|Rezension| Rachel Caine „Ghost Town“

The Morganville Vampires #8

Rachel Caine @ RachelCaine.com

New American Library (April 2011)

353 Seiten, 5,95 € TB

Klappentext

While developing a new system to maintain the town’s defenses, genius student Claire Danvers discovers a way to use the vampires‘ powers to keep outsiders from spreading news of Morganville’s „unique“ situation.
But when people in town start forgetting who they are-including the vampires-Claire has to figure out how to pull the plug on her experiment before she forgets how to save herself…and Morganville.

Meinung

Es gibt Serien, die könnten in meinen Augen ewig weitergehen. Obwohl Ghost Town schon das achte Buch der Morganville Vampire-Reihe und das neunte Buch auch schon auf dem Markt ist, hat die Serie nicht an Qualität verloren. Das haben diverse andere Reihen so nicht geschafft.

Nachdem Ada, der Horrorcomputer, nicht mehr existiert, liegt Morganville ungeschützt – die Barrieren sind abgebrochen, die Portale funktionieren nicht mehr, geschweige denn werden die Erinnerungen derjenigen gelöscht, die die Stadt verlassen wollen würden. Das macht die Vampirstadt verletzlich. Myrnin und Claire arbeiten daran, einen neuen Steuerungscomputer zu bauen, wobei Myrnin der Meinung ist, dass dies nur mit einem Gehirn (vorzugsweise natürlich Claires) funktionieren würde und Claire nach einer neuen Lösung sucht. Letztendlich – und mit enormen Druck von Oliver und Amelie – gelingt es den beiden auch. Doch kurz darauf beginnen Leute plötzlich, sich seltsam zu benehmen. Sie erinnern sich nicht mehr an die letzten drei Jahre ihres Lebens. Dieses Phänomen trifft nach und nach auch Claires Freunde.

„Ghost Town“ ist einmal mehr ein Wechselbad der Gefühle. In der einen Sekunde muss man noch ein paar Tränen vergießen, in der nächsten schon wieder kichern, sich die Haare raufen und die Fingernägel abknabbern. Vor allem Myrninfans kommen völlig auf ihre Kosten, denn Myrnin zeigt sich von vielen verschiedenen Seiten – mal ist er extrem fürsorglich, was Claire angeht, dann erzählt er von seiner Zeit mit Ada und betrauert sie und letztendlich verfällt er sogar in seinen alten, unberechenbaren Zustand, kurz davor, den Verstand zu verlieren. Auch Shane und Claire haben mich dazu gebracht, vor soviel Zuckerguss fast Zahnschmerzen zu bekommen (aber auf eine gute Weise (;) oder gar bittere Tränen zu vergießen. Rachel Caine hat nichts an Können und Humor verloren und wird das hoffentlich auch die nächsten Bände nicht tun.

Rachel Caine schafft es immer wieder, Wendngen in die Geschichte von Morganvlle einzubauen, mit denen man so niemals gerechnet hätte. Morganville ist kein statisches Konstrukt, sondern ändert sich mit jedem Buch immer wieder aufs Neue – neue Regeln, neue Bewohner, neue Herrschaft. Gerade diese Wandlungsfähigkeit führt wohl mitunter dazu, dass die Serie immernoch nicht langweilig wird.

Über das geänderte Format habe ich mich ja im ersten Moment ziemlich geärgert, jetzt passt das Buch gar nicht zu den restlichen sieben Bänden. Aber ich muss zugeben – es war noch NIE so angenehm, einen Morganville zu lesen; zumindest nicht, wenn man Leseknicke im Buchrücken nicht mag. Ich persönlich in durchaus besänftigt.

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