Rezensionen

|Rezension| Robin Wasserman „Wired“

OT: Wired

Skinned #3

Script5 (September 2011)

384 Seiten, 16,90 € HC

3839001153

Inhalt

Vor einem Jahr starb Lia Kahn.
Nur wenige Tage später wachte sie auf.
In einem neuen, künstlichen Körper.
Sie hatte eine neue Familie: Mechs wie sie. Und ein neues Leben eines, das für immer währen sollte.
Das dachte sie zumindest …
Doch nun stellt sich alles, was man ihr erzählt hat, als Lüge heraus. Jemand beginnt, die Mechs zu zerstören, sie einen nach dem anderen auszulöschen. Lia geht jedes Risiko ein, um sich selbst und die zu schützen, ohne die sie nicht sein kann. Aber sie muss sich der Wahrheit stellen: Alle kann sie nicht retten.

Meinung

Nachdem ihr letzter Angriff auf BioMax schief gelaufen ist und ihren Freund Riley dabei seinen Mechkörper gekostet hat, blieb Lia Kahn nichts anderes übrig, als sich in die Hände derjenigen zu begeben, die sie zutiefst verabscheut. So wohnt sie wieder bei ihrer Familie, die sie nicht will, und macht Werbung für den Konzern, dem sie ausgeliefert ist – nur, um Riley einen neuen Körper zu besorgen. Zwischen dieser Ausgangssituation und dem Ende passieren hundert verschiedene Dinge. Und nicht alle davon machen Sinn.

Lia, Riley und Jude planen immernoch, BioMax zu sabotieren – nicht zuletzt deswegen, weil Lia hinter ein schreckliches Geheimnis kommt: Ihr Tod war geplant und eigentlich sollte es auch nicht sie, sondern ihre kleine Schwester treffen. Diese Erkenntnis bringt auch die beiden Geschwister wieder zusammen und so unterstützt Zo die Mechs bei ihren Sabotageaktionen. Dabei reiten sie sich und sämtliche andere Orgs aber immer mehr in eine ausweglose Situation. Allianzen, von denen sie glaubten, sie besäßen sie, stellen sich als heiße Luft heraus, und Informationen, die sie veröffentlichen, gehen im allgemeinen Wahnsinn des Internets unter. Egal, was die Mechs versuchen – alles geht nur schief oder wird mehr oder weniger unabsichtlich vereitelt.

Bisher sind Jude, Riley und Lia nicht besonders sorgsam mit ihren Körpern umgegangen, denn ihnen war bewusst, dass sie jederzeit wieder neu hochgeladen werden können. In Wired ändert sich die Situation schlagartig. Weder haben Mechs das Alleinrecht an ihrer hochgeladenen Persönlichkeit, wie sie erschrocken feststellen müssen, noch weiterhin den Vorteil des ewigen Lebens. Plötzlich hat Lia den Tod wieder vor Augen und das macht wieder menschlicher als jeder vorherige Versuch, sich selbst zu überzeugen. Jetzt ist sie gefangen zwischen ihrem Wunsch, die Alte zu sein und ihrem Bewusstsein, dass sie eben doch nur eine Menge Informationen in einem künstlichen Körper ist.

Den Schluss fand ich ja im ersten Moment total verwirrend. Deutlich angesprochen, was der Plan von BioMax war, wird nämlich nicht. Dadurch kann man sich seine ganz eigene Verschwörungstheorie zusammenreimen. Einen anderen Schluss hätte ich mir aber auch für diese Reihe nicht vorstellen können. Lias Welt ist so von Technik durchzogen und in den Händen so weniger Machtträger, dass ein zuckersüßes Happyend ein Ding der Unmöglichkeit war.

Sieht man die Trilogie im ganzen, kann ich jedem wirklich ans Herz legen, sie zu lesen. Die Thematik hat sich auch noch Tage nach dem Lesen in meinem Kopf festgesetzt und mich wirklich zum Nachdenken gebracht.

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