|Rezension| Lisa Mantchev „Eyes like Stars“

Reihe: Theatre Illuminata

Band: 1

Verlag: Feiwel & Friends (Juli 2009)

Seiten: 368

ISBN: 0312380968

Preis: 12,99 €

Inhalt

Beatrice Shakespeare Smith lebt in einem Theater, seit sie denken kann. Ihre Eltern kennt sie nicht, ihre Familie sind die vielen Schauspieler um sie herum. Doch in diesem Theater ist niemand nur Schauspieler – er ist die Rolle selbst. Doch Berties Querkopf bringt sie schnell in Schwierigkeiten und der Theatermanager droht ihr, sie aus dem Theater zu werfen, wenn sie sich nicht nützlich erweist. Mit einer Aufführung von Hamlet im Alten Ägypten bewirbt sich das Mädchen um die Stelle als Director. Doch bevor es soweit kommt, steht das Theater schon Kopf – denn Veränderungen stören das empfindliche magische Gleichgewicht.

Meinung

„Eyes Like Stars“ ist ein Buch für Theaterliebhaber. Ob das für den Einzelnen jetzt gut oder schlecht ist, muss man wohl selbst entscheiden. Ich fand es toll, aber ich habe in der Schule auch Theater gespielt. Die Geschichte verlässt ihren Schauplatz nie – alles, was geschieht, geschieht innerhalb der Mauern des Theaters. Dabei handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Theater, sondern das gesamte Gebäude und seine Bewohner bestehen aus Magie und nur wenige von ihnen können das Haus überhaupt verlassen. Die Seele des Theaters ist ein Buch, das jedes Stück enthält, das je geschrieben wurde. Und jede Figur kann für ein Theaterstück auf die Bühne gerufen werden. Manche erscheinen nur, wenn sie darum gebeten werden, andere bewegen sich frei im Theater. Darunter befinden sich die vier Feen aus „Ein Sommernachtstraum“, die Bertie überall hin folgen und für einen Großteil des Chaos verantwortlich sind, das sie im Theater stiftet. Außerdem der Pirat Nate aus „Die kleine Meerjungfrau“ und Ariel, ein Luftgeist aus „Der Sturm“, die sich beide um Berties Gunst bemühen. Außerdem streift Ophelia aus „Hamlet“ durch das Theater und nutzt jede Gelegenheit, sich zu ertränken.

Die Erzählweise in „Eyes Like Stars“ gleicht auch einem Theaterstück. Rückblenden finden im typischen Dramenaufbau statt, alles, was Bertie und Konsorten tun und lassen, wird von Lichteinstellungen, Szenenwechseln und Musikbegleitung unterstrichen. Die Figuren kommen nie aus ihrer Rolle und je extravaganter, desto übertriebener wirken sie auch. Besonders süß sind die Elfen, die sich gegenseitig Witze zuschieben oder sich um jeden essbaren Krümel prügeln, den sie zwischen die Finger kriegen.

Bertie ist ein sympathischer Charakter, das Chaos in Person, der aber plötzlich feststellen muss, dass das Leben nicht nur Spaß ist. Als ihr der Theatermanager droht, sie auf die Straße zu setzen, strengt sie sich extrem an, um ihr einziges Zuhause nicht zu verlieren. Doch gerade weil sie sich so anstrengt, läuft alles aus dem Ruder – nach einem Nervenzusammenbruch schafft es Ariel, ihr das magische Buch abzuluchsen, um aus dem Theater fliehen zu können. Ariel an sich wäre sicher ein noch tollerer Charakter geworden, wenn nicht so viel Zeit auf sein Aussehen und mehr auf seinen gleichzeitig verführerischen wie bedrohlichen Charakter verwendet werden würde. Auch sein Nebenbuhler Nate hatte noch ein wenig mehr Fleisch gebraucht, um wirklich interessant zu sein, obwohl man merkt, dass er ein goldenes Herz hat.

Dass sich alles nur ums Theater dreht, um Stücke und deren Protagonisten hat mich persönlich gar nicht gestört, auch wenn es sicher vielen zu langweilig werden könnte. Dass die Dreiecksgeschichte so oberflächlich bleibt, dagegen schon. Trotz einem wirklich gelungenen Endes bin ich deswegen leider nicht so hundertprozentig begeistert. Aber „Perchance to Dream“ liegt schon auf meinem SUB und verspricht mir ein wenig mehr Nate-Bertie-Ariel-Action.

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