|Rezension| Rachel Caine „Feast of Fools“

Reihe: The Morganville Vampires

Band: 4

Verlag: Signet (Juni 2008)

Seiten: 256

ISBN: 0451224639

Preis: 5,40 €

Inhalt

Noch schlimmer geht immer, muss Claire erfahren. Nicht nur, dass Shane von Eve’s verrücktem Bruder niedergestochen wurde, auch ihr Lehrmeister Myrnin hat kaum noch klare Momente. Dass sie Monica aus Versehen fast getötet hätte, will sie sich gar nicht vorstellen. In ihrer Haustüre steht Mr. Bishop mit seinen beiden nicht minder gefährlichen Begleitern, im Schlepptau Claire’s Eltern, die nach Morganville ziehen wollen, um näher bei ihrer Tochter zu sein. Bishop ist älter als jeder andere bekannte Vampir und möchte dringend seine Tochter treffen – Amelie. Und wenn Claire das nicht hinbekommt, dann gnade ihr Gott.

Meinung

Band 4 schließt nahtlos dort an, wo Band 3 aufgehört hat. Das Glass-Haus wird okkupiert von Mr. Bishop – der unbedingt seine Tochter sehen möchte – und dessen beiden Begleitern Francois und Ysandre. Das passt weder den Bewohnern, noch dem Haus. Mehr als in den Bänden zuvor zeigt sich in „Feast of Fools“, dass das Haus einen eigenen Kopf hat und selbstständig handeln kann. Das ist auf der einen Seite nicht verwunderlich, da ja schon von Anfang an klar ist, dass das Haus kein normales Haus ist, schließlich hat es Michaels Leben gerettet. Und dass die Temperatur bei der Anwesenheit ungeliebter Personen fällt, ist auch noch verständlich. Doch als das Haus von selbst einen Vampir vor die Tür setzt, grenzt es schon ein bisschen ans Übertriebene. Das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt an „Feast of Fools“, denn ansonsten ist es spannend zu lesen.

Natürlich sitzt Bishop nicht ständig in Claires Haus. Amelie sorgt dafür, dass er eine Unterkunft bekommt und veranstaltet für ihren Vater ein „Willkommensfest“. Die erste Einladung, die ins Glass-Haus einfliegt, ist eine von Ysandre an Shane. Die Vampirin hat Gefallen daran gefunden, ihn zu quälen und damit auch Claire. Mehrmals macht sie Shane sexuelle Avancen und dringt sogar in sein Gehirn ein, um ihn schwach zu machen, doch Shane widersteht bis dahin. Doch die Einladung eines Vampirs – vor allem nicht die eines Vampirs, der stärker ist als jeder andere, den man kennt – lehnt man nicht einfach so ab. Die zweite Einladung kommt für Michael – doch dieser läd nicht Eve zum Fest ein, sondern Monica Morrell. Aber auch Eve und Claire schaffen es, sich Einladungen für die Feier zu ergattern.

In „Feast of Fools“ wird die Feindschaft zwischen Amelie und Oliver vorrübergehend aufgehoben, weil sie beide besorgt sind, was Bishop ihrer Stadt antun möchte. Sie mögen sich zwar immernoch nicht, doch keiner von beiden will seine (mögliche) Herrschaft an den alten Vampir abgeben. So kommt es zu beinahe seltsamen Situationen, die Oliver wieder sympathisch machen. Der Leser weiß nicht mehr, woran er ist – wer sind die Guten und wer die Bösen?

Eines meiner persönlichen Highlights war wieder Myrnin, der sich zu einem sehr interessanten Charakter entwickelt. Claire forscht mit Hilfe eines Arztes im Auftrag von Amelie immernoch an einem Heilmittel. Sie schafft es, ein Mittel zu finden, dass Myrnins klare Phasen auf bis zu fünf Stunden ausdehnen kann. Besonders interessant ist Myrnin auf dem Maskenball, da er zwischen Genie und Wahnsinn zu schwanken scheint, was sein Clownskostüm noch verstärkt. Sein Abgang aus dem Saal war eine der besten Szenen im ganzen Buch.

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