Rezensionen

|Rezension| Elizabeth Bunce „Starcrossed“

Reihe: Thief Errant Band: 1

Scholastic (1. Feb 2011) – 359 Seiten – 9,72 € – E-Book

Die Geschichte

Digger hält sich mit Aufträgen für Diebstahl und Spionage über Wasser. Nachdem ihr Freund Tegen von Wachmännern bei einem gemeinsamen Auftrag getötet wird, muss sie jedoch aus ihrer Heimatstadt verschwinden. Unter falscher Identität kommt sie bei einer Adelsfamilie unter und verbringt den Winter mit ihnen eingeschneit auf einer Burg. Doch nicht jeder, der sich auf der Burg befindet, meint es gut mit seinen Gastgebern – und so steht Digger schnell zwischen der Wahl, ihre Gastfamilie auszuspionieren oder im Kerker zu landen.

Meine Meinung

For a moment I was distracted. Books always did that to me… I liked the creamy pages, the smell of ink, all the secrets locked inside.

Starcrossed lief in meinen Augen immer unter „klingt interessant, aber reizt mich nicht unbedingt“. Doch als ich begann, das Buch zu lesen, war ich plötzlich mittendrin in der Geschichte um eine starke Heldin, die einmal nicht abhängig ist von einem Mann. Genauer gesagt gibt es in dieser Geschichte gar kein ablenkendes Liebestrara und es war eine wunderbare Abwechslung!

Digger, die in der Geschichte meistens unter ihrem Alias Celyn auftritt, ist selbstbewusst und unabhängig, neugierig und unerschrocken. Dennoch handelt sie nie unbedacht, bringt sich nicht in sinnlose Gefahren und weiß, wann es Zeit ist, fremde Hilfe anzunehmen. Dabei macht sie ihre kriminelle Tätigkeit – sie ist eine begabte Taschendiebin und Schlossknackerin – trotzdem zu einem Charakter, der nicht nur helle, sondern auch dunkle Seiten hat. Ihre Fähigkeit, Magie sehen zu können, macht sie dabei nicht sinnlos stark, sie ist für sie eher Fluch als Gabe. Die anderen Charaktere wirken lebendiger, je mehr Zeit und emotionale Bindung sie mit Digger verbinden. So wirken manche Nebencharaktere – auch wenn ihre Rolle in der gesamten Geschichte nicht unbedeutend sind – leider etwas farblos, während andere – wie Meri – einem ebenso stark ans Herz wachsen wie Digger selbst, weil man so viel von ihnen erfährt und mit ihnen erlebt.

Die Welt, in der die Charaktere agieren, ist eine komplett erfundene. In Diggers Zeit, nach einem großen religiös motivierten Krieg, sind alle Götter außer einer einzigen verboten worden. Wachmänner, sogenannte Greenman, sorgen dafür, dass sich niemand zu den Göttern bekennt. Wird jemand erwischt, muss er jahrelang ins Gefängnis oder schlimmer noch, wird vor den Toren der Stadt aufgehängt, verbrannt oder ausgeblutet. Am schlimmsten trifft es die Anhänger der Göttin Sar, von denen nicht wenige heimlich Magie besitzen, die sie mit Silberschmuck unterdrücken müssen, um nicht entdeckt zu werden. Dies alles erfährt der Leser im Laufe der Geschichte am Rande – die Autorin hält sich nicht mit eingeschobenen Erklärungen auf, die Charaktere beschreiben die politische Situation von ganz allein. Und das geschieht so natürlich, dass der Leser sich gar nicht belehrt fühlt oder die Geschichte dabei unnötig unterbrochen wird, weil eine Erklärung notwendig wurde.

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