Rezensionen

|Rezension| Rachel Hawkins „Hex Hall: Wilder Zauber“

OT: Hex Hall

Reihe: Hex Hall

Band: 1

Verlag: LYX (Juli 2010)

Seiten: 295

ISBN: 380258239X

Preis: 9,95 €

Inhalt

Sophie Mercer ist eine Hexe. Doch die Sache mit der Magie klappt noch nicht so richtig. Als sie einer Mitschülerin helfen will, endet dies mit derart katastrophalen Folgen, dass ihre Mutter sie an die Hecate Hall schickt, ein Internat für junge Hexen, Gestaltwandler und Feen. Dort teilt sich Sophie ein Zimmer mit der einzigen Vampirin der Schule. Bald nach ihrer Ankunft versucht ein Trio dunkler Hexen, sie für ihren Zirkel zu gewinnen. Und Sophie verliebt sich Hals über Kopf in den traumhaft gut aussehenden Hexer Archer — den Herzensbrecher von Hecate Hall. Da werden auf dem Campus einige Hexen angegriffen, und der Verdacht fällt auf Sophies Zimmergenossin.

Meinung

Als Sophies gutgemeinter Liebeszauber ordentlich in die Hose geht, wird sie nach Hecate Hall geschickt – eine Schule und gleichzeitig Besserungsanstalt für Prodigien. Dort hat sie kein leichtes Leben: Ihre Mitbewohnerin ist der einzige Vampir der Schule und dass sie sich mit ihr anfreundet, macht ihr nicht gerade Freunde. Außerdem ist sie bei ihrer menschlichen Mutter aufgewachsen und kennt ihren Vater gar nicht – im Gegensatz zu ziemlich jedem anderen an der Schule. Vom Hexesein und dem Drum und Dran hat sie auch keinen Schimmer. Als sie von den einzigen anderen dunklen Hexen gefragt wird, ob sie ihrem Zirkel beitreten möchte, lehnt sie ab. Doch dann wird eine von ihnen angegriffen und beinahe blutleer aufgefunden und jeder hält Sophies Mitbewohnerin Jenna für schuldig.

Zugegeben – anfangs dachte ich beim Klappentext an Harry Potter und House of Night. Und es lässt sich tatsächlich nicht abstreiten, dass man sich so hin und wieder daran erinnert fühlt. Ein Internat für Zauberwesen, hier Prodigien genannt, dessen Wald man bloß nicht betreten soll, das sogar eine Art Hagrid und Hausgeister besitzt, und Elodie erinnert auch ein wenig an Aphrodite und ihre Freundinnen. Und doch ist „Hex Hall“ ganz anders und das ist gut so. Immer wieder habe ich mich erwischt, wie ich sehnsüchtig von meinen Notizen auf das Buch geschielt habe.

Sophie war eine sympathische und urkomische Protagonistin. Über ihre Tollpatschigkeit musste ich oft lachen, angefangen mit dem Vorfall, der sie nach Hex Hall gebracht hat. Für eine unbeliebte Mitschülerin zaubert sie einen Liebeszauber, der ihr den Jungen ihrer Träume als Tanzpartner für den Abschlussball besorgen soll. Doch als der Junge mit seinem Jeep in die Turnhalle rast und sich auf das Mädchen stürzt, um ihr schwülstige Liebeserklärungen zu machen, ist die Hölle los. Auch Sophies Einstand in Hex Hall, bei dem sie von Archer vor einem wütenden Werwolf gerettet wird, bietet viel Grund zum Lachen. Doch trotz allem hat Sophie auch ein gutes Herz, hält zu ihrer Freundin Jenna, ganz egal, wie schlecht es ihr wegen der Anschuldigungen geht. Auch die anderen Protagonisten sind gut gelungen. Jenna ist ein bisschen durchgeknallt, hat einen Pinktick und versucht, soweit es geht, ihre Außenseiterposition mit Humor zu nehmen. Archer – in den sich Sophie nach und nach verliebt, der aber mit ihrer Rivalin Elodie zusammen ist – wirkt anfangs sehr arrogant, bekommt mit der Zeit aber Tiefgang durch seine Vorgeschichte. Ich mochte ihn ja sehr gerne, auch wenn ich da eine Dreiecksgeschichte kommen sehe.

Die Geschichte an sich ist durch ihren Wechsel zwischen Humor und den Problemen, die Sophie hat, schnell zu lesen und hat mich wie gesagt immer wieder dazu verleitet, zu lesen anstatt zu lernen. Man merkt gar nicht, wie das Buch immer weiter voranschreitet, weil es so kurzweilig zu lesen ist. Nur das Ende kam mir zu schnell und vor allem viel zu einfach. Das ist sehr schade, nachdem die Geschichte vorher so liebevoll aufgebaut wurde. Trotz allem war „Hex Hall“ für mich eine große Überraschung und ein wunderbarer Serienauftakt.

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4 Kommentare zu „|Rezension| Rachel Hawkins „Hex Hall: Wilder Zauber“

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