Rezensionen

|Rezension| Jason Lethcoe „Wings“

OT: Wings – The mysterious Mr. Spines

Reihe: Der mysteriöse Mr. Spines

Band: 1

Verlag: arsEdition (16. Juli 2010)

Seiten: 224

ISBN: 376075323X

Preis: 12,95 €

Inhalt

Edward, gerade mal 14 Jahre alt, gilt als Sonderling: Er stottert, ist eine fast 2 m lange »Bohnenstange«, baut am liebsten Kartenhäuser und dann ist da diese merkwürdige Stelle auf seinem Rücken, die juckt und juckt bis ihm eines Tages schwarze Flügel wachsen! Von diesem Moment an ist nichts mehr wie es einmal war. Auf der Flucht vor Whiplash Scruggs, der es auf seine Flügel abgesehen hat, bekommt Edward unerwartet Unterstützung von dem mysteriösen Mr. Spines. Mit ihm taucht er ein in eine unbekannte Welt: die Welt nach dem Tod, die von einem abgrundtief bösen Geschöpf beherrscht wird . dem Schakal! Ob Edward tatsächlich der Sohn eines gefallenen Engels und damit der prophezeite Erlöser ist? Er selbst hat vorerst nur ein Ziel: seine Mutter aus den Klauen des Schakals zu befreien.

Meinung

Nach dem Tod seiner Mutter landet der schlaksige und stotternde Edward in einer Berufschule für schwierige Schüler. Zwischen den gewalttätigen und weniger intelligenten Kindern fühlt er sich immer mehr fehl am Platze. Eines Tages überschlagen sich die Ereignisse. Edward bekommt eine juckende und brennende Stelle am Rücken und bei einem Streit mit einem Mitschüler lässt er durch reine Wunschkraft ein Regal umkippen. Nun bekommt er höllischen Ärger, und der kommt in Form von Scruggs, einem dicklichen Mann mit weißem Anzug und Peitsche. Doch Edward versteht nicht, was der gruselige Mann von ihm will, bis ihm in seinem Kellergefängnis Flügel wachsen – groß und ebenholzfarben. Und was der kleine stachelige Mann von ihm möchte, der ihn aus dem Keller rettet, versteht er auch nicht ganz. Völlig verwirrt flüchtet Edward vor Mr. Spines und mitten in noch tiefere Probleme.

„Der mysteröse Mr. Spines“ verspricht eine spannende neue Kinderserie zu werden, entstammt sie doch der Feder des Autoren Jason Lethcoe, der schon bekannt ist für seine Reihen „Benjamin Piff“ und „Zooms Acadamy“. Dabei bedient sich Lethcoe für seine neue Serie an alten Mythen und verpackt sie neu für seine Leser. Er greift die Geschichte des gefallenen Engels Luzifer auf, ohne ihn namentlich zu benennen.  Der Schakal ist gefallen und hat viele der Wächter mit sich genommen, die ihm dienen wollten. Die einst so schönen geflügelten Wesen sind jetzt größtenteils verunstaltete Tierwesen und nur die wenigstens bekommen durch einen Zauber zumindest beinahe menschliche Gestalt. Zu den gefallenen Wächtern zählen auch Mr. Spines und seine beiden Schüler Sariel und Artemus, jedoch fielen diese aus anderen Gründen. Der kleine Mann, der an ein Stachelschwein erinnert, hat ein Auge auf Edward und wartet ungeduldig auf dessen Verwandlung, denn er hat Pläne mit ihm: Gemeinsam mit dem Jungen möchte er nach Woodbine zurückkehren, dem Ort, aus dem er verbannt wurde. In Woodbine herrscht der Schakal, aber es ist auch ein Ort für die Toten, an dem sie sein können, was sie schon immer wollten – und wenn das eine Gottesanbeterin in Kimono ist.

Edward ist ein typischer Kinderbuchheld. Er ist nicht auf den Kopf gefallen, aber macht körperlich nicht viel her. Zwar ist er groß, aber extrem dünn. Außerdem stottert er stark, weswegen er sich nicht traut, viel zu sagen. Seine Gabe besteht darin, Kartenhäuser zu bauen, und zwar in realistischen Maßstäben. Außerdem lernt er viel in der Berufsschule über Maschinen und ähnlich praktisches. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, seine Mutter ist nach einer schweren Krebserkrankung gestorben. Edward zeigt den kleinen Lesern, dass auch ein Kind mit Schwächen und allein auf sich gestellt über sich hinauswachsen kann, selbst wenn es selbst noch nie daran geglaubt hat. Die Tatsache, dass er Mr. Spines aufgrund seines seltsamen Auftretens nicht traut, den netten alten Leuten aber schon, die sich später als nicht so nett herausstellen, lehrt dem jungen Leser, nicht auf Äußerlichkeiten zu achten.

„Wings“ eignet sich gut, um es vorzulesen, aber auch, um es selbst lesen zu lassen. Es ist kein allzu dickes Buch, mit dem richtigen Schuss Mystery und Grusel, ohne den Lesern Angst zu machen, und die erwachsenen (Vor-)Leser werden mit den eingebauten Mythen belohnt, die für die Kinder noch nicht so greifbar sind.

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6 Kommentare zu „|Rezension| Jason Lethcoe „Wings“

    1. Äh, keine Ahnung, die Inhaltsangabe hab ich einfach kopiert von der Verlagseite. *kopfkratz* Hab beim Lesen gar net so drauf geachtet.

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