Rezensionen

|Rezension| Elana Johnson „Possession“

Possession #1

Elana Johnson @ ElanaJohnson.com

Simon Pulse (Juni 2011)

416 Seiten, 12,60 € HC

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Die Geschichte

Einmal zuviel hat Violet die Regeln übertreten. Sie findet sich im Gefängnis wieder, wo sie sich eine Zelle mit Jag teilen muss. Beide können flüchten und machen sich auf den Weg ans Meer, wo sie frei leben können. Doch sie kommen gar nicht so weit – und Vi muss immer mehr erfahren, dass alles, woran sie geglaubt hat, eine große Lüge war.

Meinung

Ich habe mich schon lang nicht mehr so gelangweilt. Der Klappentext klang so toll – so nach Rebellion in einer komplett kontrollierten Welt. Und dann kam das hier.

Zum einen sind da die zwei Protagonisten Jag und Vi. Vi ist ja so unheimlich rebellisch, weil sie verrückte Haare hat. Und Jag hat auch verrückte Haare. Und wenn sie böse zueinander waren, dann machen sie sich hinterher gegenseitig die Haare. Wenn ich in nächster Zeit nochmal das Wort Haare lese, schreie ich.  Abgesehen davon hat Vi  Fähigkeiten, von denen sie nicht so recht weiß, wo sie herkommen. Sie kann Technik kontrollieren und Leute das tun lassen, was sie möchte. Das ist aber auch das einzige, was Vi kann, wenn man hinfallen und schmollen nicht mitzählen möchte, denn von diesen Gaben macht sie pausenlos Gebrauch. Jag hat eigentlich auch nur den Vorteil, dass er gut aussieht (und verrückte Haare hat *arg*), denn ansonsten wollte ich ihn pausenlos nehmen und schlagen. Im Schmollen steht er Vi in nichts nach, lässt sie liebend gern alleine zurück, wenn sie auf seine Hilfe angewiesen wäre, und tut dann so, als wäre das gahaar keine große Sache. Er sieht ja gut aus. Da verzeiht Vi ihm alles.

Die Beziehung zwischen den beiden ist so nichtssagend wie nervtötend. Außer Zweckmäßigkeit und gutem Aussehen (und der Gemeinsamkeit der gleichen Frisur…)  sehe ich keinen Grund, wieso die beiden zusmmen sein sollten. Jag zieht seine Egotour durch und lässt Vi dauernd sitzen, Vi verzeiht ihm, sobald er ein bisschen süß lächelt und die Welt ist wieder okay bis zum nächsten Mal, wenn Jag sie sitzen lässt, was im nächsten Kapitel passiert. Nebenbei versichert sich Vi auch immer wieder, dass sie eigentlich ja gar nichts von Jag will, weil sie ja Zenn hat – der sie erst ins Gefängnis gebracht und sich dann einen Dreck um sie schert, aber sie sicher trotzdem liebt und vermisst und nur nicht die Möglichkeit hat, ihr zu helfen. Vi hat eindeutig ein Problem mit ihrer Männerwahl….

Wenn dann wenigstens die Welt interessant gewesen. Aber man kann es sich auch einfach machen und sich erstmal solche simplen Trennungen wie gut und böse zum Vorbild nehmen. Da wohnen also die guten Menschen im Gutland und die bösen im Böseland. Und das ist keine Ironie, das ist mein Ernst! Die Menschen im Böseland leben im Prinzip das Leben, das wir jetzt leben – freie Kleiderwahl, etwas weniger Technik als momentan,normale Polizisten, öffentliche Zuneigungsbekundungen. Im Gutland stöpselt man sich dagegen jeden Abend ein, um sich mit Regeln berieseln zu lassen, hat vorgeschriebene Kleidung zu tragen, dafür aber den Luxus, immer und überall von Technik umgeben zu sein. So richtige Probleme haben Vi und Jag auch nicht, immerhin haben sie beide diese praktische Kontrollgabe, mit der sie sich aus grundsätzlich jeder Situation retten können.

Langweilig. Von vorne bis hinten. Ein bisschen mehr Erklärung der Welt (denn hier gilt der Grundatz: Ist halt einfach so, nimm es hin.) und eine langsamere Entwicklung von Jags und Vis Beziehung hätten dem Buch sicher gut getan.

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3 Kommentare zu „|Rezension| Elana Johnson „Possession“

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