|Rezension| Susan Beth Pfeffer „Die Welt, wie wir sie kannten“

Reihe:  Last Survivors Band: 1

Silberfisch (Mär 2010) – 397 min – 24,95 € – gekürzte Lesung

Die Geschichte

Miranda sehnt den Sommer herbei, weil sie endlich ihren Führerschein machen will. Aber bevor die Schulferien beginnen, gilt es noch, bei einem Großereignis dabei zu sein: Ein Meteor wird mit dem Mond kollidieren und die ganze Welt fiebert diesem Tag erwartungsvoll entgegen! Womit Miranda ebenso wenig rechnet wie alle anderen Menschen: Der Zusammenprall verschiebt den Mond ein wenig. Die Folgen sind grässlich: Überschwemmungen, Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis – und das Ende aller Gewissheiten. Die Welt, wie Miranda und wir sie kennen, gibt es nicht mehr! Jeder ist auf sich allein gestellt.

Meine Meinung

Heute schreibe ich dieses Tagebuch nur für mich selbst, damit ich all das niemals vergesse – die Welt, wie wir sie kannten, und die Welt, wie wir sie heute kennen.

Was wäre wenn – ein Szenario, mit dem sich viele Katastrophenfilme und –bücher beschäftigen. In diesem Fall lautet die Frage „Was, wenn der Mond seine Umlaufbahn verlässt und das Klima auf der Erde plötzlich lebensfeindlich  ist“. In Mirandas Welt passiert genau das. In Tagebuchform erzählt sie davon, wie ein Meteorit auf dem Mond einschlägt und plötzlich nichts mehr ist, wie es einmal war. Susann Beth Pfeffer malt ein düsteres Bild einer möglichen Zukunft, das zeigt, wie hilflos wir einer derartigen Katastrophe gegenüber stehen würden – nach und nach gibt es in Mirandas Welt keinen Strom mehr, keine Heizung und irgendwann auch kein Essen. Als Leser fühlt man direkt mit, wie eingesperrt sich die Familie in ihrem Haus fühlt, nachdem es begonnen hat zu schneien. Das ganze Leben spielt sich nur noch innen ab und der Raum, den sich die Familie teilen muss, wird immer kleiner, da Räume zu heizen immer mehr zum Luxus wird. Man spürt regelrecht mit, wie der Mangel an Privatsphäre und Essen  auf die Nerven aller Beteiligten drücken. An manchen Punkten fiel es mir dennoch schwer, nachzuvollziehen, wie es den Protagonisten ging, weil ihre Situation einfach völlig fremd für mich ist. Sie schaffen es zum Beispiel nicht mehr, die Treppen in den ersten Stock hochzugehen, weil sie von der fehlenden Nahrung so geschwächt sind.

An manchen Stellen fand ich, dass Miranda und ihre Familie trotz der brutalen Darstellung ihrer Situation doch ganz gut wegkamen. Zum einen überleben alle Familienmitglieder eine Grippe, die in ihrem Umfeld beinahe jeden umgebracht hat, und das nur mit Hilfe von Aspirin. Auch das Ende war mir etwas zu einfach. Aber da man Miranda im dritten Band noch einmal begegnet, lasse ich das einfach noch einmal durchgehen.

Die Sprecherin Stefanie Stappenbeck hat eine angenehme Stimme und schafft es, Mirandas Stimmungen gut herüberzubringen. Für meinen Geschmack ist ihre Stimme aber zu erwachsen für eine Sechszehnjährige, so dass es mir nicht wirklich vorkam, als würde ich wirklich das Tagebuch eines Teenagers mit verfolgen.

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