Rezensionen

|Rezension| Lisa Desrochers „Personal Demons“

Reihe: Personal Demons

Band: 1

Verlag: Tor Books (September 2010)

Seiten: 368

ISBN: 0765328089

Preis: 8,24 €

Inhalt

Seit die beiden neuen Schüler Luc und Gabe an ihrer Schule sind, steht Frannies Leben Kopf. Denn sowohl der unberechenbare Luc als auch der engelhafte Gabe zeigen deutlich Interesse an ihr und Frannie weiß nicht, wen sie wirklich möchte. Doch den beiden geht es nicht um Frannie, sondern um ihre Seele. Denn Frannie hat etwas, das sowohl der Himmel als auch die Hölle dringend wollen.

Meinung

Frannie wächst in einer gläubigen katholischen Familie mit vier Schwestern auf. Doch sie selbst hat ihren Glauben an Gott verloren, nachdem ihr Zwillingsbruder gestorben ist. Sie schottet sich von allem ab, was ihr je wieder wehtun könnte – sie hat Freundinnen, die genauso wenig erpicht darauf sind, sie in ihr Innerstes zu lassen wie umgekehrt und sucht sich Jungen aus, von denen sie sich sicher ist, dass sie sich nie in sie verlieben würde. Sie fährt bezüglich ihrer Gefühle immer auf der sicheren Seite. Doch dann taucht Luc auf und stellt ihre Welt auf den Kopf, denn er ist so anziehend wie unberechenbar. Und kaum, dass dieser dunkelhaarige Rebell vor ihr steht, trifft sie auf sein Gegenteil – Gabe, der aussieht wie direkt aus dem Himmel gestiegen. Und damit hat Frannie sogar recht, denn Luc ist ein Dämon und Gabriel ein Engel, und beide sind hier, um Frannies Seele für ihre Auftraggeber zu markieren.

„Personal Demons“ wird aus Frannies und Lucs Sicht erzählt. Und beide mochte ich wirklich gerne. Frannie ist die mittlere von 5 Schwestern, die in einer katholisch erzogenen Familie aufgewachsen ist. Nach dem Tod ihres Zwillingsbruders Matt haben alle Familienmitglieder anders reagiert. Ihre Schwester Grace wurde extrem gläubig, während Frannie jeden Glauben verloren hat und sogar für ihre kritische Haltung von der katholischen Privatschule geflogen ist, die ihre restlichen Geschwister besuchen. Mit allen Mitteln versucht sie, sich nach außen abzuschotten – Kampfsport, um ihre Gefühle zu kontrollieren, Freunde, die nicht in ihrem Inneren bohren, Männer, die ihr nicht gefährlich werden können. Und trotzdem kann sie oft gar nicht anders, als an das Gute in jedem zu glauben, und daran, dass es für jeden ein Happy End gibt, auch wenn ihr das selbst wohl nicht klar ist. Luc hingegen ist anfangs noch Dämon durch und durch. Alles, was ihn interessiert, ist Frannies Seele für die Hölle zu markieren und das am besten, indem er sie verführt. Erst durch Luc habe ich gemerkt, wie oft man den Namen Gottes oder des Teufels unbewusst benutzt, um zu fluchen oder sein Erstaunen auszudrücken. Je länger Luc mit Frannie zusammen ist, desto weniger drehen sich seine Gedanken um seinen Auftrag und mehr um sie. Anfangs fand ich das nicht ganz so nachvollziehbar, da Luc auch schon seine 5000 Jahre auf dem Buckel hat und da sicher mehr hübsche Frauen kamen, aber wenn man erfährt, was Frannie kann, macht es wieder Sinn.

Gabriel hingegen konnte ich gar nicht leiden – ich weiß nicht, ob das an meiner persönlichen „Bad Boy“-Vorliebe lag oder ob er wirklich so unsympathisch ist. Im Gegensatz zu Luc, der Frannie ganz einfach um den Finger wickelt, benutzt Gabriel oft seine himmlischen Kräfte, um sie zu beeinflussen. Ansonsten ist er wie geleckt – ein Engel eben, immer gut, kann nicht lügen, sieht super aus und versucht Frannie ständig einzureden, dass es doch einen Gott gibt.

Obwohl Frannies Familie gläubig ist, sind sie nicht so überstreng, was ich gut fand. Gläubig zu sein bedeutet ja nicht immer automatisch total verkniffen zu sein, wie es oft in anderen Büchern der Fall ist.

Die Handlung an sich hätte ein bisschen schneller voranschreiten können, lange wird um den heißen Brei herumerzählt, aber immerhin bekommt man dadurch mehr Luc ab. Richtig spannend wird es erst, als der Teufel merkt, dass Luc von seinem Auftrag abschweift, und andere Dämonen schickt, um Frannie zu markieren. Auch die Geschichte um Frannies Fähigkeit, wegen der sie so wichtig wird für Himmel und Hölle, ist eine tolle Idee.

„Personal Demons“ ist – Juhu! – ein Serienauftakt. Der zweite Teil „Original Sin“ erscheint im Sommer 2011.

Frannie und Luc basieren auf den beiden Liedern „You found me“ von The Fray und „Savin Me“ von Nickelback.

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8 Kommentare zu „|Rezension| Lisa Desrochers „Personal Demons“

    1. Ah, um sowas gehts bei Engelsnacht? Hab ja immer gehört, dass es nicht so toll sein soll, aber es ist so schön zum Ankucken ^^ (im Gegensatz zu dem hier, das Cover ist gruselig…)

      1. Joa, so ungefähr schon. Gut und Böse kämpfen um die Seele eines Mädchens und natürlich sind es zwei gutaussehende Typen. Und ich find Engelsnacht unteres Mittelmaß, siehe Rezi im Blog ^^

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