Suzanne Collins „The Hunger Games“

Reihe: The Hunger Games

Band: 1

Verlag: Scholastic (Januar 2009)

Seiten: 464

ISBN: 1407109081

Preis: 8 €

Inhalt

Nordamerika der Zukunft: Jedes Jahr finden die Hunger Games statt, in denen sich je ein Junge und ein Mächen der 12 Distrikte in einem tödlichen Kampf gegenüberstehen. Als ihre 12jährige Schwester als Tribun ausgelost wird, meldet sich die 16jährige Katniss freiwillig für die Arena. Gemeinsam mit Peeta reist sie ins Kapitol und von dort aus in die Arena, wo ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt, den nur einer überleben kann.

Meinung

„The Hunger Games“ fesselt den Leser von der ersten Minute an. Dabei ist die Idee nicht neu. Auch, wenn die Autorin angibt, ihre Inspiration aus dem Fernsehen gezogen zu haben, wird bei manchen doch ein Aha aufklingen, wenn ich sage: Battle Royale. Auch hier geht es um ein Spiel, das nur ein Teilnehmer überleben kann.

Dieses Buch lebt nicht nur, aber auch von seinen Protagonisten. Katniss hat nach dem Tod ihres Vaters nichts anderes getan als seinen Platz eingenommen. In District 12, dem Kohleförderdistrikt, herrscht große Armut. Gemeinsam mit ihrem Freund Gale streift Katniss durch die Wälder, um zu jagen und Essen zu sammeln. Ihre Mutter hat sich nie ganz von dem Verlust ihres Ehemanns erholt und so nimmt Katniss für ihre Schwester Prim auch deren Stelle ein. Umso schockierter ist Katniss, als Prims Name aus dem Lostopf gezogen wird – hatte sie doch alles dafür getan, dass deren Chancen so niedrig wie möglich standen. In der Arena zeigt sich Katniss als ungewöhnlich überlebenswillig – waren doch die bisherigen Tribune aus Distrikt 12 bis jetzt immer unter den frühen Toten.

Ihr Mittribun Peeta dagegen ist schwer einzuschätzen. Schon als Kind hat er Katniss‘ Leben gerettet, als sie und ihre Familie kurz vor dem Verhungern waren. Als Bäckerssohn schätzt Katniss ihn als weich und verwöhnt ein, irrt sich aber gewaltig. Die ganze Zeit über fällt es ihr schwer, Peeta richtig einzuschätzen – ist er ihr Freund oder ihr Feind? Ist seine Nettigkeit nur gespielt oder mag er sie wirklich? Auch der Leser weiß lange nichts mit Peetas Verhalten anzufangen.

Die Welt, in der die Hunger Game stattfinden, ist gut durchdacht und ein kleines Highlight. Nordamerika wurde durch mehrere Naturkatastrophen zerstört und die Bewohner führten um die letzten bewohnbaren Gegenden Krieg. Es entstand das Kapitol und um das Kapitol herum 13 Distrikte, jeder mit einer eigenen Aufgabe: Kohleförderung, Juwelenabbau, Getreideanbau, etc. Nachdem Distrikt 13 rebelliert hatte und niedergeschlagen wurde, wurden die Hunger Games eingeführt, eine Rache des Kapitols. Sobald ein Kind 12 wird, wird sein Name in den Lostopf geworfen und mit jedem Jahr einmal mehr. Außerdem können die Kinder sich gegen weitere Lose Essen für ihre Familien erkaufen. Einmal im Jahr werden je ein Junge und ein Mädchen gezogen, die sich dann bei den Hunger Games beweisen müssen. Die Sieger bringen ihrem gesamten Distrikt Essen ein.

Wie die Hunger Games wirklich funktionieren, erfährt der Leser erst im Laufe des Buches. Zwar hat er anfangs eine Grundidee, doch die niederträchtigen Tricks der Spielemacher werden ihm erst nach und nach offenbart. Das sorgt immer wieder für Schockmomente. Der Leser ist dauerhaft hin und hergerissen zwischen der Faszination an den Spielen und der Abneigung gegen diese Brutalität.

Mit „The Hunger Games“ hat Suzanne Collins eine süchtig machende Reihe geschaffen und man möchte das Buch nicht aus der Hand legen, bevor man nicht die letzte Seite gelesen hat.

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2 Gedanken zu “Suzanne Collins „The Hunger Games“

  1. Sarah schreibt:

    Das Buch habe ich auch letzten Monat gelesen. Ich war überrascht wie toll es geschrieben ist und freue mich schon wahnsinnig auf den Folgeteil!

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