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|Rezension| Rachel Caine „Fade Out“

Reihe: The Morganville Vampires

Band: 7

Verlag: Signet (November 2009)

Seiten: 256

ISBN: 0451228669

Preis: 5,51 €

Inhalt

Mit den neuen Umständen in Morganville könnten Claire und ihre Freunde ein relativ normales Leben führen – soweit mit Vampiren zu leben normal sein kann. Doch die Ereignisse der letzten Wochen haben Spuren hinterlassen – bei Menschen, Vampiren und der gesamten Bevölkerung von Morganville. Trotz allem versuchen alle, weiterzumachen. Eve bekommt eine Rolle in einem Musical und lernt dort Kim kennen, die Eve sofort komplett für sich einnimmt. Kims Vergangenheit bezieht auch Shane mit ein und Claire lernt eine Seite von sich kennen, von der sie nicht wusste, dass sie existieren würde. Liebe ist eben nicht einfach – das muss auch Myrnin merken, denn auch dessen Vergangenheit hat ein missgünstiges Auge auf seine Assistentin geworfen.

Meinung

Vorneweg muss ich sagen, dass „Fade Out“ mein bisher liebster Morganville-Band ist. Das liegt wohl einerseits daran, dass der geneigte Myrninfan eine ganze Menge seines Lieblings bekommt. Ich hatte ja befürchtet, dass Myrnin – da er jetzt von seiner Krankheit geheilt ist – seinen Charme verlieren würde. Doch scheinbar war Myrnin schon immer ein wenig speziell, also gab es keinen Grund zur Besorgnis. Claires Chef entwickelt eine Leidenschaft für Plüschhasenhausschuhe (mit Reißzähnen!) und sehr spezielle Haustiere (mit acht Beinen). Doch eine Leidenschaft, die er hegt, bringt nicht nur ihn, sondern auch Claire in Teufels Küche – Ada. Gegen Adas Wahnsinn stinkt Myrnin direkt ab. Der Computer ist völlig besessen von ihrem Erbauer. Myrnins Verhältnis zu seiner ehemaligen Assistentin war nämlich keineswegs nur geschäftlicher Natur. Da Myrnin offensichtlich an Claire hängt, sieht Ada sie als Gefahr und versucht, Claire umzubringen. Doch Myrnin weigert sich strikt, Adas Programm neu zu starten und besteht darauf, dass ein Gespräch Abhilfe schaffen würde. So seltsam die Idee des Vampircomputers auch war, bringt Ada als Figur doch echten Pfiff in das Buch.

In „Fade Out“ bekommt der Leser die Chance, die vier Freunde unter normalen (sprich nicht lebensbedrohlichen) Umständen zuerleben. Anstatt gegen Butsauger kämpfen sie jetzt gegen simple zwischenmenschliche und emotionale Probleme. Und alle beruhen auf einer Person: Kim. Kim spielt mit Eve in einem Musical und wickelt sie völlig um den Finger. Sie ist eine Art Legende in Morganville, da sie sich aus eigener Kraft vor einem Vampirangriff gerettet hat, zudem Künstlerin ist und unter den Vampiren ist sie bekannt als „die Historikerin“, da sie die Lebensgeschichten der Vampire auf Video bannt. Kim beschlagnahmt Eve komplett, behandelt Claire dafür bei ihren Begegnungen wie Luft oder schlimmer. Noch schlimmer für Claire: Sie bekommt raus, dass Shane und Kim eine sehr kurze Affäre hatten. In Claire brodelt die Eifersucht, vor allem, da sich Kim bei jeder sich bietenden Gelegenheit an Shane heranschmeißt – vor Claires Augen. Auch in Eves und Michaels Beziehung kriselt es gewaltig, da Michael sich in Eves Augen zu sehr den Vampiren verpflichtet sieht. Sogar Amelie kämpft mit sich.

Der Leser sieht eine Seite von Amelie, die vorher nicht dagewesen zu sein scheint. Früher emotionslos und gefasst, ist Amelie nun ein Häufchen Elend. Dass sie Sam verloren hat, trifft die Vampirin schwer. Nur ihre Verbindung zu Claire rettet Amelie vor einem Selbstmordversuch. Sie ist verletzbar, erschöpft und schwach. Dieser Umstand bleibt nicht lange verborgen und andere Vampire versuchen, die Stadt an sich zu reißen.

Wo „Carpe Corpus“ durcheinander und ziellos wirkte, ist „Fade Out“ in sich wieder schlüssig. Diese Tatsache und das man viel über die Hintergründe der einzelnen Protagonisten erfährt, macht es zum besten Morganville-Band bis jetzt. Humor und Spannung wechseln sich wunderbar untereinander ab, wofür vor allem Myrnin verantwortlich ist, der zu jeder verzwickten Situation noch etwas völiig unpasendes zu sagen hat.

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