Rezensionen

|Rezension| Rachel Cohn & David Levithan „Nick & Norah’s Infinite Playlist“

Deutscher Titel: Nick und Norah – Soundtrack einer Nacht

Ember (28. Aug 2007) – 192 Seiten – 6,50 € – Taschenbuch

Die Geschichte

Nick wurde von seiner großen Liebe Tris verlassen. Norah braucht jemanden, der für 5 Minuten ihren Freund spielt, um ihre ungeliebte Freundin Tris loszuwerden. Ohne zu wissen, dass sie diese eine Person verbindet, küssen sich Nick und Norah – und stellen fest, dass sich das Ganze gar nicht so übel anfühlt. Doch es ist nicht einfach, über seine Exfreundin hinwegzukommen und genauso wenig einfach ist es, die Paranoia loszuwerden, dass Musiker nur mit einem ausgehen wollen, weil der Vater zufällig der größte Plattenboss New Yorks ist.

Meine Meinung

Life fails. Songs don’t always.

Nick & Norah’s Infinite Playlist ist DAS Vorzeigebuch für die Kooperation von Rachel Cohn und David Levithan. So gut wie jeder hat dieses Buch schon gelesen. Mit Recht! Und wer es noch nicht getan hat – los, lest es!

Von einer Geschichte mitten aus dem Leben zu sprechen, wenn der Protagonist das einzige heterosexuelle Mitglied einer sonst schwulen Rockband ist und die Protagonistin die Tochter eines Megaplattenbosses, wäre irgendwo zu weit gegriffen. Zu sagen, dass sich die Geschichte aber genauso anfühlt,  jedoch nicht. Nick und Norah halten dem Leser den Spiegel vor – sie sind unsicher, sie machen Fehler, sie sind impulsiv und dabei immer echt. Ich mochte Norahs Wunsch nach Unabhängigkeit von ihrem berühmten Vater und Nicks Ehrlichkeit, dass ihn die Zufallsbekanntschaft mit Norah nicht schlagartig über seine Exfreundin hinweg gebracht hat. Ich mochte sogar Tris in ihrer beinahe unerträglich selbstbewussten Art mit dem kleinen weichen Punkt, den sie hin und wieder zeigt. Freundschaften, wie Tris und Norah sie haben, existieren in der realen Welt extrem oft – in Büchern war es das erste Mal, dass ich einer begegnet bin.

Diese ehrlichen Charaktere und Beziehungen zwischen den Protagonisten sind einmalig. Hier wird nichts beschönigt, nichts schöngeredet, nicht die Liebe für immer aber dem ersten Augenblick vorgegaukelt.

Diese Protagonisten werden auf eine Reise durch New York geschickt und mal wieder war ich fasziniert von der Atmosphäre, die geschaffen wurde. Ich reiße mich sicher nicht darum, nach Amerika zu fliegen, geschweige denn wolle ich in den Big Apple. Allein die Vorstellung bringt mir Schweißausbrüche. Aber bei Cohn und Levithan sehe ich nie das laute, volle New York, sondern die besonderen Ecken darin, die ruhigen und so ungewöhnlichen, dass ich sie wirklich selbst sehen möchte!

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