|Rezension| Michael Mittermeier „Achtung, Baby!“ Hörbuch

Michael  Mittermeier @ mittermeier.de

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Die Geschichte

Michael  Mittermeier  wechselt die Fronten – von dem, der sich über Eltern lustig macht, zu dem, der selbst Elternteil ist. Dabei beschreibt er, wie es war, immer zu diesem Schritt gedrängelt zu werden,  wie es ist, wenn man plötzlich tatsächlich eine schwangere Frau hat, und die ersten Monate mit der Tochter Lilly.

Meinung

Es gibt Bücher, die haben eine deutliche Zielgruppe, aber man kann sie trotzdem lesen und fühlt sich angesprochen. Und dann gibt es Bücher, die sind außerhalb ihrer Zielgruppe irgendwie nicht lustig. Ich sage es gleich: Wenn ihr keine Eltern seid oder absolut besessen von Babys – wartet mit Achtung, Baby! lieber noch, bis ihr in die Zielgruppe eintretet…

Ich mag Michael Mittermeier sehr gerne und finde ihn in der Regel auch immer sehr unterhaltsam, habe mich aber von seinen Programmen bis jetzt auch persönlich angesprochen gefühlt. Nicht so hier – ich bin keine Mutti, ich habe auch in absehbarer Zeit nicht vor, eine zu werden, und auch wenn ich Kinder liebe, muss ich mich auch mit befreundeten Müttern nicht zwingend pausenlos über ihre Kinder unterhalten. Nichtsdestotrotz hätte ich erwartet, dass ich das Buch mögen würde, einfach weil ich den guten Herrn Mittermeier unterhaltsam finde.

Ganz so schlimm war es dann doch nicht, schließlich nimmt er sich und seine Frau aufs Korn, so wie er früher als Außenstehender Witze über Eltern gerissen hat. Immer wieder zieht er das Fazit: Das, worüber ich mich als Unbeteiligter lustig gemacht habe, ist genau so, wie ich es dargestellt habe. Nur stört es mich plötzlich nicht mehr.  Die Stellen, an denen es mir zuviel waren, waren die, wo es um Kaka, Pipi und Pupsis ging (und ja, so wird das auch bezeichnet). Ich bin kein Mensch, der sich schnell ekelt, ich benutze Tütchen beim Gassigehen und habe Katzen (und Katzenbesitzer wissen, was ich damit ausdrücken möchte (; ). Und natürlich machen Babys Häufchen und pupsen, machen wir uns doch nix vor. Aber nachdem die gefühlt fünfhunderste Geschichte über die Verdauungsvorgänge von klein Lilly kam, wurde es mir dann doch ein bisschen zuviel. Too much information. Und wo wir schon dabei sind – vom Sexleben wollte ich auch nicht unbedingt hören. Dankesehr.

Wie es sich für einen Comedian gehört, liest Michael Mittermeier sein Buch natürlich selbst, was bedeutet, dass er auch genau weiß, wie er es rübergebracht haben wollte. Ein bisschen war das schon wie eines seiner Programme kucken. Nur eben leider keines von denen, die ich lustig fand. Schade. Schön war jedoch, dass ganz am Ende ein Lied eingefügt wird, das seine Frau Gudrun für ihre Tochter geschrieben hatte, als sie schwanger war.  Gudrun – und das wusste ich vorher auch nicht – ist nämlich Somersault, die ich persönlich ja sehr gerne mag.

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Ein Gedanke zu “|Rezension| Michael Mittermeier „Achtung, Baby!“ Hörbuch

  1. Miri schreibt:

    Ich hab das Buch gelesen als ich schwanger war und fand es sehr lustig, allerdings denke ich, dass ich mich mit vielen Dingen unschwanger nicht hätte identifizieren können.

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