|31 Tage – 31 Bücher| Tag 25: Ein ewig ungelesenes Buch

Viele Bücher auf meinem SUB reizen mich irgendwann einfach nicht mehr. Die meisten davon sortiere ich aus. Manche auch nicht, so wie das hier:

Mihály ist Feuilletonist,Theaterkritiker, Dichter, neurasthenisch – ein Flaneur wie Baudelaire ihn geträumt haben mag. Ein Mann von 47 Jahren, betrachtet er die Welt und sich selbst kontemplativ und abgeklärt, eingehüllt in den dekadenten Hauch des untergehenden Kaiserreichs, die verlorene Monarchie. Er versteht viel von Verführung, doch sein Verhältnis zu Frauen ist wie das zwischen einem Chinesen und seinem Fächer. Während Mihály die gutsituierte, verheiratete 5Fleur, wie er sie nennt – eine namenlose grande dame, anziehend und bedeutungslos zugleich -, halbherzig begehrt und ‚besitzt‘, erduldet er die Liebe der unschuldigen jungen Schauspielschülerin Iboly.- „Irgendetwas fehlt. Irgendetwas kriege ich von ihr nicht. So als hielte ich eine Muschel ans Ohr und sie wollte nicht rauschen – In meinem ganzen Leben habe ich von Frauen nur den Nachmittag bekommen, und wie oft hat sich auch der noch zerschlagen.“

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