|Rezension| Mara Purnhagen „Past Midnight“

Past Midnight #1

Mara Purnhagen @ Marapurnhagen.com

Harlequin (September 2010)

224 Seiten, 4,57 € TB

0373210205

Klappentext

Let me set the record straight. My name is Charlotte Silver and I’m not one of those paranormal-obsessed freaks you see on TV…no, those would be my parents, who have their own ghost-hunting reality show. And while I’m usually roped into the behind-the-scenes work, it turns out that I haven’t gone unnoticed. Something happened on my parents‘ research trip in Charleston—and now I’m being stalked by some truly frightening other beings. Trying to fit into a new school and keeping my parents‘ creepy occupation a secret from my friends—and potential boyfriends—is hard enough without having angry spirits whispering in my ear. All I ever wanted was to be normal, but with ghosts of my past and present colliding, now I just want to make it out of high school alive….

Meinung

Dean: What are we doing?
Sam: We are hunting a ghost.
Dean: A ghost, exactly. Who does that?
Sam: Us!
Dean: Us, right! And that’s, Sam, that’s exactly why our lives suck. I mean, come on, we hunt monsters! What the hell?!? Normal people, they see monsters and they run. But not us, no no no. We search out things that want to kill us. Yeah? Huh? Or eat us! You know who does that? Crazy people. We are insane!

[Supernatural]

 

Manche Eltern sind Ärzte, Lehrer oder Bauarbeiter. Doch Charlotte hat dieses Glück nicht – ihre Eltern sind Geisterdokumentarfilmer. Sie hat nie länger als ein halbes Jahr an der selben Schule verbracht und die Gerüchte, die ihre Mitschüler über sie erfunden haben, sind noch absurder als alles, was ihre Eltern in Spukhäusern entdecken könnten. Während ihre ältere Schwester aufgrund ihres guten Aussehens als Geistermagnet fungiert, hilft Charlotte höchstens beim Ton aus. Bis ihre Schwester nach einer Seance in Charleston die Nase voll hat und ihre Eltern vor die Wahl stellt – entweder, sie gehen endlich auf die Bedürfnisse ihrer Kinder ein, oder sie wird nie wieder als „Köder“ herhalten. Für Charlotte bedeutet das: Ihr gesamtes Abschlussjahr an einer Schule bleiben, Freunde finden, in einem nagelneuen Haus ohne Geister leben. Dumm nur, dass „ohne Geister“ ein Irrtum war. Denn in Charleston hat nicht ihre Schwester die Geister angezogen, sondern sie – und jetzt wird sie sie nicht mehr los.

Charlotte ist ein Charakter, den man mögen kann. Sie hat sich bisher immer den Wünschen ihrer ausgeflippten Eltern unterworfen , was für sie hieß, ständig umziehen zu müssen, in Häusern zu wohnen, in denen es spukt und sich regelmäßig den Spott und Gerüchten ihrer wechselnden Mitschüler auszuliefern, während ihre Eltern ihre hübschere Schwester für Dokumentationen vor die Kamera zerren, ihre Familie als „Team“ bezeichnen und stolz jeden Zeitungsbericht über sich sammeln. Es grenzt an ein Wunder, dass Charlotte nicht schon längst ausgeflippt ist. Dass sie ihr Abschlussjahr an ein und derselben Schule verbringen darf, grenzt für sie schon fast an ein Wunder, und sie versucht alles, um sich das Jahr so angenehm wie möglich zu machen. Also erzählt sie ihren neuen Freunden auch nichts vom Beruf ihrer Eltern. Das gibt ihr aber auch nur eine Schonfrist bis Halloween, denn dann laufen alle Dokus ihrer Eltern täglich als Marathon. Doch nicht nur Charlotte hat Geheimnisse, sondern auch ihre neue Freundin Avery erzählt ihr nicht von Anfang an die Wahrheit. Also kann sich Charlotte nur wundern, wieso sie nie die Hauptstraße benutzt, ihre Freundinnen wie Glucken um sie herumschwärmen und warum die gesamte Schule nicht mit Jared redet, der doch ganz nett zu sein scheint.

„Past Midnight“ ist – leider – an manchen Stellen sehr vorhersehbar. Ziemlich früh kann man erraten, wer die beiden Geister sind, die Charlotte verfolgen und auch deren Geschichte ist eine dieser typischen Geistergeschichten der Eltern, die ihre verschwundene Tochter suchen. Auch die Geschichte um Avery und Jared ist leicht zu erraten. Dabei ist „Past Midnight“ ein Buch, das sich ansonsten schnell runter lesen lässt und alles andere als langweilt. Nur bleibt der Gruselfaktor bei mir aus. Vielleicht bin ich persönlich auch schon zu abgestumpft, da braucht es mehr als ein paar schummrige Schemen im Dunkeln, um mir eine schaurige Gänsehaut zu verpassen. Zählt man noch dazu, dass das Ende wie aus dem Ärmel geschüttelt wirkt, ist „Past Midnight“ insgesamt ein vollkommen durchschnittliches Buch – weder so schlecht, dass man die Zeit bereut, die man aufgewendet hat, noch so gut, dass man es unbedingt weiterempfehlen möchte. Immerhin ist es in sich vollkommen abgeschlossen, was für einen Serienstart nicht garantiert ist. So liegt es offen, ob man die nächsten Teile noch kaufen will, oder sich einfach mit Teil 1 begnügt.

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