Rezensionen

|Rezension| Erin Hunter „Warrior Cats“

Reihe: Warrior Cats Band: 1-6

Beltz (26. Jul 2010) – 2045 min – 49,95 – Hörbuch

Die Geschichte

Marlen Diekhoff und Ulrike Krumbiegel lesen die Abenteuer des jungen Katers Feuerherz und entführen ihre Hörer tief in die Wälder zu den wilden Katzen. Das packende Epos um Feuerherz‘ Aufstieg im DonnerClan bietet 34 Stunden Hörgenuss vom Feinsten.

Meine Meinung

Feuer allein kann euren Clan retten. 

Nein, ich war wirklich kein Pferdemädchen. Aber was ich tatsächlich war, war ein Katzenmädchen. Schon immer mit Katzen aufgewachsen, Zimmer mit Katzenposter beklebt – und irgendwann, sollte ich einmal verlassen werden, werde ich eine alte verrückte Katzenfrau. Mit Büchern natürlich.

So konnte ich auch nicht an der Warrior Cats-Reihe vorbeigehen, obwohl ich ja eigentlich ein wenig zu alt dafür bin. Aber das hat mich nie gehindert und hier bin ich auch froh darüber. Denn diese Reihe ist eine, die ich meinen Kindern noch aufs Auge drücken werde.

Erin Hunter ist dabei nicht eine Autorin, sondern ein ganzes Trio, das diese Bücher über wilde Katzen schreibt, die in einem Wald leben.  Hätte ich das nicht irgendwo aufgeschnappt, ich hätte es nie gemerkt. Die drei Autorinnen schaffen es wirklich, dass ihre Bücher klingen wie aus einer einzigen Feder. Und von diesen Büchern gibt es eine ganze Menge. Die erste Staffel gibt es, wie ihr hier seht, als Hörbuchsammelbox.

Auf der einen Seite kann man schwer ein Buch mit Tieren als Protagonisten schreiben, wenn diese nicht reden. Und in der Regel finde ich entsprechende Tiere dann auch  schon wieder viel zu sehr vermenschlicht. Nicht hier. Denn im Prinzip reden die Katzen hier nicht – sie schnurren, sie miauen, sie fauchen, sie kreischen – sie tun also das, was normale Katzen auch tun, um durch Laute zu kommunizieren. Nur, dass hier eben Worte dabei herauskommen. Die Autorinnen versuchen – und schaffen es auch – die Tiere auch so tierisch wie möglich zu belassen und halten sich an normales Katzenverhalten soweit es die Erzählung zulässt. Natürlich funktioniert das nicht immer – zum Beispiel, wenn die Heilerkatzen ihre verletzten Clangenossen behandeln.

Zu Beginn ist die Warrior Cats-Reihe etwas verwirrend. Man muss sich – ebenso wie der Protagonist Feuerpfote – erst einmal in den komplizierten Wirren der Clanpolitik zurechtfinden. Es existieren vier verschiedene Clans im Wald, die für sich leben und sich nur einmal im Monat bei einer großen Versammlung miteinander kommunizieren. Die Clans werden von einem Anführer und dessen Stellvertreter angeführt und alle Clans glauben an den Sternenclan, der über sie wacht. Und wäre das nicht schon verwirrend genug, hat wirklich jede Katze in diesem nicht unbedingt kleinen Clan einen Namen. J-E-D-E Katze. Irgendwann habe ich aufgehört, mir die Namen der Nebenfiguren zu merken.

Mit jedem Buch, das man liest oder hört, begleitet man Feuerpfote auf seinem Weg – man bekommt mit, wie er sich verliebt, wie er seine Probleme mit Clan, Familie und Loyalität löst und wie er in der Clanhierarchie steigt, obwohl er sich mehr als einmal über die Regeln hinwegsetzt, weil sie seinen persönlichen Prinzipien widersprechen. Durch Feuerpfote erlebt man Konflikte, die man selbst auch im Laufe des Erwachsenwerdens erlebt. Und dabei wachsen einem die Figuren so ans Herz, dass ich sogar in der Folgestaffel noch verzückt geseufzt habe, wenn von ihnen die Rede war.

Obwohl Feuerpfote ein Kater ist, werden die Hörbücher von Marlen Diekhoff gesprochen, die aber eine angenehm raue Stimme hat, so dass das gar nicht ins Gewicht fällt. Sie schafft es, jeder Katze eine einzigartige Persönlichkeit einzuhauchen und das ist bei einer so großen Anzahl von Figuren schon eine Kunst.

Auch wenn Warrior Cats eigentlich für Kinder gedacht ist, würde ich jedem raten, es zu lesen, der Katzen mag und kein Problem damit hat, sich auch mal mit einem Kinderbuch aufs Sofa zu legen.

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3 Kommentare zu „|Rezension| Erin Hunter „Warrior Cats“

  1. Ich hätte schon große Lust die Reihe zu lesen – Kinderbuch hin oder her – denn ich liebe Bücher, in denen Katzen die Hauptrolle spielen. Zuletzt hat mir „Ich bin hier bloß die Katze“ sehr gut gefallen.
    Was meinst Du, Buch oder Hörbuch? Da bin ich mir nämlich noch unsicher.
    LG, Katarina :)

      1. Den Rat nehme ich mir zu Herzen.
        Es kommt zwar auch sehr auf den Sprecher an, aber meistens finde ich gerade Jugend- und Kinderbücher fesselnder als Hörbuch denn als Druckausgabe.

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