|Rezension| Andreas Steinöfel „Es ist ein Elch entsprungen“

Carlsen (Nov 2004) – 80 Seiten – 4,95 € TB – ISBN 3551353794

Klappentext

Wer glaubt heutzutage noch an den Weihnachtsmann – der kleine Bertil Wagner bestimmt nicht. Doch als eines Tages Mr. Moose, der Elch, bei ihm zu Hause durch die Wohnzimmerdecke kracht und ihm merkwürdige Geschichten von seinem Chef Santerklaus erzählt, kommt Bertil ins Grübeln. Und als dieser Chef selbst bei Bertil in der Tür steht und seinen Elch abholen will, wird’s richtig spannend. Den Weihnachtsmann gibt es also wirklich! Und vielleicht kann er Bertil sogar seinen sehnlichsten Wunsch erfüllen und seinen Vater dazu bringen, dieses Weihnachtsfest wieder mit ihnen in der Finkenwaldstraße zu feiern …

Meine Meinung

Da sitzt man nun, mit den ungeduldigen Kleinen zwischen Weihnachtsbraten und Bescherung, und weiß nicht, wie man sie beschäftigen soll, bis sie endlich das Papier von ihren Geschenken reißen dürfen. Kleiner, nicht so geheimer Tipp von mir: Vorlesen geht immer. Und wenn man dann noch die richtige Geschichte findet, vergeht die Zeit im Flug. „Es ist ein Elch entsprungen“ ist ein ideales Vorlesebuch für solche Gelegenheiten.

Das liegt daran, dass sich weder die Kinder noch die Erwachsenen bei dieser Geschichte langweilen werden. Für beide sind lustige Szenen eingebaut – die Kinder lachen bestimmt, wenn Mr. Moose auf Omas angekokelte Plätzchen stürzt und die Familie davon befreit, sie essen zu müssen, und die Erwachsenen amüsieren sich sicher über die eine oder andere Andeutung, die die Kleinen noch gar nicht verstehen können – wie die für Emanzipation kämpfende Freundin der Mutter, deren Problem nicht dabei liegt, dass Mr. Moose ein sprechender Elch ist, sondern schlichtweg darin, dass er ein Mann ist.

Zugegeben, das Lesevergnügen dauert nicht unbedingt lange, bei nur 80 groß bedruckten und mit liebevollen Zeichnungen ausgestatteten Seiten. Doch gerade das macht es ideal für kleine Leser, sich an dieses schöne Weihnachtsbuch zu wagen. Und auch auf 80 Seiten können einem die Protagonisten so richtig ans Herz wachsen, denn sie alle sind sehr einnehmende Persönlichkeiten. Mr. Moose ist ein Charmeur erster Güte, Bertil wünscht sich nichts mehr als einen richtigen Freund und seine Schwester ist fasziniert von der Chance, einen Elch zu seinen Lebensgewohnheiten befragen zu können – schließlich ist sie eine richtige Wissenschaftlerin.

Wer seinen Neffen, Nichten, Enkelkindern oder dem zuckersüßen Nachbarskind gerne ein Buch schenken würde, sollte es einmal hiermit versuchen. Und wenn sie das gelesen haben, dann dürfen sie es auch einmal mit der Verfilmung probieren:

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Ein Gedanke zu “|Rezension| Andreas Steinöfel „Es ist ein Elch entsprungen“

  1. pimisbuecher schreibt:

    Habe das Büchlein auch die Tage verschlungen und fand es toll. Eine schöne weihnachtliche Story für kleine und große Kinder. Mal gucken ob ich vor Weihnachten noch den Film zu sehen bekomme.
    Lieben Gruß
    Miri

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