Fantasy · Rezensionen

|Rezension| Stefanie Simon „Feuer der Götter“

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Knaur (1. Feb 2013) – 432 Seiten – ISBN 978-3-426-51198-5 – 14,99 € Taschenbuch

Klappentext

Als der jungen Naave eines Tages ein waschechter  Feuerdämon gegenübersteht, gefriert ihr buchstäblich das Blut in den Adern. Denn Feuerdämonen  sind die gefährlichsten Geschöpfe der Welt, das  weiß Naave aus schmerzlicher Erfahrung – schließlich tötete eines dieser Wesen ihre Mutter.  Allerdings scheint dieser spezielle Feuerdämon  verletzt zu sein, denn er bricht vor ihren Augen  bewusstlos zusammen. Äußerst widerwillig hilft sie  dem Fremden, nicht ahnend, dass sie damit  Ereignisse auslösen wird, die ihre Welt von Grund auf verändern werden. [Knaur]

Meine Meinung

Wenn ich Feuer der Götter in einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es „Avatar trifft Inkas“ und diese Mischung funktioniert auch recht gut, wenn auch nicht total überragend.

In der Welt, die sich die Autorin Stefanie Simon ausgedacht hat, gibt es einen großen Unterschied zwischen dem Volk Royias, das in den Bäumen lebt, den Städtern, zu denen Naave zählt, und den Düsteren, also denjenigen, die im Dschungel leben, dort, wo kaum Licht hingelangt. Vor allem die erste Szene hat mich schon an Avatar erinnert, da dort von riesigen gezähmten Vögeln die Rede war, auf denen geritten wird, und einem großen Baum, der Zentrum der Lebenswelt von Royias Volk darstellt. Da hören die Parallelen dann aber schon auf. Royia selbst ist dazu auserwählt, als Gott auf den großen Berg aufzusteigen, da er zum seltenen Lavavolk zählt – verletzt er sich, leuchtet er, denn er trägt Feuer in sich. Dass Naave nicht besonders erfreut ist, ihn zu sehen, als er verletzt auf ihre Fischerinsel stolpert, liegt daran, dass einer seiner Art ihre Mutter umgebracht hat, indem er deren Haus abbrennen lassen hat. Zwar glaubt Naave an die vierzehn Götter, denen Opfer gebracht werden, doch dass Royia einer von ihnen sein soll, glaubt sie ihm nicht.

Beide Charaktere mochte ich gerne, obwohl mich Naaves ewiges „Ohoh, ich mag ihn doch gar nicht, wie kommt ihr denn alle darauf“ auf Dauer echt genervt hat. Ich finde es echt grauenvoll, wenn solche Erkenntnisse künstlich in die Länge gezogen werden – gib‘s einfach zu und fertig, Kind! Dafür ist Naaves Leben wesentlich bewegter als das von Royia – während er damit beschäftigt war, sich aufs Gottsein vorzubereiten, ist Naave regelrecht durch jeden Dreck gekrochen, den es gibt, und es wird auch nicht besser, nachdem sie den Feuerdämon, für den sie Royia hält, erstmal im Tempel abliefert – ab hier durchläuft sie viele verschiedene Stationen und keine davon scheint es gut mit ihr zu meinen.

Stellenweise zieht sich Feuer der Götter ja leider doch und ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich es für einen Tag auch komplett zur Seite gelegt habe, weil ich keine Lust mehr hatte, noch weitere Tage im Dschungel auszuhalten, in denen das immer Gleiche zu passieren scheint. Doch gegen Ende fängt sich die Geschichte wieder. Ganz sicher bin ich mir ja nicht, ob es sich hier nicht um einen Teil einer Reihe handelt – wenn nicht, dann muss ich einen bösen Blick in Richtung Autorin werfen, was das Ende angeht. Happy war DAS ja nicht.

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2 Kommentare zu „|Rezension| Stefanie Simon „Feuer der Götter“

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