|Rezension| Tanja Heitmann u.a. „Frostzauber“

Rororo (1. Dez 2012) – 192 Seiten – 8,99 € TB – ISBN 3499216647

Klappentext

Eine Nymphe, die in einem zugefrorenen Fluss auf den Liebsten wartet, der sie befreit; ein junger Mann ohne Gestern und Morgen, der nur durch die Tränen einer Liebenden in der Silvesternacht von seinem tragischen Schicksal erlöst werden kann; eine Elfe, zart und zerbrechlich, die die Kraft der Ewigkeit in sich trägt – diese und viele weitere Geschichten laden ein zu einer spannenden Reise voll großer Gefühle!

Meine Meinung

Mittlerweile hat der Winter überall Einzug gehalten. Schneeflocken trudeln vom Himmel und es ist bitterkalt. Zeit, sich aufs Sofa zu kuscheln, ein Buch aufzuschlagen und hin und wieder über den Rand desselben auf das Winterwunderland draußen zu schielen, ohne frieren zu müssen.

Mit den Figuren in Frostzauber kann man sich auch so ganz gemütlich durch Schnee- und Eislandschaften schlagen. Schon zum zweiten Mal hat die Autorin Tanja Heitmann Wintergeschichten ihrer Kolleginnen zusammengesammelt und sie als Anthologie veröffentlicht.  Natürlich hat sie auch selbst eine Story beigesteuert. Viele der neuen und alten Stars der deutschen Jugendbuchautoren finden sich hier wieder: Gesa Schwarz (Autorin von „Grim“), Jennifer Benkau, die ein erfolgreiches Debut mit „Dark Canopy“ feiern konnte und noch viele mehr, deren Bücher man über das Jahr vielleicht schon verschlungen hat.

Natürlich, wie das mit Anthologien so ist, gab es Geschichten, die ich mehr mochte, und solche, die ich eher überflogen habe. So richtig im Gedächtnis geblieben ist mir „Cirque Indigo“ von Lilach Mer, deren historisches Setting in Frankreich und besondere Figuren ich beim Lesen und auch jetzt noch deutlich vor Augen habe, als hätte ich es nicht gelesen, sondern geträumt. Die Geschichte hat mich vor allem auf die mir bisher noch unbekannte Autorin aufmerksam gemacht und ihre Bücher sind gleich auf meine Wunschliste gewandert. Auch Tanja Heitmann, deren Buch „Morgenrot“ mich ja nicht vom Hocker gerissen hat, hat mich mit „Unter dem Frosthauch“ dazu verleitet, ihr bei Gelegenheit eine zweite Chance zu geben. Insgesamt kann man nur sagen, dass die Geschichten das gehalten haben, was ich mir von ihren Autorinnen versprochen habe, oder noch mehr. Natürlich hat mir nicht jede gleich gut gefallen,  „Jenseits des Lichts“ von Gesa Schwartz war mir beinahe schon zu abstrakt und „Die gefrorene Zeit“ von Mechthild Gläser zu durchschaubar, aber es gab keine unter ihnen, die ich durchweg so blöd fand, dass ich sie ausgelassen hätte.

Für einen netten Nachmittag unter meiner Kuscheldecke hat diese Sammlung von Geschichten auf jeden Fall den richtigen Begleiter geliefert.

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