Rezensionen

|Rezension| R. L. Stine „The New Girl“

Reihe: Fear Street

Verlag: Simon Pulse (August 2008)

Seiten: 176

ISBN: 1416918108

Preis: 4,40 €

Inhalt

Cory ist hin und weg von dem neuen Mädchen Anna, die schön und blass wie ein Geist durch die Flure der Schule streift. Doch wie nahe Cory mit diesem Vergleich der Wirklichkeit kommt, ahnt er nicht. Denn als er bei Anna zu Hause anruft, sagt man ihm, sie wäre tot. Doch wie kann sie tot sein, wenn sie in der Schule mit ihm redet?

Meinung

„The New Girl“ war der erste Roman, der in der Fear Street Reihe in den USA erschien. Und dass er ein Erstling ist, merkt man ihm an. Nicht, weil er schlecht wäre oder völlig unausgereift. Eher im Gegenteil – man könnte meinen, R. L. Stine hat sich besonders viel Mühe gegeben, um veröffentlicht zu werden. Im Vergleich mit „The Perfect Date“; das einen recht ähnlichen Plot hat, merkt man den Unterschied extrem.

Cory ist ein Gymnastikass und sein Leben besteht nur daraus, mit seinen Kumpels abzuhängen, die mit ihm Wetten abschließen, nur um sich gegenseitig zu blamieren. Er sieht Anna das erste Mal, als er kopfüber sein Essenstablett balanciert und fällt prompt in seine Nudeln. Ab diesem Zeitpunkt klappt nichts mehr in Corys Leben, denn in seinem Kopf schwirrt nur noch das hübsche Mädchen herum. Damit ist Cory wohl zum ersten Mal verliebt. Er macht sich total zum Affen, vernachlässigt seinen Sport und seine Freunde und stapft blind durch die Welt. Dabei wirkt er aber nie unrealistisch oder total abgehoben, sondern einfach nur wie ein verliebter Teenager.

Anfangs dachte ich durch den Prolog, dass die Geschichte schon von Anfang an sehr klar ist. Doch R. L. Stine schafft es, dass man irgendwann daran zweifelt, ob die Lösung wirklich so einfach ist oder ob er den Leser absichtlich auf die falsche Spur führt, indem er sie so offensichtlich macht.

In Band 1 der Reihe ist es unerlässlich zu erklären, was es mit der Fear Street auf sich hat. Das geschieht durch Rückblenden in Corys Leben, in denen er zum Beispiel mit seinen Freunden wettet, ob er sich traut, in den Wald am Ende der Strasse zu gehen oder nicht. Außerdem ist oft die Sprache von Gerüchten, welche seltsamen Vorfälle dort stattfinden, wie das Verschwinden von insgesamt elf an einem Unfall beteiligten Personen. Cory fährt auf Annas Wunsch oder aus eigenem Antrieb oft in die Fear Street, meist nachts. Die Straße ist jederzeit wie ausgestorben bis auf einen Bewohner und seinen Hund, die Cory oft ansprechen, deren Rolle aber in diesem Buch nicht aufgeklärt wird.

Eine Nebenfigur, die ich sehr gerne mochte, war Lisa, Corys beste Freundin. Lisa entdeckt ungefähr zur selben Zeit, dass sie in Cory verliebt ist, als Cory Anna kennenlernt. Dabei macht sie immer wieder Annäherungsversuche, die Cory aber missersteht, da er sie immer nur als seine beste Freundin sieht, aber nie mehr. Lisa in ihrem Wechsel zwischen Annäherung und Frustration war mir sehr sympathisch und nicht minder glaubwürdig als Cory.

„The New Girl“ ist ein wirklich toller Band der Fear Street-Reihe. Er war eindeutig weniger enttäuschend als „The Perfect Date“, wenn auch ein typisches Stine-Buch.

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4 Kommentare zu „|Rezension| R. L. Stine „The New Girl“

  1. Ach ich mag deine Rezensionen zu den Fear Street Büchern. Ich lese mir total gern die Plotideen durch. Ich glaub selbst könnte ich die Bücher nicht mehr lesen, das wäre mir schnell zu langweilig. Deshalb ist es gut, dass du das tust ;D Ist sie denn am Ende ein Geist? Und was ist das berühmte Ende, das alles noch mal umkehrt? LOS SPOILER MICH :D

    1. Wie du willst *g* Nein, sie ist kein Geist. (: Am Anfang bekommt man mit, wie irgendjemand eine gewisse Anna die Treppen runterschubst und sie dabei stirbt. Dann wird eben umgeblendet auf jetzt und auf das neue Mädchen an der Schule namens Anna, pipapo. Und eigentlich ist es total logisch, dass das Mädchen keine Anna ist, sondern die echte Anna umgebracht hat. Aber zwischendrin denkt man mal kurz, dass es der Bruder von ihr war, weil der auch ein wenig seltsam ist. ^^
      Die Plots sind eigentlich echt simpel und so leicht zu durchschauen, aber irgendwie ist es trotzdem cool, das alles nochmal zu lesen. Als Kind fand ich das super ^^

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