|Rezension| P. T. Michelle „Brightest Kind of Darkness“

Reihe: Brightest Kind of Darkness Band: 1

Amazon Media (27. Jun 2011) – 357 Seiten – 2,68 € – E-Book

Die Geschichte

Nara sieht jede Nacht, wie ihr folgender Tag aussehen wird. Als sie von einem Bombenanschlag auf ihre Schule träumt, greift sie ein – ohne zu ahnen, dass sie damit das Schicksal richtig verstimmt. Zu allem Unglück kommen danach ihre Träume nur noch unregelmäßig, bis sie komplett wegbleiben. Das macht es Nara natürlich schwer, ihre Freunde weiterhin zu beschützen, denn das Schicksal fordert den rechtmäßigen Verlauf der Ereignisse ein. Auch Ethan, mit dem Nara sich nach dem Anschlag regelmäßig trifft, ist in Gefahr – denn genau in seinem Spind war die Bombe installiert.

Meine Meinung

Nothing makes you appreciate life more then when you wake up from a nightmare and realize it was just that. It’s a good reality check.

Wie oft bin ich mit billigen E-Books jetzt schon auf die Nase gefallen? Ach, ihr wollt gar nicht wissen, wie oft tatsächlich… So bin ich mit wenig Erwartung an The Brightest Kind of Darkness herangegangen und wurde mehr als nur positiv überrascht.

An sich erinnert mich die Geschichte an die Final Destination-Filme, die ich zu Beginn ja noch gerne gesehen hatte. Nara träumt jede Nacht ihren kommenden Tag im Voraus und weiß immer, was geschehen wird. Eigentlich greift sie nie ein, doch als sie einen Bombenanschlag auf ihre Schule sieht, alarmiert sie anonym die Polizei. Dass sie damit so viele Menschen vor möglicherweise auch tödlichen Verletzungen gerettet hat, passt dem Schicksal aber überhaupt nicht. So sieht sich Nara plötzlich mit einer Macht konfrontiert, die ihr Recht fordert und immer ungehaltener wird, als Nara immer und immer wieder eingreift, um ihre Freunde weiterhin zu schützen.

Nara mochte ich wirklich gerne, weil sie – mal abgesehen von ihrer Gabe – so ein typischer Teenager war. Manchmal ganz klein, manchmal eine Zicke und dann wieder ganz selbstbewusst. Dass Nara sich sogar für die richtig blöden Ziegen eingesetzt hat, wenn es brenzlig wurde, ihnen aber auch eins ausgewischt hat, wenn es ihr zu bunt wurde, war eine sehr menschliche Eigenschaft, die sie von diesen schon längst erwachsenen Protagonisten absetzt, die man sonst in YA-Büchern findet. Nara ist keine Superwoman, sondern ein Mädchen mit Prinzipien. Nur manchmal habe ich mich geärgert, wenn Ethans Flirterei ihr berechtigte Fragen ausgetrieben hat, die sie vorher noch unbedingt stellen wollte. Naras weiche Seite war ein Aspekt, den ich am meisten an ihr geliebt habe – sowohl die Art, wie sie mit ihrer kranken Großtante umgeht sowie der emotionale Zwiespalt, den sie gegenüber ihrem Vater empfindet, haben mich innerlich manchmal ganz warm werden lassen.

Ethan war hingegen der erste männliche Charakter seit langem, den ich wieder richtig interessant fand. Natürlich ist er der typische Einzelgänger, an den sich Nara erst einmal anschleichen muss. Aber die beiden finden sich nicht einfach so zusammen und knutschen nach drei gewechselten Sätzen, sondern nehmen sich Zeit miteinander, beschnuppern sich und als sie dann endlich zueinander finden, hatte ich nicht das Gefühl, dass hier irgendetwas überstürzt geschehen ist. Um Ethans Begabung habe ich ziemlich herumgerätselt, wäre aber nicht darauf gekommen, um was es sich tatsächlich handelt. Außerdem liebt Ethan Tiere. Was will man mehr?

Für eine Zusammenarbeit zwischen der Autorin und Amazon ist dieses Buch auch qualitativ gut gelungen. Traurig, dass man sowas überhaupt erwähnen muss, aber nachdem ich mich manchmal angesichts der übersehenen Rechtschreibfehler und extremen Fehler im Plot gewunden habe, die andere E-Books dieser Art aufwarten konnten, war ich extrem zufrieden mit der Qualität von Brightest Kind of Darkness. Rechtschreibfehler kamen vielleicht ein oder zweimal vor und über Plotlöcher oder –fehler bin ich gar nicht gestolpert.

Diese Geschichte zieht den Leser von der ersten Minute an mitten ins Geschehen und ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen, bis ich wusste, wie es ausgeht. Nicht einmal der Cliffhanger stört mich hier, denn ich bin viel zu froh, dass man die Chance bekommt, noch mehr über Ethan und Nara zu erfahren.

 

 

 

 

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2 Gedanken zu “|Rezension| P. T. Michelle „Brightest Kind of Darkness“

  1. philila schreibt:

    Oh, das Buch ist auch auf meinem „Ebook-SuB“. ich hatte es schon einmal angefangen & da hat es mir auch gut gefallen, aber irgendwie bin ich dann nicht zum Weiterlesen gekommen. Aber deine Rezension macht mir gerade Lust es wieder anzufangen :-)

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