Hannah wirklich existiert bleibt offen, mindert die Authentizität des Buches aber nicht.

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25 Kommentare zu „Jana Frey „Das eiskalte Paradies“

  1. es ist zwar eine gut geschriebene geschichte, stellt aber nicht die wirklichkeit der Zeugen Jehovas dar.
    Ich war selbst eine Zeugin Jehovas auch ungefähr in der im Buch beschrieben Zeit.
    Deswegen kann ich mit Überzeugung sagen, daß so wie es im Buch dargestellt wird, nicht der Realität entspricht, sondern eher, wie Sektenbeauftragte und manche Aussenstehende es propagieren.
    JZ glauben zum Beispiel nicht daran, daß alle Menschen in den Himmel kommen.
    Auch daß ein „bruder“ Pfeife rauchte kann nicht stimmen, da kein Zeuge Jehovas raucht.
    Es werden ebenfalls nicht die Erziehungsmethoden gelehrt, die Roswita bei Hannah anwandte.
    Und daß jemand, der sich nicht mehr nach der Bibel ausrichtet derartig vor der Versammlung bloßgestellt wird, indem er auf die Bühne gerufen wird oder zwischen allen Menschen im Saal aufstehen muss und dann öffentlich Rede und Antwort stehen muss, ist völlig abwegig.
    wie gesagt, ich bin keine Zeugin Jehovas mehr, aber dennoch trete ich hier eindeutig dafür ein, daß so eine Beschreibung jeder Tatsache entbehrt und ich wage zu behaupten, daß sich die Autorin nur aus einschlägiger Literatur die gegen Zeugen Jehovas gerichtet ist informiert hat.

    Ich finde das dieses Buch einem nicht „die Welt der Zeugen Jehovs“ näherbringt sondern eher dazu dient Sektenbeauftragte in ihrer Gegnerischen Meinung zu unterstützen.

    G.G.

  2. Ich habe das Buch dur Zufall in die Hand bekommen und habe es aus Interesse gelesen, da ich auch einmal eine Zeugin Jehovas war.

    Ehrlich gesagt war ich entzetzt!!!
    Ich bin auch nach der Bibel erzogen worden, und war ein sehr glückliches Kind, aber so, wie es in dem Buch erzählt wird, kenne ich das nicht.

    Ich durfte immer bunte Kleidung tragen und habe auch Hosen tragen dürfen. Ich wurde von meinen Eltern aufgeklärt und nicht von einem Ältesten, ich durfte sehr wohl an Schulveranstaltungen teilnehmen und die Glaubensbrüder und -schwestern waren bei den Aufführungen.
    Ich habe nie erlebt, dass jemand öffentlich in der Versammlung aufgerufen wurde und „angeklagt“ wurde. Von Schlägen und einsperren habe ich auch nie etwas mitbekommen. Und da bin ich sicher nicht die einzige…

    Außerdem rauchen ZJ nicht, glauben nicht, dass alle in den Himmel kommen und vor allem Lügen sie im Predigtdienst nicht um mit den Leuten zu reden, halten nicht die Tür auf und drängen sich hinein…
    Und keiner muss in den Predigtdienst, wenn er das nicht möchte…

    Nachdem ich das Buch gelesen habe, war ich enttäuscht. Und ich möchte hiermit auch meine Familie verteidigen, die weitehin bei den ZJ ist. SO wie es beschrieben wir, ist es ABSOLUT NICHT!!!
    Daher wirkt das Buch für mich eher wie eine Hetze gegen ZJ und ich bin traurig, dass es sicher viele junge Mädchen gibt, die dieses Buch lesen und dann eine falsche Meinung von ZJ haben, bzw. sogar Mitschüler nach dieser Lektüre die ZJ sind, anders behandeln…

    Caro*

    1. Darf ich mal fragen, wieso „war“? Mich wundert es nur immer, dass es auf der einen Seite heißt: Ja, so ist das gar nicht, dass aber alle, die das sagen, selbst keine Zeugen mehr sind. Rein interessehalber. (:

      1. Ich habe mich dafür entschieden, mit meiner großen Liebe zusammen zu leben. Und diese ist eine Frau. nachdem Homosexualität in der Bibel nicht erlaubt ist, habe ich mich schweren Herzens von meiner Familie getrennt.
        Was aber auf keinen Fall heißt, dass ich sie nicht mehr lieben würde oder schlecht über ZJ reden würde…

        Außerdem war es bei mir nie eine „Glaubenssache“ sondern eher angeeignetes Wissen, das ich mit in meiner Kindheit angeeignet habe… Das ist vielleicht zu wenig, um eine Glaubenseziehung zu Gott aufzubauen.

        Ich hoffe, du bist mit meiner Erklärung zufrieden…

    2. Es muss nicht umbedingt eine Aufhetzung gegen die ZJ sein…
      nur weil Roswitha und die Grosseltern Hannah verprügeln, heisst es noch lange nicht dass die ZJ so sind… vielleicht sind das einfach nur böse menschen. muss ja nicht gleich mit den ZJ zutun haben. Vielleicht ist das ja wirklich wahr. Wir können es nicht wissen. ich bin keine ZJ und mir hat das buch sehr gut gefallen. Es stimmt, ich weiss vieles nicht über die ZJ aber ich denke, dass Hannah nicht lügen würde. Oder?

      Liz*

  3. Meine Güte,das Buch ist voll heftig! wenn das wirklich alles stimmt,was Hannah erzählt hat,na dann,gute nacht! so würde ich nie leben wollen! Und an die anderen,die hier noch kommentare geschrieben haben: vielleicht ist es bei euch nicht so,aber das ist hannahs geschichte, und da es diese hannah wirklich gibt,ist die geschichte auch wahr.
    aber trotzdem gut zu wissen,dass nicht überall so ist,wie bei hannah.

  4. Ich habe das Buch gelesen und ganz ehrlich ganze 4 mal geweint. Man fühlt so mit mit dem Mädchen, dass man alles andere um sich vergiss und einfach nur weint. Das tut auf der einen Seite gut auf der anderen Seite will man unbedingt wissen wie es weiter geht. Nach dem Buch habe ich mich sehr mit diesem Thema beschäftigt es ist einfach atemberaubend.

  5. Ich habe diesen Buch gelesen und fand es sehr berührend und spannend. Natürlich geht es bei den Zeugen Jehovas nicht so streng zu wie in dem Buch beschrieben. Jedoch könnte ich mir eine Verfilmung dieses Buches sehr gut vorstellen.
    Beim Lesen habe ich bei manchen Stellen sogar geweint.
    Ich würde dieses Buch vielen Leuten weiterempfehlen.

  6. Ich persönlich zweifel an den Worten der ehemaligen Zeugen Jehovas , ich selber habe viele Freunde die deren Schicksal teilten und zwar im gleichen Ausmaße . Ich selbst wurde für eine kurze Phase zu solchem Maßnahmen gezwungen als meine Eltern sich für 2 Jahre trennten. Ich selber habe vieles erlebt und brauche heut zu Tage viele Therapiesitzungen um dies zu verarbeiten. Und ich kriege wirklich unschön ausgedrückt das kotzen wie es hier zum Teil verherrlicht wird oder milder gesprochen wird. Denn dies ist es ganz und gar nicht. Es ist ein Teufelskreis der Manipulationen , Menschen in ihren Schicksalen das Gefühl von Geborgenheit zu übertragen nur um sie in den Bann zu ziehen

  7. Ich habe das Buch auch gelesen und fand es extrem spannend. Ich habe glaub noch nie ein Buch so schnell gelesen, wie dieses!!
    Bin ich froh, dass ich nicht wie Hanna leben muss.
    Es zeigt neu auf, wer di Zeugen Jehovas sind und was sie tun.
    Es ist berührend echt.

  8. Hier schreiben viele ehemalige ZJ rein, Leute, die dem Glauben zwar den rücken gekehrt haben, aber dennoch posivites darüber sagen. Gibt euch das zu denken? Ich möchte das Ganze gern mal aus meiner Sicht erklären.

    Ich BIN eine Zeugin Jehovas, ich habe dieses Buch nicht gelesen, sondern den Inhalt nur diesem Artikel entnommen. Eigentlich bin ich nur zufällig hier gelandet, weil ich für die Schule über ein anderes Buch recherchieren muss.

    Ich kann für alle meine Freunde und mich selbst als JZ sagen, dass das, was dort steht nicht stimmt. Ich bin 15 und wurde noch nie zu irgendwas gezwungen, was ich nicht wollte.
    Ich darf handeln, wie ich möchte. Jeder von uns darf das, es hat immerhin einen Grund, dass Gott uns einen freien Willen geschenkt hat.
    Ich gehe freiwillig in den Predigdienst. Bei uns raucht auch niemand, höchstens Interessierte, die unsere Zusammenkünfte besuchen oder mit einem ZJ ein Bibelstudium haben.
    Ob ich in Übereinstimmung mit der Bibel handle, ist ganz allein meine Entscheidung. Das ist auch der Grund, wieso JZ nicht als Kind schon getauft werden. Wir sollen selbst entscheiden dürfen, welchen Weg wir gehen wollen. Ich habe mich letztes Jahr im Sommer taufen lassen und das war die beste Entscheidung, die ich in meinem Leben machen konnte !

    Die Behauptung, das es nicht leicht ist, den Glauben zu verlassen, ist falsch. man darf gehen, wann immer man möchte. Auch die Aussage, dass man eingesperrt wird, ist ein Witz. Ich kann von mir selbst als getaufte ZJ sagen, das ich noch nie so viel Freundlichkeit und Herzlichkeit erlebt habe, wie unter meinen Glaubensbrüdern und -schwestern.

    Dieses Buch sagt NICHT aus „wer die Zeugen Jehovas sind und was sie tun.“ Es verbreitet noch weiter Gerüchte.
    Ich wäre so dankbar, wenn sich Leute ihr eigenes Bild über uns machen würden, anstatt das zu glauben, was jemand selbst nur aus zweiter Hand weiß.

    Wer möchte, kann gerne mal die offizielle Website besuchen und sich über uns informieren.( http://www.jw.org ) wer sich damit beschäftigt, wird merken, das ZJ ganz anders sind, als die Horrorgeschichten, die erzählt werden.

    Ich hoffe, das hat euch weiter geholfen :-)
    Liebe Grüße,

    Emmely

    1. aber versteh das doch… es sind die menschen die so böse sind…. nicht die zeugen.

      P.S ich fand das buch genial. spannend. atemberaubend.
      ich bin keine ZJ

      Liz*

    2. Ich finde es auch prutal wie dieses buch verfasst ist. Mein Vater ist ein JZ und ich möchte mich auch taufen lassen und die Meinung von Emmely Holm ist absolut passend jeder der so denkt wie im buch beschrieben der kennt die Wahrheit nicht und man sollte nicht über etwas beurteilen das man gar nicht selbst kennt

      1. wenn du (bzw. ihr) so klugscheisst, und findet das alles in diesem buch nicht stimmt, dann schreibt doch selber ein buch und lass jana frey, die geniale autorin, in ruhe. meint ihr das jana nichts besseres eingefallen ist als zu lügen? vorallem, kennst du hannah persöndlich? Nein? warum BEHAUPTEST du dass es gelügt ist? ey, gets noch? alter, alles, einfach ALLES müsst ihr/du negativ beurteilen. das geht GAR NICHT! ihr/du musst nicht mit deinem „gespräch“ andere beeinflussen, NUR weil DU/IHR es anders habt. aber ich denke, du ( ihr) bist zu diesem Buch noch nicht herangewachsen.
        und noch etwas… nur weil du (ihr) es nicht so hast, heisst es NOCH LANGE NICHT dass es überall so sein muss wie bei dir/euch!

        denk nach mädel! ; ist dir deine mami gestorben, und ist eine zj zu dir/euch gekommen? warst du plöztlich in einer völlig anderen religion? oder bist du schon seit der geburt eine zj? ÜBERLEGE DOCH MAL!

        sorry leuts aber so etwas kann ich GAR NICHT leiden! da weiss man grad mit WEM man zu tun hat…

        p.s ich bin zwar keine zj aber ich bin vollkommen der meinung, dass man über andere menschen nicht so herfallen soll. und dann auch wenn man sie überhaupt nicht kennt.

        p.p.s: von rechtschreibung rechtschreibung noch nie was gehört, oder? „P“rutal = „B“rutal!

        also… denkt daran was ich dir/euch gesagt habe.

        lg Liz*

      2. Ich recherchiere über das Buch, weil ich es für meine Ausbildung brauche. Daher interessieren mich auch die Meinungen von euch. Hannahs Geschichte beruht auf der Wahrheit, hat die Autorin öffentlich behauptet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine so erfolgreiche Autorin lügen würde. Aber gut, dass hätte man von einem gewissen Politiker in Bezug auf seine Doktorarbeit auch nicht erwartet ;)
        Aber Hannahs Geschichte muss nicht jedem passieren, es kann aber. Und das ist das Schlimme.
        So etwas passiert aber auch in völlig anderen Haushalten.

        Ich hab mich auf der offiziellen Website der Zeugen Jehovas umgesehen, besonders im Bereich der Teenager. Dort werden vor allem Themen angesprochen, bei denen man in dem Alter Sorgen und Probleme hat. (Gruppenzwang, Coolnes, Mobbing, etc) Auf einer sehr vernünftige Weise. Das man sich in der Pupertät leicht beeinflussen lassen kann, weil man einfach diese Probleme jetzt sofort gerne weg haben möchte, lässt sich auch nicht bestreiten. Etwas arg aufallend fand ich, dass Werbung verteufelt wird. Aber gut, sollen sie.

        Ich habe nichts gegen die Zeugen, sie waren immer höflich und nicht aufdringlich. Aber das es Fälle gibt, in denen alles toll läuft, hat nichts mit Hannahs Geschichte zu tun. Wichtig ist, dass man auf die Fälle aufmerksam wird, in denen es nicht gut läuft, und das diesen Menschen geholfen wird, davon los zu kommen, wenn sie es wollen und sie auch ziehen lassen.

        Und was das Thema Sekten angeht, wenn ich der Katholischen Kirche den Rücken kehren würde, dann würde ich nur noch kaum einen Job finden, weil meine Anstellungsträger fast alle Kirchlich sind. Es kommt also immer auf die Perspektive an ;)

  9. Das ist ein scheiss Buch. Das stimmt gar nicht. Ich werde nicht von meinen Mitschülern gemieden und trage keine seltsame Kleidung und darf an Schulaktivitäten Teilnehmen. Das Buch gehört verboten!!! WIR SIND KEINE SEKTE!!!

      1. Du sagst, dass die Leute, die gegen dieses Buch etwas sagen, noch nicht erwachsen genug sind. Aber du reagierst mit „du bist scheiße“ ?! Fragt sich wohl, wer hier nicht erwachsen genug ist.
        Noch dazu beschwerst du dich über die Rechtschreibung der anderen, schreibst aber in einem deiner Kommentare: „behauptest du dass es gelügt ist“.
        Gelügt??! … Gelogen hätte wohl besser gepasst, da es das Wort „gelügt“ nicht einmal gibt. ;)
        In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit, somit darf jeder seine Meinung FREI äußern, ohne verurteilt, beschimpft und/oder runtergemacht zu werden. „du bist scheiße“. Das ist keine Art. Mach dir Gedanken drüber!
        Lg A.

  10. Es macht mich ja durchaus stutzig, dass diese Rezension die ist, die auf diesem Blog die meiste Beachtung erhält, noch Jahre, nachdem sie veröffentlicht wurde. Googelt da jemand das Buch und kommentiert da jede einzelne Rezension? Und wenn ja, wieso?

  11. Oben steht: „Trotzdem wird nicht ganz klar, ob es Hannah wirklich gibt oder ob Frau Frey ihre Geschichte nur noch etwas glaubhafter machen möchte. Dass die Geschichte aber auf jeden Fall authentisch ist, bestätigt am Ende des Buches eine Sektenexpertin, also kann der Leser sicher sein, dass ihm nicht nur erfundene Horrorgeschichten über die Zeugen Jehovas erzählt werden.“

  12. Ich glaube die Zeiten haben sich auch ein wenig verändert, wenn man bedenkt, dass die Geschichte selbst sich in den 1980ern zugetragen hat!

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