Rezensionen

|Rezension| Michelle Hodkin „The Unbecoming of Mara Dyer“

Mara Dyer #1

Michelle Hodkin @ MichelleHodkin.com

Simon & Schuster (Oktober 2011)

464 Seiten, 12,50 € HC

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Die Geschichte

Mara wacht ohne Erinnerung im Krankenhaus auf. Ihre beste Freundin, ihr Freund und dessen Schwester sind bei dem Hauseinsturz ums Leben gekommen, den Mara unverletzt überlebt hat. Die Halluzinationen, die Mara danach hat, schiebt sie auf die Posttraumatische Belastungsstörung, die ihr bescheinigt wurde. Doch sind die Dinge, die Mara sieht, und die Zeit, die ihr fehlt, wirklich so einfach zu erklären? Und sollte sie sich in ihrem Zustand wirklich auf Noah einlassen, dessen schlechter Ruf ihm vorauseilt?

Meinung

„Real or not real“ ist eine Frage, mit der sich schon mehr als ein Buchcharakter beschäftigt hat. „real or not real“ ist auch die Frage, die man sich das ganze Buch hindurch stellt. Was von dem, was Mara widerfährt, ist echt? Was sind Halluzinationen, die sie durch ihre PTBS hat? Was sind Träume, was sind Geschehnisse, die im Nachhinein einfach nur nicht mehr angesprochen werden? Man weiß nie, was einen auf der nächsten Seite erwartet.

Mara war ein Charakter, den ich absolut gerne mochte. Sie hat wahnsinnige Angst, dass der kleinste Fehler sie in die Klinik bringen könnte. Dass ihre Mutter Therapeutin ist, macht es ihr dabei nicht leichter. Weil sie niemandem von ihren Halluzinationen erzählen kann, muss sie viel mit sich selbst ausmachen.  Das tut sie mit viel schwarzem Humor. Noah hingegen hat mich sofort an Heath Ledger in 10 Dinge, die ich an dir hasse denken lassen. Sein Ruf ist nicht besonders gut, da er sein gutes Aussehen schon viel zu oft ausgenutzt hat. Trotzdem hat er etwas Unwiderstehliches an sich. Als Leser ist man immer hin und hergerissen zwischen dem Wunsch, dass Mara endlich nachgeben sollte, und der Besorgnis, dass Noah vielleicht doch das ist, was ihm nachgesagt wird – jemand, der Mädchen nur ausnutzt. Noah und Mara zusammen waren gleichzeitig so witzig, tragisch und zum Dahinschmelzen, dass man sie als Paar einfach lieben muss. Das Einzige, was mich an Noah gestört hat, war seine hohe Bereitschaft, gewalttätig zu werden. Dafür sah ich gar keine Veranlassung und seine Ausbrüche waren wirklich zu extrem, als dass man sie als jugendliches Stürmischsein abtun könnte.

Auch wenn die Story an manchen Punkten etwas abgehoben war, konnte ich mich nicht losreißen. Und bei dem grausam bösen Ende kann man nur verzweifelt stöhnen: Wieso muss ich auf Teil 2 so lange warten?!

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