Rezensionen

|Rezension| Kim Paffenroth „Dying to Live“

OT: Dying to Live

Reihe: Dying to Live

Band: 1

Verlag: Festa Verlag (Mai 2010)

Seiten: 256

ISBN: 386552091X

Preis: 13,95 €

Inhalt

Jonah Caine lebt alleine in einer von Zombies bevölkerten Welt, ohne eine Erklärung für die brutalen Schrecken um sich herum zu finden. Nach Monaten ziellosen Umherirrens trifft er endlich auf eine Gruppe weiterer Überlebender, und nun scheint sich sein Dasein zum Guten zu wenden. Zusammen mit seinen Freunden baut er ein kleines Reich des Friedens auf, das jedoch ständig umkreist wird von gnadenlosen Menschenjägern. Als sie von einer weiteren Gruppe Überlebender aufgespürt werden, erlebt Jonah, dass der Untot nicht der einzige und bei weiten nicht der schlimmste Schrecken auf Erden ist, denn Menschen können böser sein als jeder wandelnde Tote …

Meinung

Lange Zeit zog Jonah Caine alleine durch die zombieverseuchte Welt, bis er durch Zufall auf eine gut organisierte Gruppe Überlebender trifft, die ihn in ihrer Mitte aufnehmen. Sie haben es geschafft, ein Museum abzuriegeln, mit Waffen zu verteidigen und sich am Leben zu halten. Schnell gewöhnt sich Jonah dort ein und schließt Freundschaften zu seinem Retter Jack und dem „Anführer“ Milton.

Zombies sind schon seit Ewigkeiten ein Thema für Filme und Bücher, nicht erst seitdem man Jane Austen und lebende Untote in einen Topf geworfen hat. „Dying to live“ ist ein Serienauftakt, der auch gut alleine stehen könnte, und bedient die Leser, die eine traditionelle Geschichte über Zombies lesen möchten. Zu dem Zeitpunkt, an dem der Leser auf Jonah Caine trifft, ist die Seuche schon längst ausgebrochen und der Mann hat sich so gut es geht mit seiner Situation arrangiert. Er zieht durch die zerstörten Städte und schlägt sich allein durchs Leben. Die Zombies um ihn herum sind typische Zombies, wie man sie aus klassischen Filmen kennt: Sie sind langsam, dumm und stöhnen. Nur das Versprechen von lebendem Fleisch setzt sie in Bewegung und sie sind durch die Zerstörung ihres Gehirns ausschaltbar.

Durch Zufall trifft Jonah auf eine Gruppe Überlebender, die sich in einem historischen Museum verbarrikadiert haben. Sie retten ihn vor einer Zombiehorde und nehmen ihn in ihre Gemeinschaft auf. Ab diesem Zeitpunkt lernt Jonah nach und nach ein paar Bewohner und deren Vorgeschichte kennen. Manche Geschichten scheinen „typisch“ für das Genre, andere sind richtig interessant, beinahe schon abgefahren, und eine sogar richtig eklig (Was aber auch die einzige Stelle war, wo ich mich tatsächlich geekelt habe. Ich bin irgendwie zu abgehärtet. Ich glaube, andere finden es vielleicht schlimmer, aber mein Freund und ich kucken eindeutig zu viele Zombiefilme.). Auch ist es interessant, wie sich die Gruppe untereinander organisiert. Man muss einen Initiationsritus mitmachen, um ein Mitspracherecht zu erlangen. Darin geht es darum, etwas für die Gruppe aus der Stadt zu holen, das nicht überlebenswichtig ist, sondern ihnen eine Freude macht. Die ganze Eingewöhnung, die Lebensgeschichten der einzelnen Protagonisten und der Ritus nehmen aber so viel Platz im Buch ein, dass ich mich gefragt habe, wo denn die andere Menschengruppe bleibt. Aber da es sich um einen Reihenanfang handelt, ist die lange Anlaufzeit schon okay, weil man so mehr Zeit hat, mit den Charakteren warm zu werden.

Als eine kleine Gruppe Überlebender – darunter natürlich auch Jonah – dann auf eine weitere Gruppe stößt, wird die Geschichte noch einmal spannend, aber auch extrem brutal. Schwache Nerven sollte man hier also wirklich nicht besitzen.

„Dying to live“ setzt aber auch allgemein mehr auf Action. Mir haben zeitweise die Momente gefehlt, in denen sich die Menschen sicher fühlen und dann überfallen werden, oder total unter Spannung stehen, weil sie nicht wissen, ob sie nun angegriffen werden oder nicht. Trotzdem fand ich „Dying to Live“ perfekt für jemanden, der mal wieder ganz traditionelle Zombies in einem Buch haben möchte. Und am Ende bleibt zwischen all dem Chaos sogar noch ein Funke Hoffnung übrig.

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