Kinderbuch · Rezensionen

|Rezension| Janet Foxley „Munkel Trogg“

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Fischer KJB (21. Feb 2013) – 272 Seiten – ISBN 3596854954 – 12,99 € Hardcover

Inhalt

Riesen sind groß. Normalerweise. Doch was, wenn du der kleinste Riese der Welt bist und alle über dich lachen, weil du nicht größer bist als ein Mensch? Dies ist die Geschichte von Munkel Trogg, dem kleinsten Riesen der Welt. Heimlich macht er sich auf den Weg in die Menschenwelt, reitet zum ersten Mal auf einem Drachen und erlebt ein Abenteuer nach dem anderen. [Fischerverlag]

Meine Meinung

Ich finde ja, Kinderbücher sind die idealen Begleiter für Nachmittage auf dem Sofa, wenn man krank vor sich hin röchelt und ein bisschen Trost braucht. Also schnappte ich mir gestern Munkel Trogg und verkroch mich im Land der Riesen und war ganz entzückt und von meinen Halsschmerzen abgelenkt.

Munkel Trogg ist ein Riese, doch obwohl er der älteste Sohn seiner Familie ist, ist er winzig wie ein Mensch und wird von allen Riesen aufgezogen, weil er nichts von dem tun kann, was sie so können – er ist klein und schwach. Gerade deswegen ist er der ideale Charakter für ein Kinderbuch – jedes Kind hat an sich sicher etwas, was es stört und worüber andere Kinder lachen. Vielleicht sind sie zu klein oder zu groß oder zu sommersprossig. Munkel zeigt, dass man, auch wenn man oft unterschätzt wird, Großes leisten kann und man auf sich selbst vertrauen sollte, egal was die anderen sagen.  Hier kann sich der eine oder andere kleine Leser etwas abgucken.

Die Welt der Riesen war richtig niedlich gestaltet (soweit Riesen denn niedlich sein können). Hier gilt alles, was bei uns abstoßend ist, als Schönheitsideal – Warzen, Pickel, Baumelbusen – und gegessen wird alles, was man in einem dunklen Vulkankrater so anbauen kann. Wieso Vulkankrater? Weil die Menschen nicht wissen dürfen, dass es Riesen gibt, nachdem sie sie vor vielen hundert Jahren mit ihren „Mörderstöcken“ aus ihrem Land verjagt haben. Nun leben sie in mit ihren Drachen und regiert von  König Gedankenarm versteckt vor den angeblichen  Zauberern.

Der Klappentext an sich ist leider ein wenig irreführend – ich hatte den Eindruck, dass Munkel sich in die Menschenwelt schlichen und dort eine längere Zeit verbringen würde. Tatsächlich dauert sein Ausflug dorthin vielleicht zwei Stunden, bis er flüchten muss. Doch auch wenn die Geschichte ganz anders ablief als ich dachte, fand ich es trotzdem spannend und unterhaltsam, wie Munkel sein neues Wissen nutzt und welche Abenteuer er erlebt.

Das Buch selbst ist liebevoll gestaltet – die Seiten sehen aus, als würden sie am Rand schimmeln, außerdem findet man immer wieder kleine Comics oder Kommentare zu Bildern, ähnlich wie auf dem Cover.

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Mit dieser Geschichte erhält man ein ideales Vorlesebuch für Kinder oder eine leicht zu lesende Geschichte für Leseanfänger. Und wenn euch Munkel Trogg auch so gut gefällt, dürft ihr euch natürlich über die Tatsache freuen, dass es sich hier um den ersten Band einer Reihe handelt.

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