|Rezension| RaShelle Workman „Exiled“

Reihe: Immortal Essence Band: 1

Polished Pen Press (2. Okt 2011) – 340 Seiten – 3,25 €  – E-Book

Die Geschichte

Venus lebt auf dem Planeten Kelari und steht kurz davor, ihre Unsterblichkeit zu erlangen. Doch bevor sie sich auf die nötige Reise machen kann, findet sie sich plötzlich auf der Erde wieder und darf nur zurückkehren, wenn sie einem Erdling dabei hilft, seine große Liebe zu finden. Doch Michael macht ihr diese Aufgabe nicht einfach, denn wenn er etwas gelernt hat, dann niemanden an sich heranzulassen.

Meine Meinung

Sonderangebote bei E-Books – Kindle, du Teufel in grauer Verpackung, schäm dich. 89 Cent und lauter gute Bewertungen haben mich hier einmal mehr zuschlagen lassen… immerhin habe ich kein Vermögen für dieses Buch ausgegeben.

Der Leser trifft in diesem Buch auf Venus, die zukünftige Herrscherin eines Landes auf ihrem Planeten Kelari, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe. Ist auch recht egal, da sie nach einigem mit erfundenen Wörtern vollgestopften Vorgeplänkel urplötzlich auf der Erde festsitzt anstatt sich auf die Reise zur Unsterblichkeit zu machen, die sie eigentlich geplant hatte. Ihr gefolgt ist ihr Beschützer Zaren, der praktischerweise gleich Kontakt mit den Göttern ihres Planeten aufgenommen hat und Venus nun verkünden kann, dass wenn sie es schafft, dass ein siebzehnjähriger Junge auf unserem blauen Planeten seine große Liebe findet (und zwar in einer Woche bitte), dann dürfe sie auf den Planeten zurückkehren.

Für jemanden, der bald über ein Land herrschen soll, ist Venus eine echt hohle Nuss. So hält sie es für eine gute Idee, auch auf der Erde die Prinzessin heraushängen zu lassen – so wirft sie vor einer ihr völlig unbekannten Frau mit Phrasen um sich wie „Da, wo ich herkomme, verbeugt man sich vor mir.“ und droht ihr mit ihrem Tod, falls sie sie noch einmal beleidigt. Dass sie das auf Dauer in Schwierigkeiten bringt, ist kein Wunder. Abgesehen davon hat sie nichts Besseres zu tun als sowohl mit ihrem Beschützer Zaren rummachen zu wollen als das tatsächlich mit gerade dem Jungen zu tun, dem sie eigentlich die große Liebe besorgen soll, von der sie sogar schon sicher ist, sie gefunden zu haben. Erwähnenswert ist hier übrigens auch, dass ihr Leben davon abhängt, dass er sich verliebt, weil die Erdatmosphäre für Venus auf Dauer tödlich ist. Zaren – dessen Charakter ich eigentlich mochte, weil er der einzige vernünftige Protagonist zu sein scheint – war leider die Hälfte des Buches nicht anwesend, und zwar praktischerweise immer dann, wenn Venus sich richtig in die A-A geritten hatte. Job verfehlt. Michael, den Venus verkuppeln soll, war hingegen so ein Klischeecharakter von misshandeltem Jugendlichen, der niemanden an sich heranlässt, aber das auf so oberflächliche Weise, dass er mir ziemlich egal war. Erst auf den letzten zwanzig Seiten mochte ich ihn dann richtig.

Die Geschichte an sich birgt keine Überraschungen. Zum einen liegt das an dem durchschaubaren Plot – die obligatorische Dreiecksgeschichte, die verbotene Liebe, die typische Art, wie ein Alien auf der Erde enden kann – aber schlicht auch daran, dass die Autorin so ziemlich alles erzählt, was die Geschichte spannend machen würde. Natürlich braucht die Story einen Bösewicht, der sich in Dervinias findet, der auf der Erde lebt, weil er von Venus Planeten verbannt wurde. Hier hätte sich die Möglichkeit ergeben, ein kleines Mysterium um ihn und seinen Kult zu machen, den er gegründet hat. Man hätte ihn harmlos darstellen können, eine falsche Spur legen. Nicht so die Autorin – sie erklärt dem Leser gleich brühwarm jedes schmutzige Detail um „Vinny“. Stattdessen muss man seitenweise mit Venus einkaufen gehen, den Sportunterricht besuchen und noch mehr öden Kram machen, den ich irgendwann genervt überblättert habe.

Die Idee hinter diesem Buch war interessant, die Umsetzung grausam und die Protagonisten flach, wenn nicht sogar nervtötend. Auf den zweiten Teil verzichte ich dankend. Der Cliffhanger lässt zwar vermuten, dass die Geschichte nun endlich einmal interessant wird, aber das war auch bei dem Klappentext für Teil 1 der Fall.

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5 Gedanken zu “|Rezension| RaShelle Workman „Exiled“

  1. Stephie schreibt:

    Diese Rezension war wirklich mal interessant, vor allem für mich XD

    Erst wollte ich sie gar nicht lesen, weil mich das Buch nicht unbedingt interessierte. Dann habe ich dein Note 5 gelesen und dachte, dass ich sie dann doch lesen muss, weil es lustig werden könnte und ich neugierig war, was so schlecht an dem Buch sein kann. Dann las ich den Inhalt und dachte ‚das klingt doch eigentlich ganz gut‘ und dann kam deine Meinung *g*

    Ich denke, ich verzichte nun auch, wenn der Klappentext scheint ja hier eindeutig falsche Hoffnungen zu machen^^

  2. crini schreibt:

    Ohje, das hört sich ja nicht so prickelnd an. Hatte mich da auch von Cover und Preis locken lassen und ohne groß nachzudenken zugeschlagen. Na mal schauen, wann ich mir das antue XD

  3. Bücherphilosophin schreibt:

    Das war ja ein Reinfall :(
    Schade, denn ich hatte mich so in das Cover verliebt und wollte das Buch unbedingt lesen. Gut, dass Du es vor mir getan hast – für mich zu Mindest ;)
    Ich hoffe Deine nächste Lektüre wird sich lohnen und dieses Buch damit ein wenig aufwiegen.

    LG, Katarina :)

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