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|Rezension| Kerstin Gier „Rubinrot“

Edelstein-Trilogie  #1

Kerstin Gier @ KerstinGier.com

Arena (Januar 2009)

352 Seiten, 15,95 € HC

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Die Geschichte

Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Meinung

Geschichten, die sich um Zeitreisen drehen, haben ja alle irgendwie ihre Ähnlichkeit, was gewisse Regeln betrifft, die man beachten muss, und Umstände, die zur Zeitreise führen können. Rubinrot macht hier keine Ausnahme – ein Zeitreisegen ermöglicht es Gwendolyn, in der Zeit zu springen. Blöd nur, dass Gwen mit allem gerechnet hätte, nur nicht damit. Bisher dachte sie, ihre Cousine Charlotte wäre diejenige welche, und der Kelch würde glücklicherweise an ihr vorbeigehen. Pech gehabt. Nun bleibt ihr nichts anderes übrig, um die Sache mit Würde und Humor zu nehmen – und das gelingt ihr doch recht gut. Vor allem in Zusammenarbeit mit ihrer besten Freundin Leslie. Beide sind nicht auf den Mund gefallen und haben mir den einen oder anderen Lacher abgerungen.

Den großen Hype kann ich dennoch nicht verstehen. Rubinrot war ein nettes Buch, das man schnell durchgelesen hat, es hat einen zum Lächeln oder Lachen gebracht, aber ansonsten? Zum einen fand ich es sehr durchschaubar, was wohl daran lag, dass entweder nicht besonders subtil mit Geheimnissen umgegangen wird oder man die Antwort zu einer offenen Frage regelrecht mit dem Zaunpfahl über den Kopf gepfeffert bekommt. Die eine oder andere Szene hätte man sich sparen können, um die Spannung wenigstens noch ein wenig auf die folgenden Bücher zu verschieben. Zum anderen ist Rubinrot eigentlich nichts weiter als eine ewige Einführung – die Einführung der Protagonisten, die Einführung der Rahmenbedingungen. Falls Rubinrot irgendwo einen spannenden Höhepunkt hatte – er ist mir leider entgangen.

Gwen war ein sympathischer Charakter, aber über Gideon kann ich gar nichts sagen. Gideon ist mir leider schnurzpiepegal. Weder fand ich ihn anfangs unsympathisch noch am Ende sympathisch – der gute Junge ist so blass, dass ich seine Existenz fast ignorieren könnte. Seinen plötzlichen Sinneswandel gegen Ende des Buches konnte ich auch absolut nicht nachvollziehen – offensichtlich ist mir da etwas Essenzielles entgangen, das zwischen Gwen und Gideon abgelaufen sein muss.

Alles in Allem ja nett zu lesen und Gwen war sehr liebenswert, aber ich glaube, das Buch kann auf der Leinwand nur gewinnen.

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3 Kommentare zu „|Rezension| Kerstin Gier „Rubinrot“

  1. Falls du den zweiten Teil lesen solltest, wirst du erfahren, was es mit dem Sinneswandel auf sich hat und dann wirst du ales nachvollziehen können ;)

    Bei der Sache mit der EInführung kann ich dir nur zustimmen, hab ich auch schon in meiner Rezi so geschrieben. Rubinrot ist einfach nur das, Saphirblau ist dann der Hauptteil und Smaragdgrün der Höhepunkt mit Schluss, es wird also definitiv besser.

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