Rezensionen

|Rezension| R. L. Stine „First Date“

Dt. Titel: Ahnungslos

Serie: Fear Street

Verlag: Simon&Schuster (Februar 2006)

Seiten: 176

ISBN: 1416916873

Preis: 4,99 €

Inhalt

Chelsea ist neu in Shadyside und unzufrieden mit ihrer Situation – sie hat kaum Freunde, ihre Eltern sind nie daheim und mit sich selbst ist sie auch alles andere als zufrieden. Alles, was Chelsea möchte, ist, einen Freund zu bekommen. Schneller als sie denkt, hat sie sogar zwei Jungs, die gerne mit ihr ausgehen möchten – den schüchternen Will aus ihrer Klasse und Sparks, der Draufgänger, der immer wieder im Cafe ihres Vaters auftaucht. Doch einer von beiden hat ein dunkles Geheimnis – nur welcher?

Meinung

Chelsea ist 15 und hat so ziemlich jedes Problem, das man in diesem Alter haben kann – sie ist neu an einer Schule in einer Kleinstadt, in der jeder jeden kennt, sie ist unscheinbar und ein wenig pummelig und anstatt Sport zu machen spielt sie in der Schulband Saxophon. Ihre Mutter schiebt Extraschichten im Krankenhaus, um das neugekaufte Cafe ihres Mannes mitzufinanzieren. Auch Chelsea muss dort mit anpacken. Einer ihrer Gäste ist Sparks, ein gutaussehender, aber irgendwie unberechenbarer junger Mann, der sie mehr als einmal bittet, mit ihm auszugehen. In der Schule trifft sie außerdem Will, der auch neu in der Stadt ist und wahnsinnig schüchtern, bis auch er sie um ein Date bittet.

„First Date“ wird aus zwei Perspektive erzählt – aus der von Chelsea und aus der des Killers. Dabei war mir letzterer teilweise fast sympathischer, da er wenigstens Grund hatte, sich über sein Leben zu beschweren, während Chelsea nur weinerlich ist. Einerseits beschwert sie sich darüber, dass sie ein wenig zu mollig wäre, andererseits stopft sie Chips, Schokolade und Cola in sich hinein und ist dann noch sauer, dass ihre einzige Freundin Nina mit einem Apfel und einem Joghurt pro Pause auskommt. Aber nicht auf sich, sondern auf Nina. Überhaupt behandeln sich die beiden Mädchen nicht besonders nett. Nina beschäftigt sich nur mit ihren Problemen mit ihrem On-Off-Freund Doug. Chelsea hat eigentlich auch nur das Ziel, Nina ihre Dates unter die Nase zu reiben, vor allem gerne dann, wenn Nina gerade Streit mit Doug hat.

Der mörderische junge Mann hingegen ist ein Bilderbuch-psychisch-labiler-Killer. Weil seine Mutter seine Schwester mitgenommen und ihn bei seinem prügelnden Vater gelassen hat, als sie diesen verließ, ist er nun der Meinung, dass er so lange Mädchen umbringen muss, die aussehen wie sie, bis er seine Mutter selbst findet. Anfangs bekommt man zwei mögliche Verdächtige serviert, die sich ziemlich ähnlich sehen (was Chelsea natürlich nicht auffällt…) – Sparks, der vor unterdrückten Aggressionen nur so strotzt, und Will, der so schüchtern ist, dass es schon nicht mehr normal ist. Überraschenderweise erfährt man ungefähr nach der Hälfte des Buches, wer nun der Verdächtige ist und erlebt den Rest des Buches nur mit, wie sich Chelsea durch pures Glück aus der Schlinge rettet.

„First Date“ ist trotz der unsympathischen Protagonistin ein Buch, das sich gut lesen lässt, denn anfangs rät man gerne mit, wer denn nur der Mörder ist und wer der zu Unrecht verdächtigte Verehrer, und später ist es fast amüsant, mitanzusehen, wie Mordversuche immer und immer wieder scheitern. Wäre nicht die total unlogische Schlusszene, wäre man sogar mit dem Ende richtig zufrieden.

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3 Kommentare zu „|Rezension| R. L. Stine „First Date“

  1. Unlogische Schlussszene? Bitte erläutern :) Ist das gleichzeitig die berühmte Wendung am Ende?
    Und wer ist der Killer? Verrat’s mir :D Ist er schizophren oder sind sie Zwillinge oder so was? Ist ja irgendwie blöd, dass man schon so früh weiß, wer der Mörder ist und dann auch noch einer unsympathischen Protaognistin beim Weglaufen zugucken muss :P

    1. Nee, die Schlusszene kommt nach der Wende (Wo sie sich totstellt, weil sie 4 Minuten die Luft anhalten kann, und dann Geist spielt, damit er Schiss kriegt, bis die FBI-Typen kommen. Saxophon spielen und so, du weißt. ^^). Der passiv agressive Kaffeehausstalker ist nämlich nicht der Killer, sondern der schüchterne Bubi. Da sie aber dafür gesorgt hat, dass sich der Stalker erst die Hand verbrennt und dann vom FBI eingesperrt wird, besucht sie ihn im Krankenhaus und dann beschließen die beiden, sie treffen sich mal zu einem Date, weil er ja vorher so unlaublich sympathisch rüberkam, dass sie ihn sogar für einen gemeingefährlichen Killer gehalten hat. Also, der Typ hat WIRKLICH ein Rad ab, Killer hin oder her. Der starrt böse vor sich, haut einfach ab, sobald sie was negatives sagt und gefragt werden will er bitte auch nix. Mit SO jemandem würde jede Frau doch gerne ausgehen, oder?

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