Rezensionen

|Rezension| Rachel Hawkins „Hex Hall: Dunkle Magie“

Hex Hall #2

OT: Demonglass

Rachel Hawkins @ Rachel-Hawkins.com

LYX (11. März 2011)

347 Seiten, 9,95 € TB

978-3802582400

Inhalt

Nachdem Sophie endlich die Wahrheit über ihre Herkunft erfahren hat, reist sie nach London, um sich mit ihrem Vater zu treffen. In England kommen erstaunliche Dinge über die Gründe für Alice Verwandlung in eine Dämonin ans Tageslicht. Außerdem trifft Sophie eine Gruppe Halbdämonen, die ihre Kräfte dazu benutzen, um gegen das Böse zu kämpfen. Sophie hegt deshalb immer mehr Zweifel an ihrer Entscheidung, ihre eigenen Kräfte aufzugeben. Hinzu kommt, dass Archer vom Rat gefangen gehalten wird. Auch wenn Sophie ihm seinen Verrat nicht verzeihen kann, hat sie doch immer noch starke Gefühle für ihn.

Meinung

Der erste Band von Hex Hall hat mich damals sehr begeistert. Deswegen habe ich ein bisschen darum gebangt, ob „Hex Hall: Dunkle Magie“ meinen hohen Erwartungen entsprechen oder an Witz verlieren würde. Doch meine Sorge war völlig unbegründet: In jeder freien Minute habe gelesen und war genauso verliebt in den zweiten Band wie in den ersten.

Sophie ist immernoch ihr spritzig-witziges Selbst. Dabei besteht ihr Humor aber größtenteils aus Galgenhumor. Mehr bleibt ihr auch nicht übrig nach den ganzen schrecklichen Wahrheiten, die sie überrumpelt haben: Sie ist keine Hexe, sondern ein Dämon, ihr Schwarm Archer ist ein Dämonenjäger und ihr Vater ist das Oberhaupt des Rates und dafür verantwortlich, dass sie überhaupt in Hex Hall sitzt. Nein, Sophies Leben war in letzter Zeit ganz sicher nicht einfach. Dass ihr Vater sie aus Hex Hall mit nach England nimmt, um ihr auszureden, sich ihre Kräfte nehmen zu lassen, hinterlässt Sophie zwiegespalten. Einerseits ist sie fest entschlossen, sich der Prozedur zu unterziehen, um niemanden zu gefährden, andererseits wird in England deutlich, dass sie auf den Schutz ihrer Kräfte angewiesen ist.

In „Hex Hall: Dunkle Magie“ tut sich endgültig eine Dreiecksgeschichte auf, bei der ich sagen muss, dass ich mich auf keine Seite schlagen kann. Zum einen ist das Archer, mit dem Sophie in Hex Hall viel Zeit verbracht hat, nur um dann zu merken, dass er ein Dämonenjäger ist. Auch wenn ihr jeder einredet, dass alles, was Archer von ihr will, ihr Leben ist, ist Sophie gar nicht überzeugt. Bei einem Überfall auf einen Nachtclub treffen beide wieder aufeinander und gegen jede Vernunft verabredet sich Sophie heimlich mit ihm. Archer ist der Typ Charakter, für den ich eine Schwäche habe: Harte Fassade mit weichem Herz, großschnäuzig, wagemutig und trotzdem besorgt um die, die er liebt, auch wenn er es ungern zugibt. Auf der anderen Seite ist da Cal, der in Band 1 noch eine unauffällige Rolle eingenommen hat. Dass Cal mit nach London soll, macht Sophie stutzig, bis sie erfährt, dass sie mit ihm verlobt ist, denn in der Welt der Prodigien ist es allzu üblich, seine Kinder noch miteinander zu verkuppeln. Cal ist ein stiller und liebenswürdiger Charakter, für Sophie aber zu still, obwohl sie langsam Gefallen daran findet, über das Thema Verlobung Witzchen mit ihm zu machen.

Im Allgemeinen hängt man an allen Protagonisten auf die eine oder andere Art – Jenna mit ihrer loyalen Art, an den beiden anderen Dämonenkindern Nick und Daisy, auch wenn sie nicht zur angenehmsten Sorte Mitbewohner gehören, oder an Sophies Vater, der es schafft, eine Tochter sogar ein wenig für sich zu gewinnen, obwohl er bisher nicht der Mustervater war. Und dass Elodie eine kleine Rolle hat, fand ich auch toll. Irgendwie hat mich ihr Todin Band 1 ja doch ein wenig traurig gemacht.

Die Geschichte ist an keiner Stelle langatmig, sondern rast nur so voran. Ich habe das Buch wirklich nur ganz ungern zur Seite gelegt und hätte ich nicht einen Stapel Lernunterlagen, die auf mich warten – ich hätte es in einem Rutsch durchgelesen. Man kann so wunderbar mit Sophie mitfiebern, -lachen und -weinen. Dass das Buch in einem Cliffhanger endet, macht das Warten für mich jetzt umso schwerer, bis Band 3 erscheint.

Total verwirt war ich aber über den Klappentext. Irgendwie stimmt hier nur die Hälfte. Einen Kampf von Halbdämonen gegen das Böse habe ich keinen mitbekommen und Archer ist auch den größten Teil des Buches noch auf freiem Fuss und im Auftrag des Auges unterwegs.

Advertisements

Ein Kommentar zu „|Rezension| Rachel Hawkins „Hex Hall: Dunkle Magie“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s