Rezensionen

|Rezension| Nick Bruel „Bad Kitty will nicht baden“

Bad Kitty #1

OT: Bad Kitty gets a bath

Nick Bruel @ NickBruel.com

Baumhaus (25.Oktober 2010)

124 Seiten, 9,99 € HC

3833937866

Inhalt

Wie bekommt man nur eine völlig verdreckte Katze in die Badewanne? Mit viel Geschrei, Gemurre, Zeter und Mordio? Genau. Mit Bad Kitty ist das Chaos garantiert! Was man braucht ist klar: natürlich eine Badewanne und viel Wasser, trockene Handtücher, eine Rüstung (zum Schutz vor Unfällen) und frische Unterwäsche (bei all dem Stress mit Bad Kitty kann schon mal ein Unfall passieren) sowie genügend Pflaster und Binden. Ach ja, ein Abschiedsbrief an die Lieben und der Krankenwagennotruf sollten auch bereitliegen. Was fehlt ist dann nur noch die Katze – na dann: viel Glück! Tumult und Widerstand sind mit Bad Kitty unvermeidlich.

Meinung

„Bad Kitty will nicht baden“ ist ein illustrierter und humorvoller Leitfaden dafür, wie man eine Katze baden sollte. Denn wer denkt, dass es mit Badewasser einlassen, Katze ins Wasser setzen und anschließendem Trockenrubbeln getan ist, der kennt wohl die eigene Katze schlecht – und ist darüber hinaus völlig unvorbereitet für die Schrecken, die da kommen. In fünf Kapiteln lernt der Leser, wie man seine Katze kratzerfrei wieder wohlriechend bekommt.

In einem Vorwort lernt der Leser erst einmal, dass Katzen sich im Normalfall mit ihrer Zunge selbst waschen, aber in Ausnahmefällen auch Samtpfoten ein Bad brauchen – zum Beispiel dann, wenn der Haushund sie in eine Mülltonne jagt und das Selbstputzen die Katze krank machen würde. Das ist auch Bad Kitty passiert und nun muss ihr Besitzer versuchen, sie in die Badewanne zu lotsen. Gar nicht so einfach, denn Katzen hassen baden. Das sollte sich der Leser auch unbedingt merken. Und bis Kitty in der Badewanne sitzt, ist es noch ein langer und schwieriger Weg.

„Bad Kitty will nicht baden“ beinhaltet schwarz-weiße Zeichnungen, die nicht selten ganze Seiten einnehmen. Der Text, der zu den Zeichnungen gehört, ist dabei sehr groß gehalten. Das Buch kann man gut mit seinen Kindern in einer ruhigen Minute durchsehen und vorlesen, bzw. vorlesen lassen. Die Schrift ist – je nachdem, ob der Inhalt ernst gemeint ist oder nicht – entweder seriös gehalten oder im Comicstil. Nimmt man sich länger Zeit, entdeckt man auch kleine humorvolle Details.

Vor allem der junge Leser lernt vieles zu seinem vierbeinigen Mitbewohner – wie sie sich selbst säubern, wieso eine Katze ab und zu Haarbälle ausspuckt und dass Katzen nicht grundsätzlich etwas gegen Wasser haben, sondern auch mal freiwillig ins Nass gehen. Und tatsächlich lernt man auch, wie man eine Katze richtig badet. Das Ganze wird aber in eine humorvolle Geschichte eingebettet, in der das dreckige Kätzchen mit allen Mitteln dazu gebracht werden muss, in die Badewanne zu steigen. Bad Kitty ist weder eine hübsche noch eine nette Samtpfote, aber trotzdem gelingt es wohl jedem Katzenbesitzer, ein bisschen der eigenen Katze in ihr zu entdecken. Schließlich ist auch das eigene Haustier nicht immer ein pures Schmusekätzchen, sondern kann auch mal die Krallen ausfahren.

Der Inhalt ist abwechslungsreich gestaltet. Neben Informationen und der Geschichte um das missmutige Kätzchen, das sich nicht baden lassen will, beinhaltet das Buch auch Zeitungsartikel in Ausschnitten, die zum Beispiel beschreiben, wie böse Kitty werden kann, wenn man sie nicht füttert oder was passiert, wenn man als Mensch Katzenwäsche betreibt. Außerdem gibt es ein Quiz, um zu prüfen, ob der Leser auch wirklich aufgepasst hat, und „Schon gewusst?“ mit dem eigentlich total uninteressierten Onkel Murray, in dem man mehr über Katzen und ihr Verhältnis zu Wasser lernt. Auch fiktive Kommunikationen zwischen dem Publisher und dem Autoren kann man verfolgen, wenn sich Ersterer weigert, die brutalen Szenen zu veröffentlichen, die sich Zweiterer ausgedacht hat.

„Bad Kitty will nicht baden“ ist ein Leitfaden für Groß und Klein mit einer Menge Humor und einer echt hässlichen Katze und sicher ein nettes Geschenk für jeden Katzenbesitzer, der auch über seine Samtpfoten lachen kann. Gut zu wissen, dass Kittys Badeabenteuer nicht ihr letztes bleiben wird.

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5 Kommentare zu „|Rezension| Nick Bruel „Bad Kitty will nicht baden“

    1. Meiner hats einmal durchgestanden, begeistert war er aber ganz und gar nicht. Hatte Wrestlingqualitäten und wir waren zu zweit (; Werds auch nie wieder machen, aber ließ sich damals leider nicht vermeiden.

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