|Rezension| Suzanne Collins „Catching Fire“

Dt. Titel: Tödliche Liebe

Reihe: The Hunger Games

Band: 2

Verlag: Scholastic (September 2009)

Seiten: 480

ISBN: 1407109367

Preis: 8,15 €

Inhalt

Katniss und Peeta haben die Hunger Games überlebt – gemeinsam. Doch seitdem gilt Katniss als Anstifterin einer Rebellion. In verschiedenen Distrikten gibt es Aufstände und der Präsident verlangt von Katniss, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie nur aus purer Liebe und nicht aus einem rebellischen Gedanken heraus gehandelt hat. Doch Katniss ist nicht überzeugend genug – und darf nicht allein für ihren Fehler büßen.

Meinung

Eigentlich könnte Katniss froh sein. Sie hat nicht nur die Hunger Games überlebt, sondern auch Peeta mit sich nach Hause gebracht. Damit sind die beiden die ersten doppelten Sieger des grausamen Wettbewerbs. Doch der Trick, den die beiden anwenden mussten, wird in den Distrikten als Akt der Rebellion aufgefasst. Der Präsident ist darüber stinksauer und droht Katniss, dass wenn sie die Massen auf ihrer Siegertour nicht beruhigen kann, nicht nur sie selbst dafür büßen muss. Doch Katniss versagt und Preis dafür ist hoch – ihr Distrikt wird strenger geführt denn je, Gale wird ausgepeitscht und als die Tribute für die 75sten Hunger Games bekannt gegeben werden, steht Katniss Welt Kopf – denn sie kehrt zurück in die Arena.

„Catching Fire“ ist für den Leser eine Achterbahn der Gefühle. Zum einen ist da Katniss Zwiespalt der Gefühle, was Gale und Peeta betrifft. Nach der Rückkehr in den Distrikt reden Katniss und Peeta kaum miteinander. Sie hat ihm zwar erzählt, dass ihre Gefühle in der Arena nur gespielt waren, ist sich jedoch gar nicht so sicher. Die Situation wird dadurch noch schwieriger, dass Gale Katniss kurz nach ihrer Rückkehr küsst. Doch nachdem der Präsident bei ihr zu Hause auftaucht und ihr droht, bleibt ihr nur eine Lösung: Sie muss weiterhin so tun, als hätte sie aus reiner Liebe gehandelt und ihr restliches Leben mit Peeta verbringen.

Doch auf der Tour macht Katniss falsch, was sie nur falsch machen kann. Als sie in Distrikt 11 eine Rede für Rues Familie hält, zollen ihr alle anwesenden Bewohner Tribut, was damit endet, dass manche von ihnen erschossen werden. Katniss zeigt sich wieder als Vorbild für eine Rebellion gegen das Capitol. Da es ab dann kein Zurück mehr gibt – auch wenn Katniss und Peeta versuchen, die Situation noch zu retten – beschließt Katniss vorerst, die Rebellionen zu unterstützen. Doch dann geschieht das Unglaubliche, das auch dem Leser den ersten großen Schock verpasst. Anstatt wie normalerweise aus den Kindern der Distrikte die neuen Tributen zu ziehen, werden zum Jubiläum der Spiele die Spieler aus den Reihen der bisherigen Sieger gezogen. Da Distrikt 12 nur drei Sieger hat – Katniss, Peeta und Haymitch – bedeutet das, dass alle drei zurückkehren werden. Zwei in der Arena, einer als Mentor. Also landen Katniss und Peeta erneut in der Arena.

Dass bei diesen Spielen alles anders ist, merkt der Leser schnell. Nicht nur die interessante Idee der neuen Arena, die Allianzen, die Katniss und Peeta mit anderen Spielern schließen, sondern auch das Verhalten der anderen Spieler geben den Protagonisten und dem Leser Rätsel auf.

Das Ganze gipfelt in einem Ende, das den Leser zugleich sprachlos, wütend und traurig zurücklässt und das Warten auf Band 3 fast unerträglich macht.

Mit den Hunger Games ist Suzanne Collins eine Reihe gelungen, die den Leser noch Tage danach zum Nachdenken über das Buch zwingt.

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