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|Rezension| Jenna Black „Rosendorn“

Reihe: Avalon Band: 1

PAN (3. Feb 2012) – 400 Seiten – 14,99 € – Taschenbuch

Die Geschichte

„Ich heiße Dana, und bevor ich nach Avalon gekommen bin, wusste ich nicht mehr über diese Stadt, als dass sie der einzige Ort auf der Erde ist, an dem sich die Feen- und die Menschenwelt überschneiden. Na ja, okay, den ganzen langweiligen Kram zur Geschichte habe ich in meinem Reiseführer auch überblättert. Aber inzwischen könnte ich selbst einen Reiseführer mit ein paar verdammt nützlichen Tipps schreiben: 1. Richtet euch darauf ein, dass ihr ein paar besondere Fähigkeiten entwickeln könntet und deshalb plötzlich zur meistgesuchten Person in Avalon werdet. 2. Packt unbedingt fluchttaugliches Schuhwerk ein. Und besonders wichtig: 3. Verliebt euch ja nicht in einen atemberaubend gutaussehenden Feenjungen! Denn wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, dann ist es das auch …“

Meine Meinung

Komm hinweg, o Menschenkind! In die Wälder, in den Wind,
Hand in Hand mit einer Fee, Denn die Welt ist, ahnst Du´s auch nicht,
voller Tränen, voller Weh.
[W. B. Yeats]

Habt ihr die Nase voll von diesen erwachsenen Protagonisten in Jugendbüchern, die mit 16 schon wissen, wie der Hase läuft, die Liebe ihres Lebens finden und jede Problemsituation mit einer coolen „Ich mach das schon“-Einstellung abtun? Dann ist Rosendorn genau das richtige Buch für euch, denn mehr Teenager als Dana kann man schon gar nicht mehr sein. Das beginnt schon damit, dass Dana es für eine unheimlich gute Idee hält, nachdem ihre alkoholkranke Mutter sie erneut vor der ganzen Schule blamiert hat, ihren Vater in Avalon zu suchen, den sie vorher noch nie gesehen oder gesprochen hat, um bei ihm zu leben. Also ruft sie ihren Vater an, packt ihre Koffer und fliegt ganz allein von Amerika aus nach London und stellt erst an der Grenze zu Avalon fest, dass ihr Plan wohl doch nicht besonders ausgereift ist. Die Standard-YA-Protagonistin würde sich nun überlegen, was die praktischste Art ist, sich aus der Misere zu retten. Dana schmollt und heult. Die Kombination wird sich im Laufe des Buches noch extrem oft finden, denn Dana wohnt extrem nah am Wasser und die Hormone tun ihr Übriges. Die sprudeln auch hoch, sobald Dana einem gutaussehenden Jungen über den Weg läuft, was in einer Welt, die vor Feen nur so strotzt, nicht selten passiert.

Zugegeben, das klingt extrem nervig, und an manchen Stellen war es das auch – hin und wieder wollte ich Dana nehmen und schütteln und anbrüllen: Denk doch einmal nach, bevor du handelst. Andererseits war es eine willkommene Abwechslung von den 30-Jährigen, die in 16jährigen Körpern stecken. Rückblickend war ich mit 16 sicher auch nicht anders als Dana. Meine armen Eltern!

Die Idee, dass Avalon ein real existierender Ort ist, fand ich sehr interessant. Dass es eine Brücke zwischen zwei Welten darstellt, ist ja ein bekanntes Motiv. In Rosendorn liegt Avalon ein paar Kilometer von London entfernt und kann von Menschen und Feen gleichzeitig betreten oder bewohnt werden. Es ist eine Mischung aus technischer Menschen- und magischer Feenwelt. Dabei bin ich allgemein kein besonderer Freund von Geschichten, die von Feen handeln – bisher bin ich damit immer gründlich auf die Nase gefallen. Rosendorn ist aber gerade durch diese Selbstverständlichkeit der Brückenwelt ganz angenehm, weil keine große Sache aus der Existenz von Feen gemacht wird. Ein wenig mehr Informationen über die politischen und gesellschaftlichen Umstände hätte ich mir aber schon gewünscht, nachdem Dana zu einem politischen Spielball wurde.

Insgesamt war Rosendorn ein nettes Buch, das mich ein wenig an House of Night erinnerte, nur etwas monogamer.

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6 Kommentare zu „|Rezension| Jenna Black „Rosendorn“

  1. Ich fand Dana einfach klasse! Ein waschechter Teenager eben… ;-) Mir hat das Buch richtig gut gefallen – im Gegensatz zu der „House of Night“-Reihe, von der ich nur den ersten Band gelesen habe. Meiner Meinung nach erfährt man auch viele Hintergründe, mir jedenfalls waren es genügend Informationen. Auf die Fortsetzung bin ich sehr gespannt. Wirst du die auch lesen oder interessiert es dich nicht so sehr?

    1. Wenn die Reihe übernommen werden sollte, dann werde ich die Fortsetzung auch lesen (: Gut unterhalten gefühlt habe ich mich ja schon (; So ein richtiger Teenager ist halt doch eine Abwechslung.

    1. Naja, Dana ist schon ganz schön gewöhnungsbedürftig (; Hab bisher noch keine anderen Rezis gelesen, das mach ich immer erst, wenn meine geschrieben sind.

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