|So tickt die Frau| Kapitel 2.1: Böse Wörter

Im letzten Kapitel haben wir gelernt, dass wir hormongesteuert sind. Heute lernen wir böse Wörter kennen.

Um das von vornherein mal klarzustellen: Liebe ist gesellschaftlich konstruiert, denn die Evolution hat ja nur vorgesehen, dass wir uns paaren, das Kind großziehen, bis es selbstständig vor Löwen davonlaufen und sich ein Gnu schießen kann und dann sucht man sich das nächste Weibchen zur Begattung. Wer denkt, dass etwas anderes uns zusammenhält als der Sexualtrieb, der irrt. Gut, dass wir das geklärt haben. (Ich hätte ja meinen Po darauf verwettet, dass irgendwo in dem Buch mal dieser Teil auftaucht. Nachdem ich bei Lara Adrian schon so gut im Orakeln war, sollte ich vielleicht zum Fernsehen gehen um morgens um 6:oo Karten legen. Lehrer ist auch ein viel zu überbewerteter Beruf.)

Wir erreichen das erste große Wort. L-I-E-B-E. Klären wir die populärsten Irrtümer über Liebe auf: Sie hält nicht ewig, jeden Mann oder jede Frau, mir der wir geschlafen haben, haben wir geliebt. Setzen wir also sofort mal Sex mit Liebe gleich. Yeah. Liebe überwindet auch nicht alles und manchmal ist Liebe nicht genug. Hier widerspreche ich nicht einmal. Das ist das erste Kluge, was hier im Buch steht. Macht ein Kreuz im Kalender! Liebe auf den ersten Blick ist auch nicht die einzig wahre. Gekauft. Liebe macht auch nicht zu einem besseren Menschen. (Der Irrtum ist so populär, dass er irgendwie an mir vorbeiging.)

Kommen wir zu Wort zwei: Treue. Treue ist doof. Treue zu erwarten macht unsere Beziehung kaputt und säht Eifersucht. Es folgt ein kleiner Vortrag ähnlich dem der Post-24-Uhr-Werbung für treffpunkt18.de. Und natürlich ist die Natur schuld, dass rund die Hälfte aller Menschen fremd geht. Das steht übrigens in einem „wissenschaftlich sehr fundierten Buch“. Achso, na dann mag das stimmen. Da steht, dass der Mann sein Gene verteilen muss. *gähn* Außerdem kann der Mann ja nie sicher sein, dass ihm nicht ein Kuckuckskind untergeschoben wurde, also muss er ja wo anders Nachwuchs zeugen, der von ihm ist. Vollkommen logisch. Die Urfrau hat ein Programm entwickelt, um Männer an sich zu binden, aber das beinhaltet ja nicht, dass er nicht wo anders rummachen darf. Hauptsache er verliebt sich nicht.

Was lernt der sexuelle Verführer daraus? Die Frau ist zwar auf eine exklusive emotionale Bindung aus, aber wenn er es richtig anstellt, nicht auf eine sexuelle.

Frauen gehen fremd, weil der weiche Mann, den sie sich zu Hause eingefangen habn, ihren Genen nicht genügt, und sie noch einen testosterongeladenen Typen brauchen, um gute Gene zu „shoppen“. So ist der arme Mann auch wirklich schlimmer dran, wenn ihm ein Kuckuckskind untergeschoben wird als die Frau, deren Mann noch ein paar andere Racker in die Welt gesetzt hat. Natürlich nur genetisch gesehen. Emotional gesehen kann der gelernte Verführer mit jeder Frau schlafen, solang er seiner Herzensdame abends dann zärtlich den Rücken krault.

Bevor ich ganz aggressiv werde, Wort Nummer drei: Beziehung. Jede funktionierende Beziehung basiert auf Sex. Keine Beziehung ohne Sex und der „überlegene Mann“ soll sich auch bloß nicht einen Milimeter ändern, das könnte mächtig schief gehen. „Eine funktionierende Beziehung aus der Sicht des überlegenen Mannes sieht so aus: eine sexuelle Partnerschaft (plus gemeinsamer Wunschliste), bei der die Frau versucht, Sie zu binden, zu dressieren und zu zähmen – es aber nie vollständig schafft.“. (Das ist ja so an sich gar nicht so falsch, aber ein wenig einfach gestrickt.)

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5 Gedanken zu “|So tickt die Frau| Kapitel 2.1: Böse Wörter

  1. Winterkatze schreibt:

    Kannst du mal für mich nachgucken, wieviele Kapitel das Buch so hat? Ich weiß nämlich nicht, ob es wirklich deiner Gesundheit zuträglich wäre, wenn du das alles so aufmerksam liest! ;)

    Was für ein Blödsinn!

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