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|Rezension| Susan Beth Pfeffer „Die Verlorenen von New York“

Reihe: Last Survivors Band: 2

Silberfisch (Apr 2011) – 366 Minuten – 19,95 € – gekürzte Lesung

Die Geschichte

Ob es jemals wieder so wird wie früher? Täglich stellt sich Alex diese Frage. Denn seit der Mond aus seiner Umlaufbahn geschoben wurde, geht es im New Yorker Alltag ums nackte Überleben. In den Fenstern der Hochhäuser brennt kein Licht mehr; kaputte Autos verstopfen die Kreuzungen; Plünderer ziehen durch die Straßen auf der Suche nach den letzen Lebensmitteln. New York ist eine Insel der Armen geworden  – wer konnte, hat die Stadt längst verlassen. Verzweifelt kümmert sich Alex um seine Schwestern Briana und Julie. Doch eine Frage wagt er nicht zu stellen: Was, wenn ihre Eltern nicht nur vermisst sind, sondern Schlimmeres passiert ist?

Meine Meinung

Die Verlorenen von New York ist der zweite Band einer Reihe, hat aber mit seinem Vorgänger so gut wie nichts zu  tun. Während man im ersten Band Die Welt, wie wir sie kannten Miranda und ihre Familie begleitet hat, trifft man in Band 2 auf Alex, der mit seinen beiden Geschwistern und seinen Eltern in New York lebt. Alex selbst bekommt vom Aufprall des Meteoriten auf dem Mond nichts mit und so wird auch dem Leser nicht erklärt, was geschehen ist. Die Autorin geht einfach davon aus, dass man Band 1 gelesen hat und somit weiß, wieso der Mond aus der Umlaufbahn geraten ist und welche Folgen das für die Umwelt hat.

Alex sieht sich mit seinen kleinen Schwestern allein, da seine Mutter höchstwahrscheinlich bei einer U-Bahntunnel-Überflutung ums Leben kam und sein Vater im Ausland verschollen ist. Anders als Miranda, die am Rand ihrer Stadt wohnte und sich mit der Abgeschiedenheit  herumschlagen musste, sind Alex Probleme brutalerer Natur. Im Angesicht der Situation weicht alles Menschliche aus den Bewohnern New Yorks. Alex Schwestern können nicht mehr allein auf die Straße, ohne dass die Gefahr besteht, verschleppt und vergewaltigt zu werden.  Plünderer räumen Wohnungen aus und um an Geld zu gelangen, nutzt Alex die Toten, die auf der Straße liegen, klaut deren Besitz und tauscht ihn gegen Dosenessen ein.  Im Allgemeinen setzt Die Verlorenen von New York nicht mehr auf den psychologischen Schockeffekt, sondern auf blanken Ekelfaktor. Immer wieder scheint es für die drei Jugendlichen eine Chance auf Besserung zu geben, doch letztendlich wird diese immer wieder zerschlagen. Das macht das Buch zwar spannender als seinen Vorgänger, manche Szenen waren aber eher unnötig. Auch fiel es mir sehr schwer, mit den Protagonisten mitzuleiden, wenn jemand starb, weil die Todesfälle so konstruiert waren.

Passend zum männlichen Erzähler wurde diesmal auch ein männlicher Sprecher engagiert. Anders als beim ersten Band habe ich kein Problem damit, dass Sascha Rotermunds Stimme viel zu erwachsen für den jugendlichen Alex klingt, denn diesmal wurde die Geschichte in der dritten Person geschrieben und er fungiert nur als Erzähler.

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