|Tag 4| Mein absolutes Hassbuch

Mein absolutes Hassbuch ist „Arcadia“ von Samantha Devin. Es war das erste Buch, das ich für Booklove rezensiert habe, weswegen ich gezwungen war, den kompletten Mist von vorne bis hinten zu lesen. Haben wollte ich es eigentlich nur, weil es in Brighton spielen sollte.

In einer Höhle bei Brighton wird die Leiche der elfjährigen Gloria gefunden. Ihr nackter Körper ist in ein Ziegenfell gewickelt. Unter einer blutigen Mischung aus Milch und Honig schimmern Brandblasen auf ihrer Haut. Vergorene Granatapfelkerne füllen ihren Mund, aus ihren smaragdgrünen Augen spricht das Grauen. Zwei Jahre später klingelt bei der Schriftstellerin Julia Aridell das Telefon: Et in arcadia ego sagt eine Stimme und legt sofort wieder auf. Das rätselhafte Zitat erinnert Julia an den mysteriösen Mordfall und setzt Ereignisse in Gang, die bald nicht mehr aufzuhalten sind. Die Beschäftigung mit dem Fall wird für Julia zur gefährlichen Obsession, die ihr Leben und Denken für immer grundlegend ändern wird. Schließlich trifft sie auf den sechzehnjährigen Daniel, Glorias Bruder. Mit seiner Schönheit, seinem Enthusiasmus und seinem Talent als Musiker und Schauspieler begeistert er sein Umfeld. Auch Julia, die seine Mutter sein könnte, fühlt sich magisch zu Daniel hingezogen.

Wieso ich dieses Buch so abgrundtief hasse? Zum einen wegen der Protagonistin, die sich selbst so unglaublich und herzzerreißend leid tut, dass gegen sie jede Protagonistin in einem Adrian wirkt wie purer Sonnenschein. Julia ist ein echtes Armi, weil ihre Mami ihr immer alles vorgeschrieben hat und ihr Job macht ihr auch keinen Spaß mehr,also hört sie als Journalistin einfach auf und vergräbt sich in ihrer Wohnung, bis sie diesen müüüüsteriöööööösen Aruf bekommt und völlig unlogisch wieder beginnt herumzurecherchieren ( Wen mich jemand nachts anrufen würde und Zeug in den Hörer flüstert, würd ich mir ja nur in die Hose machen vor Angst, aber was solls. ).

Diese allein schon nervtötende Protagonistin stolpert also in eine Ermittlung, wo sie auf einen Jungen trifft, der mehr als halb so alt ist wie sie. Den trifft sie öfter mal nackt und ein bisschen wirr im Kopp, weil er sich für einen Gott hält, aber erstaunlicherweise findet die Protagonistin das so richtig antörnend. Also schläft sie mit ihm und seinem ( Achtung, FSK 18 ) unglaublich großen, voluminösen, wirklich umwerfend schönen Penis. Wirklich. Es werden Seiten darauf verwendet, seinem Penis zu huldigen. Uff -.- Daniel schläft sowieso mit allem, egal ob Kleinkind, klapprige Oma, Typ oder kleine Schwester. Ja, richtig gehört, Schwester. Denn dass man nicht mit Kindern und nahen Verwandten Sex haben soll, ist ein blödes Vorurteil und völlig unnötig. Am Ende (Spoiler!) stellt sich praktischerweise dann auch noch heraus, dass Julia Daniels große Schwester ist. Diese freudige Nachricht müssen die beiden gleich mal mit einem Nümmerchen feiern.

Oh, aber wartet mal, sollte das nicht ein Thriller sein? Nagut, also, um dem Titel doch noch gerecht zu werden, nachdem es sich bis hierhin nur um Sex und große Penisse von Minderjährigen und Götter gehandelt hat, wird Daniel nochmal schnell erstochen und für den Mord an irgendwem verantwortlich gemacht. Fertig.

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8 Gedanken zu “|Tag 4| Mein absolutes Hassbuch

  1. Kari schreibt:

    Manchmal glaube ich wirklich, dass heutzutage jede Buchidee auch veröffentlicht wird… da braucht man keine Angst mehr vor dem Schreiben haben und dem Gedanken, dass kein Verlag das eigene Manuskript haben will…

    • umblaettern schreibt:

      wenn ich es noch hätte, hätte ich es detailliert auseinandernehmen können. Aber irgendeine arme Seele hat es bei TT ertauscht ^^

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