Rezensionen

|Rezension| Mandy Hubbard „You Wish“

Mandy Hubbard @ MandyHubbard.com

Razorbill (August 2010)

284 Seiten, 6,99 € TB

Klappentext

Kayla McHenry’s sweet sixteen sucks! Her dad left, her grades dropped, and her BFF is dating the boy Kayla’s secretly loved for years. Blowing out her candles, Kayla thinks: I wish my birthday wishes actually came true. Because they never freakin’ do.

Kayla wakes the next day to a life-sized, bright pink My Little Pony outside her window. Then a year’s supply of gumballs arrives. A boy named Ken with a disturbing resemblance to the doll of the same name stalks her. As the ghosts of Kayla’s wishes-past appear, they take her on a wild ride . . . but they MUST STOP. Because when she was fifteen? She wished Ben Mackenzie would kiss her. And Ben is her best friend’s boyfriend.

Meinung

Der Klappentext von You Wish versprach eine anspruchslose und unterhaltsame Geschichte, und das hätte auch so wunderbar funktionieren können, wäre die Protagonistin nicht so unerträglich anti – antifreude, antispaß, antileben. Kayla beschwert sich eigentlich konstant und an manchen Stellen tat sie mir tatsächlich leid. Der Vater verschwand einfach nach Italien und tauchte nie mehr auf, die Mutter arbeitet pausenlos und ist nie daheim und ihre einzige Freundin vernachlässigt sie schwer, weil sie ihren ersten Freund hat. Blöderweise ist Kayla auch seit Jahren in genau diesen Jungen verknallt Da frage ich mich doch: Wenn Nicole und Kayla seit Jahr und Tag beste Freundinnen sind, wie kann Nicole dann nicht wissen, dass Kayla in Ben verliebt ist? Erzählt man sich sowas nicht unter besten Freunden? Aber Kayla ist nicht nur Opfer ihres Schicksals, sie stellt sich auch selbst pausenlos ins Aus. Sie hat gar keine Lust, mehr Kontakte zu knüpfen als die zu Nicole und Ben, ist zu jedem, den sie trifft, nur unfreundlich, und beschwert sich dann darüber, dass sie allein dasteht. Natürlich ist das Ganze ja Sinn der Sache, aber über Dreiviertel des Buches eine Dauernörglerin zu begleiten, ist auf Dauer nicht besonders unterhaltsam.

Tatsächlich durch das Buch getrieben hat mich nur die Neugierde, was sich Kayla in den letzten 14 Jahren zum Geburtstag gewünscht hat. Außer einem pinken Pony bekommt Kayla einen Lebensvorrat an Kaugummikugeln, ihre Lieblingspuppe sitzt plötzlich lebensgroß und lebendig in ihrem Kleiderschrank und ein solariumgebräunter Typ namens Ken behauptet, sie hieße Barbie und wäre seine Freundin. Dabei konnte ich aber nicht zuordnen, was sich Kayla angeblich an ihrem zweiten, dritten, vierten Geburtstag gewünscht hat, denn nichts der erfüllten Wünsche passte tatsächlich auf dieses junge Alter. Und überhaupt bleibt offen: Wieso ist das alles denn überhaupt passiert? Hat sich eine gute Kuchenbäckerfee gedacht, Kayla braucht etwas, das ihr die Augen öffnet?

You wish strotzt nur so von abgedroschenen Witzen, die vielleicht auf der Leinwand noch lustig wären, aber auf Papier nicht besonders rüberkommen. Man könnte meinen, Kayla wäre unfähig, einen Schritt zu laufen, ohne hinzufallen, sich zu stoßen oder irgendetwas Sinnfreies von sich zu geben. Gleiches gilt für Ann, der man das anfangs ja noch nachsehen könnte – von der Puppe zum Mensch ist es ja nicht ganz so einfach – aber auf Dauer ist es auch bei ihr nur noch nervig.

Das Ende hat mir dann doch ein zufriedenes Lächeln abgerungen und im Rückblick war die Geschichte ja eigentlich ganz nett zu lesen, wenn man keine großen Erwartungen an das Buch setzt. Schade, dass man eine sehr nette Idee mit einer so unsympathischen Protagonistin verleiden musste.

Advertisements

Ein Kommentar zu „|Rezension| Mandy Hubbard „You Wish“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s