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Die müde Kriegerin kehrt heim

Und wie müde! Todmüde! So müde, dass ich Samstagnacht nur noch ins Bett gekippt bin und sofort eingeschlafen bin. Uff!

Mein Messetag begann um 6 Uhr früh, um mich fertig zu machen, um kurz vor 7 wurde ich dann von Kari abgeholt und um viertel 8 saßen wir im Zug auf unserer Reise nach Leipzig. Anfangs lief noch alles gut, wir kamen in Kirchenlaibach an, bewunderten die ersten Cosplayer von vielen vielen, die noch folgen würden und bestiegen den Anschlusszug. Doch dann begann Odysee 1: Kurz vor Hof wurde uns mitgeteilt, dass wir doch bitte in Hof aussteigen sollten, der Zug würde nicht mehr weiterfahren. ———- ( Effektvolle Pause (; ) Großes Geschrei im Zug, so ziemlich jeder wollte nach Leipzig und fürchtete um seinen Anschlusszug. Das Ganze hat sich dann aber recht schnell geregelt, wir stiegen einfach in den nächsten Zug ein und weiter ging die Reise, begleitet von noch mehr Cosplayern, die zu meinem Leidwesen die Zugtoilette dazu benutzten, sich umzuziehen, während ich davor von einem Bein aufs andere hüpfte. Immerhin sahen die meisten ganz hübsch aus, wenn man von den wandelnden Bonbons und den eindeutig zuviel zeigenden Frauen mal absieht.

In Leipzig holte uns dann Steff ab und als Frau mit Ahnung brachte sie uns sicher zur Buchmesse. Als wir dann gezahlt hatten, die Messe betreten und unsere Jacken abgegeben hatten, war ich erstmal komplett überfordert und wusste gar nicht mehr, wohin ich zuerst kucken sollte. Das war ja meine erste Buchmesse!  Brav bin ich dann einfach den anderen gefolgt. Trotz allem war ich erstmal total geflasht und war so langsam, dass ich erst nichtmal gemerkt habe, wenn Sachen verschenkt wurden. In meinem großen Schock und ausgeprägter Verwirrtheit war ich dann sogar so unsichtbar für die Frau am Jokersstand, dass ich erst gar keinen Buntstift bekommen habe. *schnüff* Sie hat mich sicher mit einer Statue verwechselt oder sowas.

Mit der Zeit habe ich mich dann aber aklimatisiert, fleißig Leseproben etc abgestaubt und war ganz zufrieden mit meiner Situation.

Und dann kam Halle2. Halle 2 bedeutete für mich zwei Dinge: Lieblingsverlage gepaart mit Massen, MASSEN an Cosplayern. Sozusagen Freude und Schrecken auf einem Haufen. Ich war sofort verliebt in den „Kinder machen Bücher“-Stand und habe dann alle dazu gezwungen, am Rückweg nochmal danach zu suchen, weil ich unbedingt dort was kaufen wollte. Außerdem habe ich mich wieder in meiner unglaublichen Peinlichkeit geübt, indem ich mich auf einen lebensgroßen Jacob-Pappaufsteller gestürzt habe. Hach <3

Mit der Zeit taten mir aber höllisch die Füße weh und ich war froh, als Steff und ich uns eine Pause gönnen konnten. Denn nachdem wir von Mengen an Cosplayern und Vor-Cosplayern-Flüchtenden durch Gänge gequetscht wurden, wobei mir meine Hinterfrau fröhlich lachend ihre Tasche in den Rücken getrieben hat und dabei rief: „Ja, schiebt, schiebt!“ war ich froh, dass wir wieder Luft hatten und keine hundert Pferde konnten mich mit Jojo und Kari nochmal dazu bringen, mit zur „Zauberer von Montparnasse“-Signierung zu gehen. Nachdem die beiden dann mehr oder weniger unerfolgreich wieder da waren, begaben wir uns zum Stand von Skript5, um uns Bettina Belitz anzuhören. Bettina Belitz war auch da, zusammen mit Isabel Abedi (<3 Wir brachen alle in bewunderndes Seufzen aus.).  Nur verschwand Frau Belitz dann plötzlich und ward nimmer gesehen. Kari rettete uns dann, indem sie ein Poster fand, auf dem der wirkliche Lesungsort stand. Als wir dort ankamen, bekamen wir aber nur noch schlechte Plätze, hörten Frau Belitz gar nicht, dafür eine neben uns lautstark telefonierende Jugendliche. Zumindest Steff und ich hatten Spaß, denn Kari und Jojo machten sich auf zur Mission „Erebos signieren lassen“. Nach der Lesung wanderten wir zurück zum Stand von Skript5, um dort unsere Poster signieren zu lassen, nur um dann zu merken, dass Bettina Belitz wiederum wo anders signieren würde. Und weil „wo anders“ gleich neben einer der Messebuchandlungen lag, brachte mich Kari dann dazu, mit Splitterherz zu kaufen, damit ich meine persönliche Widmung darin haben könnte. Dabei wollte ich doch kein Buch kaufen! Tztztz.

Nachdem das ausgestanden war und sich die Hallen schon merklich räumten, wanderten wir noch einmal durch die Hallen und alle anderen gönnten sich einen Kaffee. Leider meldete sich zu diesem Zeitpunkt meine Blasenverkühlung wieder. *nöhl* Also wenn ich gegen Ende der Messe ein bisschen unleidlich war, tut mir das leid, aber wenn ich krank bin, kann ich unausstehlich werden… *schäm*

Steff brachte uns wieder heil zum Bahnhof und wir mussten uns wieder verabschieden. Es war trotzdem schön, dich mal getroffen zu haben (:

Voll beladen, mit schmerzenden Füssen und Schultern vom Tütenschleppen, fuhren wir dann nach Hause, was wir durch ein Wunder sogar heil geschafft haben.

Heute bin ich halb tot, mir tut alles weh, angefangen von meinen Zehen bis zu meinen Schultern, aber ich bin zufrieden. Aber ob ich mir je wieder eine Büchermesse antue, weiß ich nicht. Zumindest nicht an Tagen, an denen sie für alle Besucher zugänglich ist.

Bilder im Anhang:

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8 Kommentare zu „Die müde Kriegerin kehrt heim

  1. Hallo Holly!
    Die Leipziger Buchmesse ist an allen vier Tagen für Besucher zugänglich, der Samstag war der besuchsstärkste. Donnerstag, Freitag und heute war es erheblich besser zu ertragen! Kein Wunder, daß Dir die Füße weh taten, Euer Tag war ja ganz schon lang! Ich empfand die Messetage als sehr anregend, aber auch ermüdend ;) Lg von der diese Nacht noch in Leipzig verbringenden Natira

  2. Klar tust du dir noch mal eine Büchermesse an! Die in Frankfurt, wenn wir durch Steff direkt an der Quelle sitzen. ^^ Und vorher trainieren wir einfach unsere Füße/Schulter/Rücken und was sonst noch so weh tun könnte! :D

  3. Ich bin die frau die Ahnung hat???*g* Danke…aber auch nur bis zur Messe…Danach war ich auch leicht überfordert ;)
    Ich fand es auch sehr schön und Basenentzündungen sind schlimm…Und das auch noch wenn man unterwegs ist ist noch blöder!!!

  4. Ui, Samstag! Freitag fand ich es schon voll, aber als ich dann sah, was an diesem Tag los war, stand mir der Mund offen.
    Die Cosplayer sind aber super süß! wenngleich ich ebenfalls fand, dass einige Mädels etwas ZU wenig anhatten.
    Erschöpft war man, aber es war eine dieser zufriedenen Erschöpfungen. Ich habe übrigens kein uch gekauft ;) Dafür paar andere Dinge.

  5. Ein Fachbesuchertag wär wirklich nicht schlecht gewesen. Samstag war es so höllisch voll, wie hast du es bloß bis zum Ende ausgehalten? Bin schon gegen 15 Uhr geflüchtet *g*
    Allerdings muss ich sagen, dass sich ein Steh- und Laufjob letztendlich auszahlt; hatte zwar auch schmerzende Schultern durch schwere Taschen aber meinen Füßen gings die ganze Zeit über prima =) Also, vor Frankfurt regelmäßig lange Spaziergänge machen ;-)

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