|Rezension| Jessica Brody „The Karma Club“

Deutscher Titel: Fieses Karma

Jessica Brody @ JessicaBrody.com

Square Fish (Mai 2011)

288 Seiten, 6,99 € TB

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Inhalt

Als Madison dachte, ihr Leben könnte nicht mehr besser werden – gute Freundinnen, nette Eltern und ein Freund, der gerade als Freund des Monats für ein Teenagermagazin gewählt wurde – , lässt sie letzterer sitzen, und das auch noch für das Mädchen, das Maddie von Weitem bewundert hatte. Auf einem Workshopwochenende, zu dem ihre besorgte Muter sie schleppt, stößt Maddie auf das Konzept des Karmas. Und da es ihr zu lange dauert, bis Mason seine kosmische Strafe bekommt, helfen sie und ihre Freundinnen Jade und Angie eben nach. Und wenn sie schon dabei sind, dann trifft es auch jeden anderen, der ihnen weh getan hat. Doch dann schlägt Karma zurück….

Meinung

Das grundsätzliche Konzept von Karma ist wohl jedem bekannt – das, was man tut, kommt auf einen zurück. Das Böse und das Gute. Doch was passiert, wenn Karma für den eigenen Geschmack zu lange braucht? Darf man selbst eingreifen und wieder Balance herstellen? Mit dieser Überlegung spielt The Karma Club.

The Karma Club ist eine lockerleichte, wunderbar lustig erzählte Geschichte. Die drei Freundinnen Maddie, Jade und Angie tun exakt das, was man selbst schon in seinem Kopf abgespielt hat: Sie rächen sich an denjenigen, die ihnen wehgetan haben. Am verlogenen Exfreund und seiner neuen Flamme, an dem Exfreund, der einen nur als Sündenbock gebraucht hat und an dem Exfreund, für den „noch warten, bis du bereit bist“ auch bedeutet, dass jede andere Frau Freiwild ist. Hat nicht jeder in seinem Leben jemanden, dem man sein Verhalten so richtig heimzahlen möchte? So kam ich nicht umhin, mehr als einmal innerlich schadenfroh zu kichern, wenn wieder einer der Pläne der Mädchen von Erfolg gekrönt war. Auch, wenn die Pläne nicht unbedingt kreativ sind, ist die Durchführung doch wahnsinnig witzig.

Maddie ist eine liebenswerte Protagonistin. Es fällt nicht schwer, mit ihr mitzufühlen, wenn Mason ihr das Herz bricht, denn man st genauso wie ihre Freundinnen der Meinung, dass sie das im Leben nicht verdient hat. Es war auch leicht, nachzuvollziehen, wie gedemütigt sie sich fühlt und wie groß ihr Drang ist, dieses Gefühl loszuwerden. Auch ihre Freundinnen mochte ich den größten Teil der Zeit sehr, auch wenn ich ihr Verhalten am Ende zu übertrieben fand.

Die eingebaute Liebesgeschichte tritt gar nicht so sehr in den Vordergrund wie in anderen Büchern und das fand ich wiederum sehr angenehm. Ohne hätte mir etwas gefehlt, aber vordergründig geht es immer um den Karma Club, seine kleinen und großen Erfolge und Probleme, als das Karma zurückschlägt.

Am Schluss hat es sich die Autorin ein bisschen zu einfach gemacht, finde ich. Klar müssen die Mädchen nicht tierisch auf die Nase fallen, wenn sie doch dazugelernt haben, aber so simpel, wie ihr Problem gelöst wurde, hätte es dann doch nicht ablaufen müssen.

Trotzdem kann man sich – falls man das nicht schon automatisch tut – ihre Lehre abschauen, was das Karma betrifft: Gute Taten kommen irgendwann wieder zu einem zurück. Es lohnt sich, nett und hilfsbereit zu sein, auch wenn der Erfolg etwas auf sich warten lässt.

Aufmerksam wurde ich auf The Karma Club durch den wunderbaren Buchtrailer:

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