Rezensionen

|Rezension| L. J. Smith „The Secret Circle 1“

Reihe: The Secret Circle

Band: 1

Verlag: Harper Teen (Juli 2008)

Seiten: 416

ISBN: 0061670855

Preis: 7,08 €

Inhalt

Als Cassie mit ihrer Mutter zu ihrer Großmutter in das verschlafene Städtchen New Salem ziehen muss, scheint ihr schlimmster Albtraum wahr zu werden. Fern von ihren alten Freunden muss sie in diesem gruseligen Haus leben und in der Schule ist sie Außenseiterin. Von den einen wird sie gemieden, weil sie aus einem bestimmten Stadtteil kommt, von den Bewohnerinnen des Stadtteils – allen voran der verführerischen Faye – wird sie täglich gepiesackt. Ihr einziger Trost ist der Gedanke an den seltsamen Jungen, den sie in den Ferien kennengelernt hat und zu dem sie sich sofort hingezogen gefühlt hat. Als eines Tages die sanfte Diana Cassie hilft, scheint sich ihr Leben in New Salem doch noch zum Guten zu wenden. Doch der Schein trügt.

Meinung

„The Secret Circle“ ist eine typische L. J. Smith-Trilogie. Die 15jährige Cassie trifft in ihren Ferien auf den geheimnisvollen Adam. Von Anfang an spürt sie dieses Band zwischen ihnen, kann es sogar beinahe sehen. Kommt dem Smith-Fan bekannt vor? Das Soulmate-Principle lässt grüßen, dass sich schon durch die Night World-Serie der Autorin zieht. Bevor Cassie ihre Beziehung zu Adam vertiefen kann, zieht sie jedoch überstürzt mit ihrer Mutter nach New Salem zu ihrer schrulligen Großmutter, die sie vorher noch nie im Leben gesehen hat. Cassies Leben in New Salem beginnt nicht besonders gut. Das alte Haus, in dem sie lebt, jagt ihr nachts Angst ein, aber schlimmer noch sind ihre Schultage. Von Anfang an verscherzt sie es sich mit Faye, Deborah und Suzan, die alle drei nichts Gutes im Sinn zu haben scheinen. Seitdem leidet Cassie unter den Mädchen, die zu einem ominösen Club gehören, der scheinbar tun und lassen kann, was er möchte.

Als Faye sie eines Tages in ein verlassenes Schulgebäude lockt und ihr droht, greift Diana ein. Auch Diana ist Teil des Clubs, doch das genaue Gegenteil von Faye. Sie nimmt sich Cassie an, stellt ihr die restlichen Clubmitglieder vor und adoptiert sie letztendlich als die kleine Schwester, die sie sich immer gewünscht hat. Diana ist so lieb und perfekt wie Faye böse. Die meisten der Protagonisten sind ziemlich stereotyp, was für ein Jugendbuch aber gerade noch akzeptabel ist.

Die meiste Zeit des ersten Bandes ist man damit beschäftigt, Cassie auf ihrem Weg nach New Salem und durch ihre Torturen zu begleiten, bis sie sich plötzlich in der Mitte des Clubs und damit auch in der Mitte von größeren Problemen wiederfindet, als sie sich je hätte vorstellen können. Denn der Club ist ein Zirkel – und hat einen Platz frei. Doch gerade Cassie ist es auch, die das Mädchen findet, das diesen Platz besetzen sollte – mit gebrochenem Genick. Nun muss sie deren Platz einnehmen, da sie zumindest halb eine Hexe ist. Als Cassie glaubt, ihr kann nichts besseres mehr passieren – mit ihren neuen Freunden und ihrer neuen großen Schwester – tritt Adam wieder in ihr Leben. Dumm nur, dass Adam der Freund von Diana ist. Und das schon seit dem Kindergarten. Auch das ist wiederum eine typische L. J. Smith-Wendung. Nicht selten enden Protagonisten am Ende mit jemand anderem als sie am Anfang eine Beziehung aufgebaut haben.

Im Laufe des Buches bleibt es nicht bei einem Toten, einem Geheimnis und einem gebrochenen Herzen. Und genau, als Cassie dahinter zu kommen scheint, was gespielt wird, endet das Buch – in der Mitte des zweiten Bandes der Trilogie. Wieso nicht die ganze Trilogie als Bind-Up veröffentlicht wurde, ist mir irgendwie unerklärlich. Scheinbar wollte man sich an das zweiteilige Vampire Diaries-Prinzip halten.

„The Secret Circle“ ist also alles in allem ein typischer Smith. Das wird den Fan zufriedenstellen, den Nichtfan vielleicht aber auch langweilen, obwohl die Beziehung zwischen Cassie und Adam ein wenig Pfiff in das sonst so typische Schema bringt.

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