|Rezension| Maggie Stiefvater „Forever“

Dt. Titel: In deinen Augen

The Wolves of Mercy Falls #3

Maggie Stiefvater @ Maggie Stiefvater.com

Scholastic (Juli 2011)

400 Seiten, 11,80 € HC

0545259088

Klappentext

The conclusion to #1 bestselling Shiver trilogy. In Shiver, Grace and Sam found each other. In Linger, they fought to be together. Now, in Forever, the stakes are even higher than before. Wolves are being hunted. Lives are being threatened. And love is harder and harder to hold on to as death comes closing in.

Meinung

Am Schluss von „Shiver“ habe ich bittere Tränen vergossen. Am Ende von „Linger“ ging es mir nicht anders. Und auch jetzt musste ich weinen, als ich die letzten Kapitel von „Forever“ gelesen habe. Trotzdem kommt der Serienabschluss leider nicht ganz an seine Vorgänger heran. Ich hatte Erwartungen und Mutmaßungen, die sich nicht recht erfüllen wollten.

Mich hat die stille Schreibweise nie großartig an den Büchern gestört, und auch dass streckenweise nicht besonders viel passiert ist, fand ich okay. Ich mochte die leisen Momente zwischen Sam und Grace und die weniger leisen, aber trotzdem intimen Treffen von Isabel und Cole. Von beiden gibt es in „Forever“ verhältnismäßig weniger, obwohl die Geschichte trotzdem vor sich hintröpfelt. Sowohl Cole als auch Isabel als auch Grace bleiben plötzlich oberflächlich, und das finde ich vor alle bei Cole wahnsinnig schade, da er sich zu meinem Lieblingscharakter gemausert hat. Erst zum Ende kommt Fahrt auf, aber das war man ja schon aus den ersten beiden Bänden gewohnt.

Schade fand ich, dass man es sich bei der Lösung des Wolfproblems so einfach gemacht hat. Sam und Cole müssen sich eine Lösung einfallen lassen, bevor Tom Culpeper seinen Plan, alle Wölfe auszurotten, wahr machen kann, und tata – da präsentiert sich plötzlich der Mann, der die optimale Lösung auf dem Silbertablett liefern kann. Dicke Abzüge in der B-Note dafür. Außerdem bin ich nie ganz dahinter gestiegen, wieso Cole der einzige Wolf ist, der sich nicht verwandelt, denn so viel stabiler als Grace kann er ja nicht sein.

Auch wenn der Serienabschluss hinter seinen Vorgänger herhinkt, gab es doch auch Punkte, die mich dann versöhnlich stimmen – Momente zwischen Sam und seinen Liebsten, Grace, die beschreibt, wie es ist, ein Wolf zu sein (worauf ich sehr sehr viel Wert gelegt habe) und ein Ende, bei dem ich mir die Tränen trotzdem nicht verkneifen konnte. Ich hätte das melancholische Gefühl vermisst, das man bei „Shiver“ und „Linger“ hatte, wenn man das Buch nach der letzten Seite zugeklappt hat. Ich hasse Happy-End-Epiloge, darauf kann ich gut verzichten. Und nicht zu vergessen die Rilke-Gedichte. Maggie Stiefvater ist sich letztendlich doch einfach treu geblieben.

Ich stelle (das, nebenbei erwähnt, wunderschöne <3) „Forever“ letztendlich doch ganz zufrieden zu seinen Vorgängern, auch wenn ich mir von allem etwas mehr gewünscht hätte – vor allem mehr Isabel und Cole. Aber ein offenes Ende lässt ja immer hoffen und es gibt sicher noch einige schöne Farben, in denen man noch mehr Bücher drucken könnte.

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2 Gedanken zu “|Rezension| Maggie Stiefvater „Forever“

  1. Miss Bookiverse schreibt:

    Ich war ziemlich enttäuscht. Eigentlich störe ich mich an so ruhigen Geschichten auch nicht, Linger fand ich total toll, aber bei Forever hat mir was gefehlt, vllt wirklich die ganzen intimen Momente, wie du sagst.
    Hach und Cole hab ich auch furchtbar lieb gewonnen. Ich find’s zwar oft furchtbar wie er mit Sam umspringt, aber dann hat er wieder so Knallersprüche und wie er erst beschrieben wird *__*

  2. CloverBell schreibt:

    Also ich fande den dritten Teil eigentlich am besten von allen, ein sehr schöner und würdiger Abschlussband für so eine tolle Trilogie *-* Vielleicht liegt es auch etwas daran, dass Cole zu meinem absoluten Lieblingscharakter aufgestiegen ist in „Forever“, auch wenn ich ihn in „Linger“ schon etwas mochte, und diese intimen momente mit isabel waren sowieso die besten *o* :D deswegen mochte ich wie das ende war auch, das lässt viel platz für fantasie :)

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