|Rezension| Chloe Jacobs „Greta and the Goblin King“

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Reihe: Mylena Chronicles Band: 1

Entangled Teen (11. Dez 2012) – 279 Seiten – ISBN 1620610027 – 7,99 €

Die Geschichte

Mit 13 fand sich Greta in Mylena wieder, nachdem sie ihren kleinen Bruder vor einer Hexe retten wollte und von ihr ins Feuer gestoßen wurde. Doch als Mensch lebt man in Mylena gefährlich, sagt man ihnen doch nach, dass sie am ewigen Winter Schuld wären. Sie verdient sich ihr Geld nun als Kopfgeldjägerin unter falscher Identität – doch plötzlich scheint ganz Mylena hinter ihr her zu sein und der Einzige, der auf ihrer Seite steht, ist der frischgebackene Goblinkönig Isaac.

Meinung

Im ersten Moment war ich sehr verwirrt, als ich Greta and the Goblin King begonnen habe. Da schmeißt einen Chloe Jacobs mitten ins Geschehen und erklärt nicht viel – und das ändert sich den Rest des Buches auch nicht. Es ist, als würde mir ein großes Stück Information fehlen, und zwar die, wie Chloe und Isaac sich kennengelernt haben. Stattdessen geht man gleich mal mit ihnen auf Ghuljagd. Auch gut. Ist ja nicht so, als würde man nicht irgendwann Gretas Vorgeschichte kennenlernen  – äußerst heroisch – oder verstehen, wie das Leben in Mylena so abläuft – nämlich schweinekalt und meist gewalttätig.

So richtig fällt dieser fehlende Part nämlich nur auf, wenn es dazu kommt, nachvollziehen zu wollen, wieso sich da überhaupt Gefühle zwischen Greta und Isaac, dem Goblinkönig, entwickeln – denn das, was man hier geboten bekommt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Denn Isaac hat den unwissenden Menschen, der Great nun einmal ist, dazu gebracht, ihn beim Namen zu nennen und kann nun ihre Träume stalken, was er auch gerne in Anspruch nimmt. Wenige Tage nach ihrem ersten Treffen opfert er seine ganze  Familie und seinen Lebenstraum, um sie vor der Verfolgung zu retten. Genau wie ich mich das gefragt habe, will auch Greta gerne von ihm wissen, wieso er denn ausgerechnet sie will – und bekommt nur die Antwort „deswegen eben“ und des Öfteren auch die Anmerkung, dass sie „sein“ sei. Da ist mir bei True Blood schon immer die Galle hochgekommen und würde ein Mann das zu mir sagen, würde ich ihn fragen, ob er noch ganz sauber ist. Aber da Isaac neben seinem stalkerischen Wesen und dem Glauben an Gretas Unfähigkeit, ohne ihn zu überleben – und sie ist wohlgemerkt Kopfgeldjägerin! – einen rattenscharfen Körper zu bieten hat, verfällt sie ihm dennoch. Ich hätte eher verstanden, wenn sie sich Wyatt zugewandt hätte, denn deren erstes Treffen und gemeinsame Zeit darf man hautnah erleben und er sieht Greta nicht als hilfloses Weibchen.

Dabei ist Greta ansonsten weder auf den Kopf gefallen noch eine schwächliche Frau, die auf Männer angewiesen ist. Seitdem sie sich in Mylena befindet, wurde sie nur darauf trainiert, sich selbst zu verteidigen und gilt als eine der besten Kopfgeldjägerinnen des Landes. Ganz eiskalt ist sie aber dennoch nicht, was man später im Buch merkt, wenn sie neue Beziehungen aufbaut.

Vom Land an sich bekommt man nur wenig mit – es besitzt zwei Sonnen und zwei Monde und es schneit dort durchgehend, woran laut einer Sage die Menschen Schuld sein sollen, die das Übel in Gestalt eines Dämons mit nach Mylena brachten. Außerdem wimmelt es dort vor Kreaturen aus Märchen und Sagen wie Ogern, Naturgeistern (aber nicht die harmlose Sorte), Ghulen, Elfen und Goblins. In regelmäßigen Abständen gibt es Sonnenfinsternisse, zu denen alle Bewohner zu gewalttätigen Monstern werden und wenn sie Pech haben, verwandeln sie sich danach nicht zurück.

Alles in allem war dieses Buch durchschnittlich – eine durchschnittlich interessante Welt, die nichts Innovatives zu bieten hat, eine nette Protagonistin, die den unglaublich unsympathischen Protagonisten ausgleicht, die typische Anbahnung einer Dreiecksgeschichte dazu – kann man lesen, muss man aber nicht zwingend.

Profis neu

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