Rezensionen

|Rezension| Amber Kizer „Meridian“

Reihe: Meridian

Band: 1

Verlag: Delacorte Books for Young Readers (August 2009)

Seiten: 320

ISBN: 0385736681

Preis: 11,80 €

Inhalt

Seit Meridian denken kann, sterben Tiere in ihrer Nähe. Doch als kurz vor ihrem 16. Geburtstag eine Gruppe Jugendlicher bei einem Autounfall stirbt, bei dem sie daneben steht, wird sie von ihren Eltern mit einem Brief in ein Taxi gesetzt und auf die Reise zu ihrer Tante geschickt. Dort erfährt sie, dass sie eine Fenestra ist und sie tote Seelen ins nächste Reich begleiten soll. Mit Hilfe ihrer Tante und dem jungen Tens lernt sie, ihre Aufgabe zu erfüllen. Doch nicht jeder ist auf Meridians Seite und die Stadt wettert gegen sie und ihre Tante unter Führung des charismatischen Pastors Perimo.

Meinung

Die Grundidee von „Meridan“ ist nicht übel. Die Umsetzung ist dagegen größtenteils einfach nur mittelmäßig. Die Charaktere bleiben durchgehend oberflächlich, obwohl sich die Autorin redlich bemüht, ihnen Tiefe zu verleihen, indem sie ihnen Vorgeschichten und Macken andichtet. Auch sind die Charaktere durchaus nicht unsympathisch. Doch gerade die Beziehung, die am dynamischten sein sollte, wirkt verworren und unausgegoren – die Beziehung zwischen Meridian und Tens. Als Meridian bei ihrer Tante ankommt, behandelt Tens sie seltsam, redet nicht mit ihr und wenn, dann nur böse, ist übertrieben hart zu ihr, was ihr Training angeht, bis er plötzlich eine 180-Grad-Drehung macht und freundlich zu ihr ist. Und Meridian ist auch – schwupps, ganz plötzlich – verliebt in ihn.

Auch die restliche Geschichte ist einerseits sehr schwarz-weiß gehalten, andererseits auch schon fast wieder zu abgehoben. Die Bösen sind einfach die Bösen, die Guten sind die Guten und fertig. Vor allem, was die Anhänger des Pastors angeht, wäre ein wenig Unterscheidung nicht schlecht gewesen. Denn Pastor Perimo übernimmt nach und nach eine ganze Stadt und dafür reicht es nicht aus, dass er einfach nur gut aussieht und in schlechten Zeiten eine Rettung geboten hat, denn dass es nicht auffällt, dass erst nach seiner Ankunft die Katastrophen passieren, die den fanatischen Glauben der Leute stärken, ist sehr unwahrscheinlich. Auch, dass er alle Steuern selbst einstreicht und in der Zeitung zu Blutvergießen und Gewalt aufruft, kann auf Dauer doch nicht von außerhalb so komplett ignoriert werden.

An sich ist Meridian nicht so schlecht, wie es jetzt klingt. Es lässt sich leicht lesen, es ist streckenweise spannend und das Ende lässt auf eventuell interessantere Nachfolger warten. Nur wurde an der guten Idee einfach viel Potential wegfallen gelassen.

Advertisements

4 Kommentare zu „|Rezension| Amber Kizer „Meridian“

  1. Den zweiten Teil auf jeden Fall, mal sehen, ob es doch noch besser wird, jetzt wo die Beziehungen hergestellt sind (: Ich fands ja gar nicht soooo schlecht, es war schon gut zu lesen, mir ging das alles nur ein bisschen schnell, vor allem eben das mit Meridian und Tens.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s